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    Schuleingangsunter­suchung – Das erwartet Ihr Kind dort

    Der Schulanfang ist für jedes Kind auch der Anfang eines neuen Lebensabschnittes. Doch bevor es in der Schule losgeht, muss jedes Kind noch einmal zur Schuleingangsuntersuchung. Dort wird überprüft, ob die Kinder schulfähig sind, sowohl auf körperlicher und geistiger Ebene als auch auf sozialer. Dafür muss das Kind bei der Untersuchung verschiedenste Aufgaben bewältigen. Auf Grundlage der Ergebnisse des standardisierten Testverfahrens entscheidet der Arzt oder die Ärztin, ob das Kind bereit für die Schule ist oder erhöhten Förderbedarf hat.

    Schuleingangsuntersuchung durch die städtischen Gesundheitsämter

    Die Schuleingangsuntersuchung erfolgt meistens durch die städtischen Gesundheitsämter aber auch durch sozialmedizinische Assistenten entweder direkt im Gesundheitsamt oder im Kindergarten. Das Gesundheitsamt beauftragt einen Arzt mit der Einschulungsuntersuchung. Die Einladung zur Schuluntersuchung erhalten Sie entweder per Post oder persönlich bei der Schulanmeldung. Die Bestimmungen unterscheiden sich von Landkreis zu Landkreis.

    Die Schuleingangsuntersuchung ist Pflicht

    Jedes Kind hat das Recht auf eine gute Bildung und Entwicklung. Damit das Kind, wenn nötig, genügend gefördert werden kann, ist die Einschulungsuntersuchung in allen Bundesländern Pflicht. Dennoch variiert sie von Bundesland zu Bundesland in Länge und Inhalt. Auch die Eltern sind verpflichtet bei der Untersuchung dabei zu sein, damit eventuelle Fragen direkt geklärt werden können. Mitzubringen sind der Impfpass und das Kinder-Untersuchungsheft.

    Wann findet die Einschulungsuntersuchung statt?

    Die Schuleingangsuntersuchung findet im Jahr bevor das Kind eingeschult werden soll statt. Der Stichtag für die Einschulung liegt zwischen dem 30. Juni und dem 30. September, je nach Bundesland. Kinder, die bis zu diesem Tag 6 Jahre alt sind, werden in diesem Schuljahr eingeschult. Die Einschulungsuntersuchung erfolgt zwischen der Anmeldung an der Schule und dem Schulstart. Die Kinder sind zu diesem Zeitpunkt fünf oder sechs Jahre alt. Mit Absprache der Schule können Eltern ihr Kind auf Antrag vorzeitig in der Schule anmelden. Bei der vorgezogenen Einschulung wird bei der Untersuchung besonders auf die Schulfähigkeit geachtet.

    Was bringt die Schuleingangsuntersuchung? Ziele der Untersuchung

    Bei der Schuleingangsuntersuchung werden die Stärken und Schwächen des Kindes ermittelt. Die Kinder werden dazu hinsichtlich ihres Gesundheits- und Entwicklungsstands ärztlich untersucht. Besonders dann, wenn die Frage im Raum steht, ob das Kind bereit ist, in der Schule still zu sitzen und zu lernen, ist die Einschulungsuntersuchung eine wichtige Entscheidungshilfe. Für den Schulbesuch relevante Einschränkungen werden rechtzeitig erkannt. Eventuelle Entwicklungsverzögerungen, die in der Schule zu Problemen führen könnten, können schon vor dem Schulstart entdeckt werden. Durch entsprechende Fördermaßnahmen wie Ergotherapie oder Logopädie fällt der Schulanfang dann leichter. Während der Schulzeit können die Maßnahmen fortgeführt werden.

    Inhalte der Schuleingangsuntersuchung

    Um in der Schule erfolgreich zu sein, muss das Kind geistig und körperlich normal entwickelt sein. Es muss sich über einen gewissen Zeitraum konzentrieren und still sitzen können, um Schreiben zu lernen, muss es über einen gewissen Lernstand in der Feinmotorik verfügen, um dem Lernstoff folgen zu können, muss es kognitiv normal entwickelt sein. Der Arzt testet spielerisch die für das Alter typischen Entwicklungsstufen in den Bereichen:

    • Gesundheitliche Voraussetzungen
    • Körperliche und motorische Voraussetzungen
    • Sprachliche Voraussetzungen
    • Kognitive Voraussetzungen

    Gesundheitliche Voraussetzungen

    Kinder die gesund sind, können besser lernen. Die Untersuchung der Gesundheit ist zwar auch ein Teil der Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt, bei der Einschulungsuntersuchung werden aber noch mal die körperlich-gesundheitlichen Voraussetzungen speziell für die Schule getestet. So ist es wichtig, dass das Kind zum Beispiel gut sehen und hören kann, damit es in der Schule alles aufnehmen kann. Ist das nicht der Fall, kann vor dem Schulstart noch eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

    Bei der Schuluntersuchungen werden folgende Test durchgeführt und Informationen ausgewertet:

    • Hörtest
    • Sehtest
    • Gesundheitliche Vorgeschichte
    • Impfstatus
    • Größe und Gewicht des Kindes

    Körperliche und motorische Voraussetzungen

    Zwischen der körperlichen Entwicklung des Kindes und dessen Schulerfolg lässt sich ein Zusammenhang beobachten. Kinder mit einer guten Körperbeherrschung haben im gesamten Leben mehr Selbstvertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. Eine gut ausgeprägte Feinmotorik ist vor allem für das Schreibenlernen wichtig.

    Bei der Einschulungsuntersuchung erwarten die Kinder folgende Aufgaben:

    • Auf einem Bein hüpfen, auf einer Linie gehen oder andere einfache Bewegungsabläufe
    • Korrekte Stifthaltung

    Sprachliche Voraussetzungen

    Damit das Kind in der Schule schreiben und lesen lernen kann, muss es gewisse sprachliche Voraussetzungen erfüllen. Kinder, die Probleme mit der Grammatik, dem Wortschatz oder anderen Sprachkompetenzen haben, denen wird das Lernen in der Schule nicht nur im Deutschunterricht schwerer fallen. Um den Unterricht zu verstehen und sich einbringen zu können, muss das Kind über ein bestimmtes Sprachverständnis verfügen. Werden bei der Einschulungsuntersuchung Defizite im Bereich der Sprache festgestellt, kann das Kind in der Schule von Anfang an sprachlich gefördert werden.

    Im Bereich der Sprache sollte das Kind folgende Fähigkeiten aufweisen:

    • Den eigenen Namen schreiben
    • Sätze oder Wörter merken und wiedergeben
    • Oberbegriffe für Alltagsgegenstände finden
    • Verschiedene sprachliche Laute korrekt aussprechen
    • Grammatik korrekt anwenden
    • Wortschatz ist altersentsprechend

    Kognitive Voraussetzungen

    Zu den kognitiven Voraussetzungen für die Schule werden eine differenzierte Wahrnehmung, sowohl im Bereich des Sehens als auch des Hörens, bestimmte Gedächtnisleistungen, die Fähigkeit zum logischen Denken und mengen- und zahlenbezogenes Vorwissen gezählt. Der Lernstoff in der Schule baut auf diesem Vorwissen und der Voraussetzungen auf.

    Folgende Aufgaben muss das Kind bei der Schuleingangsuntersuchung erfüllen:

    • Bis 10 zählen
    • Nach einer Vorlage ein Bild malen
    • Formen und Farben erkennen und benennen

    Soziale Voraussetzungen

    Nicht nur körperlich und geistig muss ein Kind fit für die Schule sein, wichtig sind auch die sozialen Voraussetzungen. Um erfolgreich in der Schule zu lernen, muss das Kind Motivation und Anstrengungsbereitschaft aufweisen, sich ausreichend lange konzentrieren können, angstfrei in die Schule gehen, die Fähigkeit besitzen, die Aufmerksamkeit selbstständig zu steuern sowie unabhängig von Erwachsenen agieren können. Das Lernen in der Schule ist dann besonders erfolgreich, wenn das Kind gerne und mit einem guten Gefühl lernen kann.

    Folgende Sachen werden bei der Einschulungsuntersuchung betrachtet und bewertet:

    • Anweisungen entsprechend umsetzen
    • Reaktion auf unbekannte Menschen
    • Konzentrationsfähigkeit des Kindes

    Eltern sollten sich bei der Einschulungsuntersuchung zurückhalten

    Bei der Einschulungsuntersuchung geht es ausschließlich um die Fähigkeiten des Kindes. Die Selbstständigkeit des Kindes sollte zum Schulbeginn so weit entwickelt sein, dass es unabhängig von der Zuwendung Erwachsener ist. In der Schule muss das Kind ihm gestellte Aufgaben zum Großteil allein erledigen. Auch bei der Schuleingangsuntersuchung sollten die Aufgaben deswegen selbstständig vom Kind gelöst werden, damit der Arzt oder die Ärztin einen umfassenden Blick über die individuelle Entwicklung des Kindes erhält. Eltern sollten sich bei der Schuleingangsuntersuchung zurückhalten. Auch wenn das Kind bei der Untersuchung nicht alle Aufgaben lösen kann, ist das nicht schlimm. Es geht hierbei nicht um eine Bewertung oder Kategorisierung. Jedem Kind sollen zum Schulstart die besten Chancen gegeben werden, bei Bedarf mit spezieller Förderung. Alle Fördermaßnahmen kommen Ihrem Kind zugute.

    Auf die Schuleingangsuntersuchung vorbereiten?

    Beim Einschulungstest gibt es kein Versagen. Kein Kind kann durch die Untersuchung durchfallen. Es ist deswegen auch nicht nötig, das Kind speziell auf diese Untersuchung vorzubereiten. Es soll lediglich geprüft werden, ob das Kind, so wie es ist, schulreif ist oder ob spezielle Fördermaßnahmen sinnvoll sind, um dem Kind bessere Chancen zu ermöglichen. Vorbereitungen würden das Kind nur zu stark unter Druck setzen und wohlmöglich das Ergebnis verfälschen. Sie können Ihrem Kind sagen, was es bei der Einschulungsuntersuchung erwartet, sollten jedoch keinerlei Erwartungen an Ihr Kind stellen. Es geht nicht darum, dass ein Kind bei dem Test perfekt abschneidet, der Arzt oder die Ärztin soll sich ein möglichst authentisches Bild von dem Kind machen können.

    Das Ergebnis der Schuleingangsuntersuchung

    In einem abschließenden Gespräch werden die Eltern über die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung informiert. Rund 75 % der Kinder sind schulfähig und vollkommen unauffällig. Die Schuleingangsuntersuchung ist ein standardisiertes Verfahren, welches zuverlässige Ergebnisse hervorbringt. Das Ergebnis ist sowohl für Eltern und Kind als auch für die Schule und sogar als Basis für Statistiken relevant. Es erfolgt eine Einschätzung der generellen Schulfähigkeit. Stellt sich während der Einschulungsuntersuchung heraus, dass das Kind nicht schulfähig ist, kann es von der Einschulung zurückgestellt werden. Einschränkungen oder Erkrankungen erfordern jedoch meist nur einen erhöhten Förderbedarf.

    Standardisiertes Verfahren bringt zuverlässige Ergebnisse

    Damit geprüft werden kann, ob ein Kind altersgerecht entwickelt ist, liegt der Schuleingangsuntersuchung ein standardisiertes Verfahren zugrunde. Die zusammengefassten Ergebnisse der letzten Jahre gelten als Basis der Untersuchung. Ihr Kind wird so mit einem Mittelwert und den Abweichungen der Kinder verglichen, die in den vergangenen Jahren diesen Test ebenfalls absolviert haben. Der Arzt oder die Ärztin sind es gewohnt, solche Untersuchungen durchzuführen. Sie wissen, dass die kleinen Vorschulkinder oft noch aufgeregt oder schüchtern sind. In den meisten Fällen ist die Einschätzung der Ärzte oder Ärztinnen trotzdem zutreffend.

    Erhöhter Förderungsbedarf

    Das Ergebnis der Schuleingangsuntersuchung zeigt, ob das Kind in irgendeiner Weise Förderung oder Unterstützung in der Schule benötigt. Sei es in Form von einer Brille, in Form von Sprachförderung oder in Form einer Schulbegleitung. Sowohl für Kind und Eltern als auch für die Schule und die Lehrer ist es gut zu wissen, was das Kind braucht, bevor Schwierigkeiten in der Schule auftreten. Von Anfang an kann mit Unterstützung geplant werden, um dem Kind die besten Chancen in der Schule zu ermöglichen. Die Eltern werden vorher darüber informiert, welche Informationen über das Kind die Schule erhält. Diese Informationen dürfen nur schulrelevante Informationen, welche die Schulfähigkeit des Kindes betreffen, sein.

    Zurückstellung der Einschulung

    Ist das Kind noch nicht altersentsprechend entwickelt und beispielsweise noch sehr kindlich, kann eine Zurückstellung vom Schulbesuch für ein Jahr in Erwägung gezogen werden. Die Ärzte entscheiden gemeinsam mit der Schulleitung in Beratung mit den Eltern über die etwaige Zurückstellung eines Kindes. Das Kind hat dann noch ein Jahr Zeit sich entsprechend zu entwickeln, damit ein besserer Schulstart gewährleistet werden kann. Heutzutage werden nur noch sehr wenige Zurückstellungen vorgenommen. Meist betrifft dies nur Kinder mit schweren gesundheitlichen Problemen.

    Die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchung als Basis für Statistiken

    Die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung dienen nicht nur der individuellen Einschätzung eines Kindes, sondern sind auch als Basis für Statistiken relevant. Deswegen ist es wichtig, dass nicht nur die Daten von auffälligen Kindern erhoben werden. Werden die Daten aller Kinder erhoben, entsteht ein umfassendes Bild des gesamten Jahrgangs. Für den statistischen Überblick werden die jeweiligen Daten anonymisiert ausgewertet. Mithilfe der angelegten Statistik kann eine Aussage über die Gesundheit des Jahrgangs getroffen werden. Die Statistik dient ebenso als Vergleichswert für nachfolgende Jahrgänge.

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