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    Das Wochenbett – Die unterschätzte Zeit des Anfangs

    Das Baby ist endlich auf der Welt. Jetzt startet eine spannende Zeit. Die Familie muss sich in der neuen Familienkonstellation zusammenfinden, der Körper der Mutter muss sich seelisch wie körperlich von der anstrengenden Schwangerschaft erholen und das Baby muss langsam auf der Welt ankommen. Eine Hebamme kann die Familie in dieser Zeit der Veränderung mit viel Fachwissen rund um Mutter und Kind unterstützen. Doch was erwartet Sie im Wochenbett eigentlich?

    Wochenbett, was ist das eigentlich?

    Als Wochenbett bezeichnet man die Zeit von der Entbindung bis zur Rückbildung der Symptome, die durch die Schwangerschaft und Geburt entstanden sind. Doch nicht nur körperliche Beschwerden werden in dieser Zeit überwunden, auch psychisch muss das Geburtserlebnis sowohl von der Mutter als auch vom Baby verarbeitet werden. In der Zeit des Wochenbetts sollten sich Mutter und Kind deswegen schonen. Auf längere Ausflüge oder anstrengende Tätigkeiten sollten sie lieber verzichten. Eine körperliche und psychische Überlastung im Wochenbett kann ernsthafte Folgen nach sich ziehen, wie zum Beispiel Brustentzündungen, Probleme beim Wochenfluss oder Überanstrengung. Sogar gesetzlich ist diese Schonzeit verankert – 8 Wochen nach der Geburt darf eine Frau nicht arbeiten gehen, sondern befindet sich im Mutterschutz.

    8 Wochen – so lange dauert das Wochenbett

    Viele Frauen fühlen sich bereits einige Tage nach der Geburt wieder fit, doch der Körper braucht deutlich länger, um sich wieder zurückzubilden. Die Milchbildung muss in Gang kommen, Geburtsverletzungen müssen verheilen, der Beckenboden und die Gebärmutter müssen sich zurückbilden, die Hormone im Körper stellen sich um, all das braucht Zeit. Im frühen Wochenbett, also in den ersten zehn Tagen nach der Geburt, passiert besonders viel. Die Zeit danach, also etwa 6 Wochen, bezeichnet man als spätes Wochenbett.

    Wochenbett: Zeit für die Regeneration des Körpers der Mutter

    Eine Schwangerschaft ist sehr kräftezehrend für den Körper der Mutter. Nach der Geburt muss der Körper sich regenerieren. Die Gebärmutter muss sich zurückbilden, die Geburtsverletzungen müssen heilen, die geschwächte Beckenbodenmuskulatur muss sanft wieder aufgebaut werden, die Brüste bereiten sich auf das Stillen vor – im Wochenbett muss der Körper extrem viel leisten. Andere Veränderungen wie die Umstellung der Hormone oder die Gewichtsabnahme belasten den Körper zusätzlich. Aufgrund der starken Veränderungen ist es wichtig, dass der Körper genug Kraft und Ruhe für die Regeneration hat.

    Rückbildung des Beckenbodens und Rückbildungsgymnastik

    Der Beckenboden, welcher aus drei Muskelschichten besteht, hat eine stützende Funktion für die inneren Organe. Auch die Verschlussfunktion von Darm- und Blasenausgang steuert der Beckenboden. Während der Schwangerschaft und der Geburt wurde der Beckenboden stark belastet. Bis er sich wieder zurückbildet, dauert es einige Zeit. Im frühen Wochenbett tun dem Beckenboden Entlastung und Schonung gut. Danach eignen sich Wahrnehmungsübungen, wie das Halten und Loslassen um das Gefühl für die Muskulatur zurückzugewinnen. Die Kosten für spezielle Rückbildungsgymnastik zum Beispiel in einer Hebammenpraxis werden von den Krankenkassen übernommen. Hat der Beckenboden keine Möglichkeit sich richtig zurückzubilden, drohen lebenslange Folgen wie Inkontinenz.

    Geburtsverletzungen heilen im Wochenbett

    Dammriss, Abschürfungen an der Vagina oder Verletzungen am Muttermund – viele Frauen ziehen sich unter der Geburt Verletzungen zu. Einige Verletzungen müssen mit wenigen Stichen genäht werden, andere heilen selbstständig. Im Wochenbett haben diese Verletzungen Zeit zu heilen. Die Hebamme kontrolliert den Heilungsverlauf und kennt lindernde und pflegende Maßnahmen, denn besonders im Sitzen oder beim Wasserlassen schmerzen diese Verletzungen oft. Die Heilung dauert je nach Stärke der Verletzung bis zu drei Monate. Für einen gesunden Heilungsprozess sollten in dieser Zeit auch Sport oder Sex vermieden werden.

    Pflege für den Bauch nach der Geburt

    Während der Schwangerschaft wurde die Haut des Bauches stark belastet. Die Haut musste sich der schnellen Gewichtszunahme anpassen. Die Haut am Bauch dehnte sich stark und wuchs mit. Nach der Geburt fehlen schlagartig fünf bis zehn Kilo. Die Folge sind überschüssige Haut, Risse und Dehnungsstreifen. Im Laufe des Wochenbetts beginnt der Körper mit der Rückbildung der Haut. Um ihn zu unterstützen, hilft eine reichhaltige Pflege mit Öl, später auch Rückbildungsgymnastik, um die Bauchmuskulatur wieder zu stabilisieren.

    Der Wochenfluss

    Nach dem Baby wird auch sein versorgendes Organ, die Plazenta, geboren. Diese hinterlässt in der Gebärmutter eine große offene Wunde in der Gebärmutterschleimhaut, welche zuheilen muss. Während des Heilungsprozesses fließt der Wochenfluss. Im frühen Wochenbett ist der Wochenfluss besonders stark. Es empfehlen sich entsprechende Vorlagen zur Hygiene. Während das Blut in den ersten Tagen noch dunkelrot und teilweise klumpig ist, wird es im Verlauf des Wochenbetts immer heller. Etwa sechs bis acht Wochen dauert es, bis sich die Wunde vollständig verschlossen hat und der Wochenfluss aufhört. Gibt es Probleme der Gebärmutterrückbildung, droht ein Wochenflussstau. Endet der Wochenfluss plötzlich frühzeitig oder riecht komisch, sollten Sie umgehend einen Arzt kontaktieren. Die Gebärmutter muss sich nach der Geburt wieder auf die ursprüngliche Größe zurückbilden. Oft ist dies mit schmerzhaften Nachwehen verbunden.

    Die Brust und die Milchproduktion im Wochenbett

    In den ersten Tagen nach der Geburt wird in den Brüsten der Mutter noch das sogenannte Kolostrum produziert, welches durch die Inhaltsstoffe eine langfristige Schutzfunktion für das Baby bildet. Nach etwa zwei bis fünf Tagen schießt die Vormilch in die Brüste ein. Das Baby benötigt nun Nahrung mit mehr Energie zum Wachsen. Der Milcheinschuss kann mitunter schmerzhaft sein. Im Wochenbett muss sich die Milchproduktion an die Nachfrage des Babys anpassen. Wird das Baby nach Bedarf gestillt, wird innerhalb weniger Tage die richtige Menge Muttermilch zur Verfügung gestellt. Das Stillen ist ein sehr störanfälliger Prozess. Stress und große körperliche Anstrengung oder weiteres Eingreifen in den Prozess, wie das Zufüttern mit der Flasche, wirken sich negativ auf die Milchproduktion aus.

    Gewichtsabnahme im Wochenbett

    Während der Schwangerschaft nimmt die Schwangere rund zehn bis zwanzig Kilo zu. Durch das Gewicht des Babys, des Fruchtwassers und den Wassereinlagerungen nimmt die Frau direkt nach der Geburt circa fünf bis zehn Kilo ab. Die Abnahme variiert stark je nach Gesundheitszustand der Mutter und dem Gewicht des Babys. Die meisten Frauen wiegen unmittelbar nach der Schwangerschaft noch mehr als vor der Schwangerschaft. Das hat einen Grund – die Rückbildungsprozesse, die Milchbildung, die Umstellung der Hormone und des Stoffwechsels und alle anderen körperlichen Prozesse benötigen viel Energie, die sie aus den Energiereserven des überschüssigen Fetts nutzen können. Im Wochenbett wird die Gewichtsabnahme durch den erhöhten Energiebedarf geregelt. Nach rund einem halben Jahr erreicht ein Großteil der Frauen das Ausgangsgewicht wieder.

    Hormonumstellung nach der Geburt

    Die Schwangerschaftshormone wurden in der Plazenta gebildet. Wird die Plazenta mit der Nachgeburt geboren, beginnt die Hormonumstellung im Körper schlagartig. Der schnelle Abfall der Schwangerschaftshormone löst im Körper die Rückbildungsprozesse aus. Durch das Stillen wird zusätzlich Oxytocin und Prolaktin gebildet, um die Milchbildung anzuregen. Die starke Hormonumstellung kann sich auf die Psyche und die Sensibilität der Frau auswirken. Das führt zum einen dazu, dass sie besonders offen für die neue Situation ist und starke Gefühle dem Baby gegenüber hat, andererseits ist sie auch besonders anfällig für Stimmungsschwankungen und sogar Wochenbettdepressionen. Haarausfall, Verstopfungen, Schweißausbrüche und starke Müdigkeit können ebenfalls Begleiterscheinungen der Hormonumstellung sein.

    Das Wochenbett zum Ankommen für das Baby im Alltag

    Nicht nur die Mutter, auch das Baby benötigt die Zeit im Wochenbett. Während es in der Gebärmutter über die Nabelschnur rundum versorgt wurde, muss es nach der Geburt selbst atmen und trinken. Die äußeren Einflüsse, die es vorher nur gedämpft wahrnahm, kommen nun ungefiltert beim Baby an. Um diese Veränderungen anzunehmen, braucht das Baby ebenfalls Ruhe. Es muss lernen korrekt zu stillen, das Gebärmutterheimweh überwinden und die Familie auf eine neue Art kennenlernen.

    Bonding – die Bindung zwischen Mutter und Kind

    Wochenbett ist Kuschelzeit. Mutter und Kind haben in den ersten Wochen Zeit, sich ausgiebig kennenzulernen. Direkt nach der Geburt sucht das Baby vor allem Schutz, Wärme, Liebe und Zuwendung, die es bei der Mutter findet. Für den schutzlosen Säugling ist es überlebenswichtig Bezugspersonen zu finden, die sich um ihn kümmern. Die Mutter ist auf diese Fürsorge nicht nur emotional, sondern auch hormonell geprägt. Durch ihre liebevolle Zuwendung und die Erfüllung der Bedürfnisse wächst das Urvertrauen des Kindes in seine Bezugspersonen. Beim Kuscheln, besonders mit Hautkontakt wird das Glücks- und Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet. So entsteht eine ganz besondere Bindung zwischen Mutter und Kind.

    Stillen üben im Wochenbett

    Stillen will geübt sein. Nicht bei jedem Mutter-Kind-Paar klappt es mit der Stillbeziehung von Anfang an. Damit das Stillen nicht schmerzt, muss das Baby die Brustwarze korrekt in den Mund nehmen und daran saugen. Hebammen oder Stillberaterinnen können beim Anlegen helfen, wenn es nicht auf Anhieb funktioniert. Wie häufig das Baby trinkt und wie lange die Stillmahlzeit dauert, bestimmt das Kind. Nur durch das Stillen nach Bedarf kann die richtige Menge Milch zur Verfügung gestellt werden. In den ersten Wochen kann die Mutter viele verschiedene Stillpositionen ausprobieren, um die Angenehmsten für sich und ihr Baby zu entdecken. Auch die Hungersignale lernen Mütter nach einiger Zeit zu deuten, meist schon bevor das Baby weint.

    Den Umgang mit dem Baby lernen

    Direkt nach der Geburt ist jeder Handgriff rund um das Baby noch Neuland. Im Wochenbett bietet sich die Zeit Routine im Umgang mit dem Baby zu finden. Anziehen, Baden, Schlafen legen, Wickeln, Hochnehmen und andere Tätigkeiten gelingen mit etwas Übung immer besser. Bei Fragen zur Babypflege oder zum Alltag mit Baby stehen die Hebamme oder der Kinderarzt immer bereit.

    Die Familienkonstellation findet sich neu

    Mit dem neuen Familienmitglied muss sich auch die Familienkonstellation neu finden. Wer übernimmt welche Aufgaben? Wann bleibt Zeit für Selbstpflege und eigene Bedürfnisse? Wie können Geschwisterkinder bestmöglich mit eingebunden werden? Welche Rolle sollen Oma und Opa oder andere Familienmitglieder spielen? Viele Lösungen ergeben sich in den ersten Wochen wie von selbst, in andere muss die Familie erst hineinwachsen. Da ist es gut, wenn dafür in den ersten Wochen ausreichend Zeit und Ruhe vorhanden ist, bevor der Alltag so richtig beginnt.

    Gebärmutterheimweh überwinden im Wochenbett

    Während das Baby in der Gebärmutter rund um versorgt war, muss es nach der Geburt selbstständig atmen, trinken, verdauen, Reize verarbeiten, in den Schlaf finden und noch so viel mehr. In den ersten Wochen sind Babys damit manchmal überfordert. Sie sehnen sich in die Gebärmutter zurück. Anfangs ist die Sinneswahrnehmung des Babys noch nicht vollständig ausgereift. Babys reagieren daher häufig sensibel bei ständigen Ortswechseln, vielen verschiedenen Personen, die das Baby auf den Arm nehmen wollen, selbst flackerndes Licht kann manche Babys überfordern. Der beste Ort, um sich an Reize und das Leben nach der Geburt zu gewöhnen, ist für Babys das Wochenbett, nah an Mama oder Papa gekuschelt, um die Eindrücke in Sicherheit zu verarbeiten.

    Wochenbettbetreuung durch die Hebamme

    In den 12 Wochen nach der Geburt hat die Familie das Recht darauf, die Nachsorgebetreuung einer Hebamme auf Kosten der Krankenkasse in Anspruch zu nehmen. Die Hebamme begleitet die gesamte Familie durch das Wochenbett. Bei den Terminen leistet sie weitaus mehr, als nur das Wiegen des Babys und die Wundheilungskontrolle. Die Hebamme unterstützt die Familie in allen Fragen rund um Ernährung, Pflege und Verhalten des Babys. Besonders bei Stillproblemen ist eine Hebamme die richtige Ansprechpartnerin.

    Ernährung im Wochenbett

    Um sich von Geburt und Schwangerschaft zu regenerieren und sich nun auf das Stillen einzustellen, benötigt der Körper der Mutter im Wochenbett viel Energie und Nährstoffe. Eine gesunde Ernährung im Wochenbett ist deswegen besonders wichtig.

    • Essen Sie ausreichend und regelmäßig, damit dem Körper immer genug Energie für die körpereigenen Prozesse zur Verfügung steht.
    • Um die Milchproduktion und den Heilungsprozess zu unterstützen, trinken Sie ausreichend. Empfohlen werden 2 bis 3 Liter pro Tag.
    • Nehmen Sie leicht verdauliche Speisen zu sich, damit der empfindliche Darm, nicht zusätzlich belastet wird.
    • Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund, das bedeutet, dass ein guter Mix aus frischem Obst und Gemüse, Ballaststoffen, gesunden Pflanzenfetten sowie Fleisch und Milchprodukten empfohlen wird.

    Wochenbettdepressionen

    Durch die Umstellung der Hormone kann es in seltenen Fällen zu einer Wochenbettdepression kommen. Die Mutter fühlt sich ängstlich oder niedergeschlagen, ist antriebslos und kann keine Freude für die neue Lebenssituation empfinden. Hinzukommen können Angstattacken oder Schlafstörungen. Besonders Frauen, die sich in einer schweren Lebenssituation befinden oder zu depressiven Verstimmungen neigen, sind gefährdet. Insgesamt leiden rund 10 % der Mütter im Wochenbett unter einer Wochenbettdepression. Helfen können intensive Gespräche mit der Hebamme oder dem Partner sowie viel Unterstützung und Zuwendung im Alltag. Hält die Wochenbettdepression über einen längeren Zeitraum an oder die Mutter leidet unter schweren Panikattacken oder sogar Wahnvorstellungen ist eine ärztliche Behandlung sinnvoll. Ein Psychiater der ein Psychotherapeut können in solchen Situationen medizinisch helfen.

    Das Wochenbett nach einem Kaiserschnitt

    Eine besondere Situation im Wochenbett ergibt sich, wenn das Baby per Kaiserschnitt geboren wurde. Aufgrund der großen Bauchoperation braucht der Körper der Mutter besonders viel Ruhe, um sich zu regenerieren. Die Wundheilung verursacht teilweise große Schmerzen. Das Thromboserisiko ist für Frauen nach einem Kaiserschnitt besonders hoch. Oft sind Mütter auf Hilfe bei der Versorgung ihres Babys angewiesen. Auch das Stillen und der Beziehungsaufbau zwischen Mutter und Kind bereiten häufig Schwierigkeiten, da wichtige Hormone durch die Schnittentbindung nicht ausgeschüttet wurden. Kinder, die per Kaiserschnitt auf die Welt kamen, haben zudem häufig Anpassungsschwierigkeiten. Nach einem Kaiserschnitt ist eine körperliche und psychische Schonung deswegen besonders wichtig. In dieser Zeit kann dann auch das Geburtserlebnis verarbeitet werden. Eine Großzahl der Kaiserschnitte stellen die Not-Kaiserschnitte dar, die nicht geplant waren und für Mutter und Kind häufig traumatisch sind.

    Die Bedeutung des Vaters im Wochenbett

    Nicht nur für Mutter und Kind ist die Ruhe im Wochenbett wichtig. Auch der Mann muss sich in seine Vaterrolle einfinden und kann wichtige Aufgaben übernehmen. Das geht besonders gut, wenn der Vater sich in den ersten Wochen des Wochenbetts Urlaub nimmt. Während das Baby die Mutter bereits gut kennt, sollte der Vater die Zeit im Wochenbett nutzen, um ebenfalls eine enge Bindung zum Kind aufzubauen. Indem der Vater die Mutter bei Aufgaben wie dem Wickeln entlastet, lernt er das Baby immer besser kennen. Wäsche waschen, kochen, das Erledigen von Formalitäten und das Putzen fallen im Wochenbett in den Aufgabenbereich des Vaters, damit die Mutter sich wirklich körperlich schonen kann.

    10 Tipps fürs Wochenbett

    1. Stillen verbraucht rund 500 kcal mehr am Tag und macht hungrig. Sorgt dafür, dass Ihr immer ausreichend zu Essen parat habt. Oft ist es schwer, mit Baby zu kochen. Empfehlenswert sind eingefrorene Gerichte oder Freunde und Familie, die zum Babybesuch ein warmes Mittagessen mitbringen. Im Internet finden Sie außerdem zahlreiche Rezepte für leckere und energiereiche Stillkugeln.
    2. Im Tragetuch oder einer Tragehilfe fühlen sich kleine Babys oft besonders wohl. Die Bewegungen und die Enge erinnern an die Zeit in der Gebärmutter. Hier profitieren gleich zwei – Mama hat die Hände frei und das Baby genießt den Schutz und die Nähe.
    3. Geburtsverletzungen können beim Toilettengang ganz schön schmerzen. Es hilft, beim Wasserlassen lauwarmes Wasser über die Verletzung laufen zu lassen.
    4. Auch nachts will das Baby natürlich stillen. In kompletter Dunkelheit fällt das aber gerade am Anfang noch schwer, die komplette Zimmerbeleuchtung stört jedoch den Schlaf. Die Lösung sind kleine Nachtlichter.
    5. Oma, Opa, Tante, Onkel, die beste Freundin – die Familie und Freunde wollen das Baby kennenlernen. Zu viel Besuch stört jedoch häufig die Ruhe im Wochenbett. Entscheiden Sie für sich, wie viel Besuch Sie empfangen wollen, ohne gestresst zu sein. Trauen Sie sich auch Nein zu sagen.
    6. Durch die richtige Betreuung im Wochenbett schaffen Sie es, sich zu schonen und so viel Zeit wie möglich mit dem Baby zu verbringen. Neben dem Partner können auch Freunde und die Familie in den Haushalt oder die Beschäftigung älterer Geschwister eingebunden werden. Hebammen der Mütterpflegerinnen kümmern sich um körperliche und emotionale Fragen der Mutter. Unter Umständen steht Ihnen sogar eine von der Krankenkasse bezahlte Haushaltshilfe zur Verfügung.
    7. Suchen Sie sich eine Beschäftigung fürs Wochenbett, wenn das Baby schläft. In den ersten Tagen schlafen Sie vermutlich noch viel mit dem Baby, doch manchmal kann das Schonen auch langweilig werden, denn Neugeborene schlafen bis zu 20 Stunden am Tag.  Suchen Sie sich Bücher raus, die Sie schon immer mal lesen wollten oder schauen Sie Ihre Lieblingsserie.
    8. Erstellen Sie eine Liste mit allen wichtigen Telefonnummern. In einem Notfall sind die Nummern der Hebamme, des Kinderarztes oder der Oma sofort parat.
    9. Vergessen Sie nicht, sich um alle Formalitäten zu kümmern. Beantragung von Elterngeld und Kindergeld, Anmeldung beim Standesamt, Meldung bei der Krankenkasse und eventuell weitere Anträge müssen erledigt werden. Behördengänge kann der Vater allein übernehmen, damit Mutter und Kind sich zu Hause schonen können.
    10. Um richtig entspannen zu können, kann es helfen, das Handy einfach mal abzuschalten. Es ist völlig okay, erstmal keinen Kontakt zur Außenwelt haben zu wollen, um den neuen Erdenbürger ausgiebig kennenzulernen.

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