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    Was passiert in den Schwangerschaftswochen 1 – 3?

    Die ersten Schwangerschaftswochen – jetzt beginnt die große Reise der Schwangerschaft. Doch zu diesem Zeitpunkt sind Sie eigentlich noch gar nicht schwanger. Das Zählen der Schwangerschaftswochen beginnt mit dem neuen Zyklus, also dann, wenn die Menstruation einsetzt. Am Ende der zweiten Schwangerschaftswoche findet der Eisprung statt und die Eizelle wird befruchtet. In der dritten Schwangerschaftswoche nistet die befruchtete Eizelle dann in der Gebärmutter ein.

    Lesen Sie hier, wie sich das Baby und die Mutter in den ersten drei Schwangerschaftswochen entwickeln.

    Die Entwicklung des Kindes in der 1. bis 3. Schwangerschaftswoche

    Die Entwicklung des Kindes beginnt mit dem Eisprung. Dieser findet durchschnittlich am Zyklustag 14, also am Ende der 2. Schwangerschaftswoche statt. Der in den Eierstöcken herangereifte Leitfollikel, welcher mit Flüssigkeit gefüllt ist, in der sich die Eizelle befindet, öffnet sich und lässt die Eizelle frei. Die restlichen Follikel bilden sich hingegen zurück. In seltenen Fällen reifen zwei Follikel zur Sprungreife heran – zweieiige Zwillinge entstehen, solange beide Eizellen befruchtet werden.

    Wird eine Eizelle befruchtet entwickelt sie sich bis zum Ende der dritten Woche zu einer Zellkugel, auch Blastozyste genannt. Aus dem geplatzten Follikel entsteht der Gelbkörper, in dem die Hormone Östrogen und Progesteron gebildet werden. Das Progesteron ist für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und die Einnistung zuständig. Diese wichtige Funktion wird der Gelbkörper die ersten drei Monate der Schwangerschaft übernehmen.

    Größe und Gewicht des Babys in der 1. bis 3. Schwangerschaftswoche

    • Der sprungreife Follikel misst zwischen 18 mm und 36 mm
    • Die darin enthaltene Eizelle ist lediglich 0,11 mm bis 0,14 mm groß und mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen
    • Ende der dritten Woche besteht die Blastozyste aus circa 100 Zellen und misst konstant 0,1 bis 0,2 mm, da die Zellen mit jeder Teilung kleiner werden

    Befruchtung der Eizelle

    Der Samenerguss des Mannes enthält bis zu 420 Millionen Spermien. Circa 600 davon wandern bis in den Eileiter, doch nur eine wird die Eizelle erfolgreich befruchten. Zwar können mehrere Spermien in die äußere Eihülle vordringen, jedoch nur eine durchdringt die Membran der Eizelle. Daraufhin verschmilzt dessen Zellkern mit dieser.

    Schon jetzt werden viele vererbte Eigenschaften des Kindes, wie Geschlecht oder Haarfarbe festgelegt. Die 23 Chromosomen der Mutter in der Eizelle vereinen sich mit den 23 Chromosomen des Vaters aus dem Spermium. Zum ersten Mal teilt sich diese Zygote nach 30 Stunden. Danach erfolgt die Teilung alle 20 Stunden, erst sind es zwei Zellen, dann acht, dann 16 und so weiter. Während der Teilung wandert die Eizelle vom Eileiter in Richtung Gebärmutter.

    So entstehen Zwillinge

    Die meisten Zwillinge entstehen aus zwei Eizellen, die jeweils von einem anderen Spermium befruchtet werden. Es handelt sich um zweieiige Zwillinge.

    Ein Drittel der Zwillinge sind eineiig. Hier wird nur eine Eizelle von nur einem Spermium befruchtet. Meist teilt sich diese Eizelle bei der ersten Zellteilung in zwei separate voll entwicklungsfähige Eizellen, die sich unabhängig voneinander in der Gebärmutter einnisten. Findet die vollständige Teilung der Zellen später statt, teilen sich die monozygoten, also eineiigen Zwillinge auch die Plazenta. Findet die Teilung erst nach der Einnistung statt, teilen die beiden Babys sogar eine Fruchthöhle. Dies ist jedoch eine Seltenheit und kommt nur in unter einem Prozent der eineiigen Zwillingsschwangerschaften vor.

    Die Gesundheit der Mutter in der 1. bis 3. Schwangerschaftswoche

    In den ersten beiden Schwangerschaftswochen bereitet sich der Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Am Ende der zweiten Schwangerschaftswoche findet der Eisprung statt. Dieser ist Voraussetzung der Fruchtbarkeit. Die Gebärmutterschleimhaut bereitet sich auf die kommende Einnistung vor. Am Ende der dritten Woche findet schließlich die Einnistung statt. Erst nach der Einnistung kann es zu ersten Schwangerschaftsanzeichen und Symptomen kommen.

    Erste Schwangerschaftswoche beginnt mit der Regelblutung

    Rechnerisch beginnt die Schwangerschaft mit dem Einsetzen der Regelblutung. Dies lässt sich auf die Berechnung des Entbindungstermins zurückführen. Fand im vorangegangenen Zyklus keine Einnistung statt, sinkt der Progesteronspiegel und die Gebärmutterschleimhaut wird abgebaut. Durch das Einsetzen der Blutung werden die oberen Schichten der aufgebauten Schleimhaut abgestoßen, um die Gebärmutter zu reinigen und diese auf eine Einnistung vorzubereiten.

    Vorbereitung auf den Eisprung in der zweiten Schwangerschaftswoche

    In der ersten Zyklushälfte reifen die Eier in den Eierstöcken heran. Dies geschieht, wenn die Eierstöcke durch die Hormone LH und FSH stimuliert werden. Bereits nach der Regelblutung lassen sich auf dem Ultraschall mehrere Follikelbläschen erkennen, doch nur eines von ihnen kann mithilfe der Hormone eine reife Eizelle bilden.

    Platzt das reife Eizellbläschen, schießt es die Eizelle in den Eileitertrichter. Mithilfe von Flimmerhärchen wird die Eizelle durch den Eileiter transportiert, denn im Gegensatz zu den Spermien kann sich die Eizelle nicht selbstständig fortbewegen.

    Die Gebärmutter bereitet sich bereits auf die Empfängnis vor und baut eine Gebärmutterschleimhaut auf, in die sich die Blastozyste einnisten kann. Die Schleimhaut wird dicker und besser durchblutet. Gleichzeitig wird sie mit Nährstoffen angereichert.

    Zeit für die Einnistung in der dritten Schwangerschaftswoche

    Erreicht die Blastozyste die Gebärmutter mit der aufgebauten Schleimhaut kann sie sich darin einnisten. Das ist der Zeitpunkt des richtigen Schwangerschaftsbeginns, denn ab jetzt wird die befruchtete Eizelle von der Schleimhaut der Mutter versorgt. Die erste Verbindung entsteht. Die Einnistung, auch Nidation genannt, findet durchschnittlich am fünften bis sechsten Tag nach der Befruchtung der Eizelle statt. Dabei überdeckt die Schleimhaut die Blastozyste vollständig.

    Durch die Einnistung produziert der Körper das Schwangerschaftshormon hcG. Dieses signalisiert dem Körper, dass die Menstruation nicht eingeleitet wird. Aufgrund von einer schlechten Schleimhaut, Myomen oder Polypen in der Gebärmutter oder anderen Faktoren kann es vorkommen, dass die befruchtete Eizelle vom Körper abgestoßen wird. Auf dem Ultraschall ist in der dritten Woche bis auf die aufgebaute Schleimhaut noch nichts zu erkennen.

    Schwangerschafts-Symptome in der 3. Schwangerschaftswoche

    Für die ersten Schwangerschaftssymptome nach der Einnistung ist der veränderte Hormonhaushalt verantwortlich. Die chemischen Stoffe kontrollieren die Funktion von Zellen und Organen. Folgende Hormone führen zu folgenden Schwangerschaftssymptomen:

    • hcG – der steigende hcG-Wert führt zu Übelkeit im ersten Trimester.
    • Östrogen – das Hormon fördert eigentlich das Wachstum der Plazenta, verursacht aber auch Stimmungsschwankungen, eine besser Hautdurchblutung und schöneres Haar.
    • Progesteron – das Progesteron ist für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und die Einnistung wichtig, fördert gleichzeitig auch die Durchblutung in Brust und Becken. So kommt es zu Spannungsgefühlen in der Brust, häufigem Wasserlassen, Sodbrennen und Verdauungsstörungen. Es hat auch eine entspannende Wirkung und löst somit Erschöpfung und Stimmungsschwankungen aus.

    Besonders wichtig in der 1. bis 3. Schwangerschaftswoche

    • Während der Einnistung kann es zu einer sogenannten Nidationsblutung kommen. Frauen, die ihre Basaltemperatur nach dem Aufwachen verfolgen, können häufig feststellen, dass zu diesem Zeitpunkt die Temperatur absackt, um danach wieder in Hochlage zu sein.
    • Damit sich der Embryo nach der Einnistung einwandfrei entwickeln kann, ist die Einnahme von Folsäure wichtig. Diese ist in Obst, Gemüse und speziellen Tabletten enthalten.
    • Alkohol, Nikotin, andere Drogen und bestimmte Medikamente können nach der Einnistung dem Baby schaden. In den ersten Wochen der Schwangerschaft gilt das Alles-oder-nichts-Prinzip. Wird der Embryo durch die Mittel beschädigt, kommt es zu einer Fehlgeburt. Durch den Konsum steigt auch das Früh- oder Todgeburts-Risiko.

    Feststellung der Schwangerschaft noch nicht zuverlässig möglich

    Eine Schwangerschaft wird meist durch einen Urin-Test nachgewiesen. Dieser Test reagiert auf das vorhandene Schwangerschaftshormon hcG im Urin. Das hcG wird erst ab dem Moment der Einnistung vom Körper der Mutter produziert. Gängige Schwangerschaftstest in der Drogerie weisen eine Empfindlichkeit von 25 mU/ml auf. Das Blut-hcG ist etwa zwei Tage später im Urin nachweisbar.

    Daraus ergibt sich, dass der Nachweis der Schwangerschaft frühesten am zehnten Tag nach dem Eisprung, spätestens nach dem Ausbleiben der Regelblutung möglich ist. Macht man in der dritten Woche einen Schwangerschaftstest, ist es demnach möglich, dass dieser ein falsch negatives Ergebnis anzeigt. Die Konzentration des hcG ist zu diesem Zeitpunkt eventuell noch zu gering für die Empfindlichkeit des Tests.

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