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    U3 Untersuchung in der 4. bis 5. Lebenswoche

    In der 4. bis 5. Lebenswoche des Neugeborenen steht die dritte Früherkennungsuntersuchung U3 an. Dies ist meist die erste Untersuchung außerhalb der Entbindungsklinik beim eigenen Kinderarzt. Das Baby ist jetzt etwa einen Monat alt. Neben der körperlichen Untersuchung, wie einem Hüftultraschall ist bei der U3 auch die Überprüfung der Babyentwicklung Teil der Untersuchung. Gibt es besondere Belastungen, beispielsweise wenn das Baby viel schreit, weiß der Kinderarzt Rat.

    Die erste Untersuchung in der ärztlichen Praxis

    In den meisten Fällen finden die U1 und die U2 in der Entbindungsklinik statt, somit ist die U3 die erste Untersuchung in der Kinderarztpraxis. Denken Sie daran, rechtzeitig einen Termin für die Früherkennungsuntersuchung bei dem Kinderarzt Ihrer Wahl zu vereinbaren. Häufig findet das Kennenlernen zwischen der Familie und dem Arzt bei der U3 statt, das heißt, der Kinderarzt wird sich bei Ihnen und auch bei Ihrem Baby vorstellen.

    Die körperliche Untersuchung bei der U3 – Was wird gemacht?

    Bei der U3 wird das Baby körperlich gründlich vom Kinderarzt untersucht, damit Krankheiten oder Fehlbildungen frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Damit der Kinderarzt das Baby gut beurteilen kann, müssen die Eltern Ihr Baby entkleiden. Dabei beobachtet der Arzt den Umgang mit dem Baby und die Bindung und Kommunikation zwischen Eltern und Kind. Folgende Bereiche werden untersucht:

    • Haut (Hat das Baby Verletzungen? Ist die Haut entzündet? Ist die Haut verfärbt oder verändert?)
    • Oberkörper, Lunge und Atemwege (Gibt es beim Ausatmen ungewöhnliche Geräusche? Zieht das Baby auffällig Luft ein? Ist der Oberkörper normal angeordnet?)
    • Herz und Kreislauf (Sind Herzfrequenz, Rhythmus und Töne normal? Gibt es Herznebengeräusche?)
    • Bauch und Genitalien (Sind Leber und Milz normal? Hat das Baby einen Leistenbruch oder einen Nabelbruch? Ist der Bauchnabel verändert?)
    • Knochen, Muskeln und Nerven (Reagiert das Baby mit altersgemäßen Reflexen? Bewegt das Baby beide Körperhälften gleich? Hat das Baby einen Knochenbruch?)
    • Kopf (Ist die Kopfform normal? Ist die Fontanelle geöffnet? Ist ein Hämatom sichtbar?)
    • Mundhöhle, Kiefer, Nase (Sind die Schleimhäute auffällig? Kann das Baby gut durch die Nase atmen? Gibt es Verletzungen oder Veränderungen?)
    • Ohren (Sind Fehlbildungen zu erkennen?)
    • Augen (Gibt es sichtbare Auffälligkeiten? Wie fällt die Prüfung von durchfallendem Licht aus?)

    Zusätzlich zur ärztlichen Untersuchung befragt der Arzt auch die Eltern im Rahm der Anamnese, ob es Auffälligkeiten zum Beispiel beim Trinkverhalten oder der Stuhlfarbe gibt. Anhand einer Farbtafel kann die Stuhlfarbe beschrieben werden. Auch Erkrankungen innerhalb der Familie, welche weitervererbt werden können, werden erfragt.

    Bestimmung von Gewicht, Größe und Kopfumfang

    • Die Körpergröße von Jungen bei der U3 beträgt durchschnittlich 51,5 cm – 60,5 cm
    • Die Körpergröße von Mädchen bei der U3 beträgt durchschnittlich 50,5 cm – 59 cm
    • Das Gewicht von Jungen bei der U3 beträgt durchschnittlich 3400 g – 5600 g
    • Das Gewicht von Mädchen bei der U3 beträgt durchschnittlich 3200 g – 5300 g
    • Der Kopfumfang von Jungen bei der U3 beträgt durchschnittlich 35,8 cm – 40,3 cm
    • Der Kopfumfang von Mädchen bei der U3 beträgt durchschnittlich 35,8 cm – 39,4 cm

    Die Untersuchung der Entwicklung bei der U3 – Was muss das Kind können?

    Neben dem Gesundheitszustand wird auch der Entwicklungsstand des Babys vom Kinderarzt beurteilt. Aufschluss darüber bieten die Beurteilung der Grobmotorik, der Feinmotorik, der Kognition, der sozialen und emotionalen Kompetenzen und der Interaktion durch den Kinderarzt. Der Kinderarzt bestimmt, ob das Baby körperlich und geistig altersgerecht entwickelt ist. Entwicklungsauffälligkeiten sollen möglichst früh erkannt werden. Im ersten Jahr wird sich Ihr Kind sehr schnell entwickeln, schon im Alter von drei Wochen erreicht es die ersten Meilensteine der Babyentwicklung.

    Beurteilung der Grobmotorik

    Bei der U3, also in einem Alter von drei bis vier Wochen sollte das Baby in der Lage sein, seinen Kopf für wenige Augenblicke zu halten. Um dies zu überprüfen, hält der Kinderarzt das Baby in schwebender Bauchlage. Mindestens drei Sekunden sollte das Baby den Kopf halten können. In der Rückenlage sollte das Baby seinen Kopf mindestens zehn Sekunden in Mittelstellung halten können, ehe er wieder zur Seite kippt.

    Beurteilung der Feinmotorik

    Greifen kann das Baby zum Zeitpunkt der U3 zwar noch nicht, aber auch in den ersten Lebenswochen werden bereits die Grundsteine für die Feinmotorik gelegt. Der Kinderarzt beobachtet für die Beurteilung der Feinmotorik die Hände des Babys. Altersgemäß sind diese zu Fäustchen geschlossen, das Baby sollte dennoch in der Lage sein, die Hände spontan zu öffnen. Um dies zu überprüfen, kann der Arzt beispielsweise die Hand an den Außenseiten streicheln. Dieser Reiz führt dazu, dass das Baby die Hand öffnet.

    Beurteilung der Kognition

    Der Kinderarzt testet bei der U3 die Sinneswahrnehmung des Babys. Das Baby sollte in der vierten bis fünften Lebenswoche in der Lage sein, einem Gegenstand zu beiden Seiten bis mindestens 45 Grad zu folgen. Um dies zu testen, zeigt der Kinderarzt dem Baby einen spannenden Gegenstand, zum Beispiel eine kleine Rassel, den er im Sichtbereich des Babys zu beiden Seiten führt. In der Rückenlage kann das Baby dem bewegten Gegenstand zu beiden Seiten folgen. Um das Hörvermögen zu testen, läutet der Kinderarzt mit einem Glöckchen. Dabei beobachtet er die Reaktion des Babys.

    Beurteilung der sozialen und emotionalen Kompetenzen

    Auch die sozialen und emotionalen Kompetenzen eines Babys bilden sich bereits ab der Geburt aus. Babys haben evolutionsbedingt eine Vorliebe für menschliche Gesichter. In der vierten bis fünften Lebenswoche sollte das Baby aufmerksam in die Gesichter der Bindungspersonen schauen. Kurze Zeit kann es den Blickkontakt halten. Beim Umgang zwischen Eltern und Baby kann der Kinderarzt diese Kompetenz während der Untersuchung beobachten.

    Beobachtung der Interaktion

    Auch die Interaktion zwischen Eltern und Kind beobachtet der Kinderarzt bei der U3. Diese gibt Aufschluss über die allgemeine Stimmung sowie die Kommunikations- und Regulationsmöglichkeiten des Babys. Die Beobachtungen dienen auch als Grundlage für ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Eltern. Das Baby sollte in Anwesenheit der Eltern zufrieden wirken und auch bei Ansprache durch die Eltern offen und zugewandt bleiben. Es sucht Körperkontakt und wendet sich seiner Bezugsperson zu. Weint das Baby, sollte es sich durch seine Bezugsperson beruhigen lassen. Auf Reize wie besonders helles Licht, laute Geräusche und Berührungen sollte das Baby angemessen reagieren.

    Ärztliche Beratung bei der U3 – Zeit für Fragen

    Bei der U3 fragt der Kinderarzt Sie, ob Sie Auffälligkeiten im Alltag Ihres Babys bemerken. Dazu zählen zum Beispiel das Trinkverhalten, eine besonders schwerfällige Verdauung oder das Schlafverhalten. Eine präventive Beratung zu altersangepassten Themen deckt neben der körperlichen Vorsorge auch die soziale Vorsorge ab. Noch einmal berät der Kinderarzt Sie, wie bei der U2, zu den wichtigsten Themen. Dazu zählen der plötzliche Kindstod, das Stillen und die Ernährung und die Vitamin K-, Fluorid- und Vitamin D-Prophylaxe. Außerdem berät der Kinderarzt Sie zu den Themen Unfallverhütung, Umgang mit einem Schreibaby sowie Mundhygiene und klärt Sie erstmals über das Impfen auf. In Anlehnung daran schlägt er einen geeigneten Impftermin vor. Rund um alle Themen steht der Kinderarzt selbstverständlich für Fragen zur Verfügung. Das ausführliche Gespräch mit den Eltern gibt dem Kinderarzt die Möglichkeit, die gesundheitliche Situation des Babys noch besser beurteilen zu können.

    Besondere Belastungen bei der U3 ansprechen

    Das Leben mit einem Baby ist nicht immer leicht, das weiß auch der Kinderarzt. Manche Babys schreien abends stundenlang und die Eltern fühlen sich überfordert. Die U3 ist ein guter Zeitpunkt solche Probleme anzusprechen, um sich Tipps und Hilfe vom Experten zu holen. Dieser verschafft sich einen Überblick über die Betreuungssituation und besondere Belastungen innerhalb der Familie.

    Screening auf Hüftgelenksdysplasie und -luxation

    Eine Reifungsstörung an den Hüftgelenken, die zu einer Hüftgelenksdysplasie oder einer Hüftgelenksluxation führt, kommt statistisch gesehen häufig vor. Ungefähr 2 % aller Neugeborenen leiden unter einer solchen Fehlbildung. Präventiv wird bei der U3 ein für das Baby schmerzloser Hüftultraschall gemacht, um die Hüftstellung auszumessen und zu bewerten. Durch eine frühzeitige Behandlung dieser Fehlbildungen können Langzeitschäden, wie Probleme beim Krabbeln und Laufen, vermieden werden.

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