- Werbung -
  • Home
  • Baby
More

    Schnuller für Babys – Das sollten Sie beachten

    Egal, ob Schnuller, Nuckel, Didi oder Nuki genannt, ist er ein häufiger Begleiter in den ersten Lebensjahren eines Kindes. In diesem Ratgeber finden Sie alle Infos und Tipps zur Benutzung eines Schnullers. Welche Vor- und Nachteile bringt das Nuckeln an einem künstlichen Sauger mit sich? Wie gewöhnt man das Baby an den Nuckel und wie wird man ihn wieder los? Welcher Schnuller ist der Beste für Babys? Wie pflegt man den Nuki? Diese und viele weitere Fragen gilt es zu beantworten.

    Warum wir Babys einen Schnuller geben

    Noch im Bauch der Mutter entwickeln Babys den Saugreflex. Sie lutschen an Fingern und Zehen, um sich auf das spätere Stillen vorzubereiten und sich zu beruhigen. In den ersten drei Monaten ist das Saugbedürfnis eines Neugeborenen besonders stark, denn er versichert eine regelmäßige Nahrungsaufnahme. Zudem werden beim Nuckeln Endorphine ausgeschüttet. Diese helfen dem Baby sich selbst zu regulieren, zur Ruhe zu kommen und Stress abzubauen. Babys, die nach Bedarf gestillt werden, können ihr Saugbedürfnis grundsätzlich an der Brust befriedigen. Doch gibt man ein Fläschchen oder die Mutter braucht eine Pause und möchte nicht ständig stillen, kann ein Schnuller dieses Saugbedürfnis befriedigen. Saugen ist wie Essen oder Schlafen ein Grundbedürfnis von kleinen Kindern, welches bis zum 7. Lebensjahr bestehen kann.

    Schnuller unterscheiden sich in Form, Größe und Material

    Sieht man sich in der Babyabteilung in der Drogerie um, wird eine Vielzahl an verschiedensten Schnullern angeboten. Man hat die Wahl zwischen kirschförmigen, symmetrischen oder kiefergerechten Modellen aus Latex oder Silikon. Das Alter des Babys bestimmt die Größe. Doch es stellt sich die Frage, welcher Schnuller ist für das Baby am besten geeignet? Nicht jedes Baby akzeptiert jeden Nuckel, sodass zunächst getestet werden muss, welcher Schnuller angenommen wird.

    Nuckel in den unterschiedlichsten Formen

    Kirschform, symmetrische Form oder kiefergerechte Form – welche ist wohl die geeignetste für Babys empfindlichen Mund? Ein Nuckel in Kirschform ist so gestaltet, dass er der Brustwarze der Mutter am meisten ähnelt. Das gefällt Babys natürlich am Besten. Schnuller passen sich jedoch aufgrund der Festigkeit, anders als die Brustwarze, nicht dem Mund an. Solange keine Zähne vorhanden sind, ist dies kein Problem. Für die Entwicklung des Kiefers und der Zähne ist die kiefergerechte Form optimal. Ein Mittelmaß mit einfacher Handhabung und einer abgeflachten Form sind die symmetrischen Schnuller.

    • Schnuller in Kirschform werden durch die runde Form vom Baby bevorzugt und beugen Saugverwirrungen vor, da sie der Brustwarze ähneln
    • Schnuller in der symmetrischen Form liegen immer richtig herum im Mund und sind deswegen einfach in der Handhabung. Die abgeflachte Form minimiert den Druck auf die Zähne und beugt somit eine Verschiebung der Zähne vor.
    • Schnuller in der kiefergerechten Form wurden von Zahnärzten entwickelt und sollen Zahnfehlstellungen wie einen Überbiss verhindern, manche Babys akzeptieren solche Schnuller wegen des Sauggefühls jedoch nicht.

    Die richtige Wahl des Materials beim Schnuller

    Beim Kauf eines Schnullers haben die Eltern die Wahl zwischen Modellen aus Latex oder aus Silikon. Beide Materialien haben sich über lange Zeit bewährt und bieten unterschiedliche Vorteile. Die richtige Wahl ergibt sich aus den Vorlieben von Eltern und Kind.

    Schnuller aus Latex

    Latex Schnuller mit goldbrauner Färbung werden aus Naturkautschuk hergestellt. Das Material ist besonders weich und dennoch beißfest. Ein Latex-Schnuller eignet sich also auch, wenn das Kind mit den Zähnen schon auf dem Schnuller herumkaut und wird durch die weiche Beschaffenheit gut angenommen. Das Naturprodukt altert jedoch stark und wird nach einiger Zeit porös, besonders wenn häufig mit Wärme sterilisiert wird.

    Schnuller aus Silikon

    Silikon wird industriell gefertigt. Wärme hat keinen Einfluss auf das Material, deswegen kann ein Silikon-Schnuller beliebig oft sterilisiert werden, ohne dass sich die Beschaffenheit verändert. Das geruchs- und geschmacklose Silikon ist jedoch härter als Latex und lässt sich leichter durchbeißen. Um Gesundheitsrisiken zu vermeiden, müssen sie auch bei kleinsten Beschädigungen ausgetauscht werden.

    Welche Schnuller Größe ist die Richtige für mein Baby?

    Schnuller sind in drei verschiedenen Größen erhältlich. Die Größen beziehen sich auf Altersangaben. Es gibt Modelle für Kinder zwischen 0-6 Monaten, 6-18 Monaten und 18-36 Monaten. Sowohl Sauger als auch das Schild verändern sich jeweils. Allerdings vergrößert sich die Brustwarze der Mutter nicht mit ansteigendem Alter des Kindes. Ein größerer Sauger ist für ein größeres Kind einfacher zu fassen, nimmt aber auch mehr Platz im Mund ein und verformt so den weichen Kiefer stärker, als ein kleineres Modell. Somit sollte auch für ältere Kinder möglichst die kleinste Saugergröße gewählt werden.

    Welcher Nuckel ist der Beste für mein Baby?

    Egal, wie viele Gedanken sich Eltern im Voraus über die Wahl eines geeigneten Schnullers machen, wählt noch immer das Baby das Modell, welches ihm am besten gefällt. Die Hersteller preisen Ihre Produkte stets als das Beste an, doch nur das Baby kann entscheiden, welcher Schnuller sein Saugbedürfnis am besten befriedigt. Grundsätzlich gilt, dass der Schnuller möglichst weich und flexibel sein sollte sowie einen kleinstmöglichen Durchmesser im Lippenbereich haben sollte. Wichtig ist, darauf zu achten, dass das Schild des Schnullers so groß ist, dass dieser nicht im gesamten verschluckt werden kann. Ideal ist ein möglichst kleiner Sauger mit dem größtmöglichen Schild.

    Vorteile von Schnullern

    Das Saugbedürfnis eines Babys muss gestillt werden, entweder durch die stillende Mutter oder den Nuckel.  Voll gestillte Babys brauchen zu größten Teilen keinen künstlichen Sauger. In einigen Situationen bietet der Schnuller wichtige Vorteile, etwa wenn die Mutter nicht stillen kann oder Entlastung braucht. So birgt der Schnuller vornehmlich für die Eltern Vorteile.

    Ein Schnuller ist für Flaschenkinder besonders wichtig

    Das Saugbedürfnis geht über das Saugen beim Trinken hinaus. Stillkinder trinken nicht nur an der Brust, sondern nuckeln stellenweise nur. Durch eine bestimmte Art zu saugen, fließt keine Milch. Man nennt dies non-nutritives Saugbedürfnis. Dieses Nuckeln ist an einer Milchflasche nicht möglich. Die Konstruktionsart der Milchflasche lässt die Milch bei jedem Saugen fließen. Es ist für Flaschenkinder nicht möglich an der Flasche zu nuckeln, ohne dass die Milch fließt. Das Saugbedürfnis geht jedoch über das Hungerbedürfnis hinaus. Um dieses zu stillen, ist ein Schnuller nötig.  

    Entlastung für die stillende Mutter durch den Nuckel

    Manche Mütter können oder wollen nicht den ganzen Tag über für das Baby zur Verfügung stehen, um das Saugbedürfnis zu stillen. Damit auch Papa, Oma oder ein Babysitter das Baby beruhigen und in den Schlaf begleiten kann, ist ein Nuckel nützlich. Es ist okay, wenn die Mutter in den anstrengenden Babymonaten eine Pause braucht und die Verantwortung teilt. Bevor sich das Baby Alternativen wie den Daumen sucht, ist der Schnuller die beste Lösung.

    Der Schnuller bei Frühchen

    Wird es Baby zu früh geboren, hat es meist einen schweren Start ins Leben. In solchen Situationen ist der Gebrauch eines Schnullers mehr als berechtigt. Die Eltern sollten sich nicht rechtfertigen müssen, warum sie einen Schnuller für ihr Frühgeborenes nutzen, denn er hat eine wichtige therapeutische Wirkung. Frühchen sind oft zu schwach zum Saugen an der Brust. Damit wichtige Beruhigungsschleifen aktiviert werden können, ist das nuckeln essenziell, denn Frühgeborene sind meist Stress und Schmerzen ausgesetzt.

    Schnullern ist besser als Daumenlutschen

    Nuckelt ein Baby an seinem Daumen, der unflexibler als ein Schnuller oder gar die Brustwarze ist, führt dies häufig zu schwerwiegenden Zahnfehlstellungen. Ein offener Biss und eine gestörte Zungenmotorik können die Folge sein, die zu Problemen beim Essen und Sprechen führen. Bevor das Baby sein Saugbedürfnis mittels Daumen stillt, weil keine Alternative zur Verfügung steht, ist der Einsatz eines Nuckels, der kiefergerechter als der Daumen ist, besser.

    Nuckeln schützt vor SIDS

    Viele Eltern haben große Angst vor dem plötzlichen Kindstod. Es gilt in Studien als bewiesen, dass Nuckeln allgemein eine wirkende Präventionsmaßnahme ist. Das Nuckeln reduziert den Stress des Kindes, der negative Auswirkungen hat. Diese protektive Wirkung bezieht sich ausschließlich auf das Schlafen und den Einschlafprozess, nicht auf den allgemeinen Gebrauch am Tage. Zudem zeigt der Schnuller als Prävention gegen den plötzlichen Kindstod nur bei nicht-gestillten Kindern eine Wirkung. Stillen ist die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor dem plötzlichen Kindstod.

    Nachteile von Schnullern

    Beim Gebrauch des Nuckels sollte immer bewusst sein, dass es sich um eine unnatürliche Alternative aus Plastik zur Brust handelt. Auch wenn sich das Bild eines Babys mit Schnuller im Mund in unserer heutigen Gesellschaft etabliert hat, ist dies nicht der natürliche Zustand. Das natürliche Nuckeln an der Brust ist gesünder und nicht umsonst warnen Experten vor den Folgen beim falschen Gebrauch eines Schnullers.

    Der Schnuller beeinflusst Kiefer und Zähne

    Betrachtet man den Gebrauch des Schnullers aus ärztlicher Sicht, lassen sich gesundheitliche Risiken feststellen. Wenn die ersten Zähnchen kommen, können Schnuller zu Zahnfehlstellungen führen. Generell ist der Kiefer von Kindern, wie alle Knochen des Körpers noch weich und formbar. Wird wegen des Schnullers der Mundschluss nicht erreicht, kann auch die Zunge Ihre Position am Gaumen nicht einnehmen. Dies kann zu einer myofunktionellen Störung führen, die auch logopädische Schäden mit sich bringt. Durch den Druck auf die empfindlichen Zähne kann der Schnuller zudem Zahnfehlstellungen hervorrufen, gerade wenn er über das dritte Lebensjahr hinaus genutzt wird.

    Saugverwirrung durch den Schnuller

    Das Saugen an einem Schnuller oder einer Flasche unterscheidet sich stark von dem Saugen an der Brust. In der Still-Lernphase der ersten vier bis sechs Wochen fällt es einigen Kindern schwer zwischen Sauger und Brust zu wechseln. Dies kann zu einer Saugverwirrung führen. Das Baby lernt durch den häufigen Schnullergebrauch nicht, wie es an der Brust effektiv saugen kann. Bei der Mutter führt das falsche Saugen an der Brust zu Schmerzen und wunden Brustwarzen. Zudem wird durch das Saugen das Hormon Prolaktin ausgeschüttet, welches den Milchspendereflex und die Milchproduktion anregt. Nuckelt das Baby häufig an einer externen Quelle, kann die Milchproduktion in einigen Fällen nicht ausreichend aktiviert werden und die Mutter produziert nicht genügend Muttermilch. Dies kann im schlimmsten Fall zum Abstillen führen.

    Schnullerkinder sind infektanfälliger

    Auch bei richtiger Pflege haften schon nach kürzester Zeit Bakterien und Pilze an dem Nuckel, die beim Gebrauch den Weg in den Babymund finden. Die mütterliche Brust hingegen verfügt über eine Strategie der Selbstreinigung. Über den Schnuller können demnach Krankheiten übertragen werden. Auch die erschwerte Mundatmung, die ein Schnuller begünstigt, erhöht die Infektanfälligkeit. Ein Zusammenhang zwischen dem übermäßigem Gebrauch eines Schnullers und wiederkehrenden Mittelohrentzündungen besteht ebenfalls. Starkes Nuckeln gehört zu den Risikofaktoren einer Mittelohrentzündung.

    Schnuller sind eine Verletzungsgefahr bei Bewegung

    Wird das Saugebedürfnis eines Babys auf natürliche Weise über das Stillen befriedigt, befindet sich das Kind in einem ruhigen Zustand. Keinesfalls rennt, spielt oder krabbelt es. Bei Aktivität des Kindes ist der Gebrauch eines Nuckels ebenfalls nicht nötig, sogar kontraproduktiv, denn er birgt Verletzungsgefahr. Fällt das Kind mit Schnuller im Mund, so kann dieser starke Verletzungen an Zähnen, im Mund und im gesamten Gesicht hervorrufen.

    Schnuller beeinflussen die Beziehung zwischen Eltern und Kind

    Hat das Baby sich wehgetan, ist es überfordert oder einfach nur müde, beruhigt man es häufig mit dem Nuckel. Die schnelle Beruhigung verleitet dazu, dem Baby auch in anderen Situationen, in denen kein Saugbedürfnis besteht, den Schnuller anzubieten. Statt zu trösten und in Beziehung und Kommunikation mit dem Kind zu treten, wird das Baby mithilfe des Schnullers beruhigt. Die Mimik und der Sprachgebrauch werden durch den Schnuller beim Kind verhindert.

    Suchtgefahr und Intelligenzminderung durch den Nuckel?

    Eltern haben immer wieder Angst vor schwerwiegenden Folgen durch den Gebrauch eines Schnullers. In Studien  haben Wissenschaftler herausgefunden, dass ein negativer Zusammenhang zwischen dem häufigen Schnullern und der Intelligenz im Erwachsenenalter besteht. Dieser wird so interpretiert, dass Kinder die häufig einen Schnuller nutzen, anders in das soziale Umfeld mit den Eltern integriert sind. Auch ein Zusammenhang zwischen Suchtverhalten im Erwachsenenalter und dem häufigen Schnullergebrauch im Kindesalter kann nachgewiesen werden. Weitere Einflussfaktoren können hierbei allerdings ebenfalls eine Rolle spielen. Solche Studien sagen nicht aus, dass jedes Kind, welches einen Schnuller benutzt automatisch dümmer ist als eines, welches ausschließlich gestillt wurde.

    Die 7 wichtigsten Schnuller-Regeln

    1. Der Schnuller sollte erst nachdem sich die Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind eingespielt hat, gegeben werden.
    2. Der Schnuller sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn das Baby wirklich ein Saugbedürfnis hat.
    3. Aufgrund der Verletzungsgefahr sollte niemals mit einem Schnuller im Mund gespielt und getobt werden.
    4. Beim Sprechen sollte der Schnuller aus dem Mund genommen werden.
    5. Es sollte die kleinstmögliche Größe gewählt werden, um Kieferfehlstellungen zu vermeiden.
    6. Das Benetzen des Schnullers mit Honig oder sogar Alkohol ist gefährlich und sollte unterlassen werden.
    7. Möchte das Baby keinen Schnuller und spuckt diesen aus, sollte es auf keinen Fall dazu gezwungen werden, sich mithilfe des Schnullers zu beruhigen.

    Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Schnuller?

    Als Eltern will man die Nachteile und die Gesundheitsrisiken des Schnullers möglichst gering halten. Dies kann man vor allem dann, wenn man den Einsatz des Nuckels gut durchdenkt und hinterfragt. Allem voran die Dosierung des Schnullers ist ausschlaggebend, um übermäßiges Nuckeln zu verhindern. Fast ausschließlich entstehen Risiken aus dem zeitlich falschen Gebrauch, etwa wenn das Kind zu früh oder zu lange nuckelt.

    Ab wann sollte man Babys einen Schnuller geben?

    Neugeborene wissen instinktiv, wie sie an der Brust trinken müssen, haben sie es im Mutterleib bereits geübt. Trotzdem muss sich eine gute Stilltechnik zunächst einspielen. Das Baby muss die Zunge so ansetzen, dass die Mutter keine Schmerzen beim Stillen hat. Auch die Milchmenge wird durch das Saugverhalten des Säuglings bestimmt. An einem Schnuller ist die Saugtechnik anders als an der Brust. Erst wenn sich Milchmenge und Stilltechnik bei Mutter und Kind problemlos eingespielt haben, sollte ein Schnuller gegeben werden. In der Regel dauert dies sechs bis acht Wochen. 

    In welchen Situationen braucht das Baby den Schnuller wirklich?

    Um Schäden am Kiefer, den Zähnen und der Kommunikation zwischen dem Kind und der Umgebung vorzubeugen, sollte der Schnuller so wenig wie möglich und so häufig wie nötig zum Einsatz kommen. Das Dauernuckeln führt zu lang anhaltenden Nachteilen für das Baby. Die Dosis ist das Gift. In Situationen, in denen das Baby ein Saugbedürfnis hat, kann der Schnuller gegeben werden. Hat das Baby allerdings Hunger, ihm ist langweilig, es hat Angst und möchte eigentlich in die Nähe einer Bezugsperson, sollte man es nicht durch den Schnuller ruhigstellen, sondern andere Alternativen anbieten. Auf keinen Fall sollte der Nuckel schon einmal vorsichtshalber gegeben werden oder aus Gewohnheit.

    Der Schnuller während der Nacht

    Beim Einschlafen haben Babys und Kleinkinder ein großes Saugbedürfnis. Da das Saugen die Beruhigungsschleifen im Gehirn aktiviert, fällt dem Baby das Einschlafen leichter. Erreichen die Kinder den Bewusstseinszustand des ruhigen Schlafs, fällt der Schnuller meist aus dem Mund. Dieser Zustand ist nach rund 20 Minuten erreicht. Das Nuckeln über diesen kurzen Zeitraum ist völlig bedenkenlos. Der Schnuller sollte aber nicht wieder in den Mund des Babys gesteckt werden. Dauernuckeln über die gesamte Nacht, meist schläft ein Baby über 10 bis 12 Stunden, kann zu Gesundheitsschäden führen.

    Die richtige Schnullerpflege

    Auf Schnullern bilden sich bereits nach kürzester Zeit Bakterien- und Pilzrasen. Ist der Schnuller einmal in den Dreck gefallen, sollte er dem Baby nicht mehr angeboten werden. Bakterien und Pilze können nur durch die richtige Pflege, durch das Sterilisieren abgetötet werden. Nach einigen Wochen sollten die entsprechenden Schnuller ausgetauscht werden. 

    Den Nuckel richtig sterilisieren

    In den ersten Monaten ist das Sterilisieren besonders wichtig, da das Baby noch nicht über wichtige Abwehrkräfte verfügt. Täglich sollten alle Sauger keimfrei gereinigt werden. Kommt das Baby mit etwa sechs Monaten in die orale Phase und steckt sich selber Sachen in den Mund, um diese zu entdecken, hat sich das Immunsystem so weit ausgereift, dass sich die Reinigungsintervalle verlängern können. Mindestens einmal die Woche oder nach Bedarf sollte dann sterilisiert werden. Zur Sterilisation des Schnullers gibt es verschiedene Methoden:

    • Dampfsterilistatoren wurden extra für das Sterilisieren von Schnullern entwickelt und töten sämtliche Organismen zuverlässig ab. Der Schnuller wird gleichzeitig gereinigt.
    • Für die Sterilisation in der Mikrowelle gibt es spezielle Behälter. Die Strahlen erhitzen den Schnuller auf so hohe Temperaturen, dass Bakterien und Pilze absterben.
    • Durch das Auskochen des Schnullers in einem klassischen Kochtopf sterben nach 5 Minuten ebenfalls alle Keime. Es sollte ein spezieller Topf verwendet werden, in dem nicht gekocht wird.
    • Schnuller lassen sich auch mit kaltem Wasser und entsprechenden Reinigungstabletten steril reinigen – ein Vorteil, wenn gerade kein Herd oder Strom zur Verfügung steht.

    Warum man den Schnuller regelmäßig wechseln sollte

    Schnuller werden bevor sie auf den Markt kommen eingehend geprüft, damit sich keine schädlichen Stoffe lösen. Hersteller empfehlen dennoch einen Austausch des Schnullers nach ein bis zwei Monaten. Nach dieser Zeit ist das Herauslösen von schädlichen Substanzen aus dem Schnuller möglich. Der Latex- wie Silikonsauger sollte bei kleinsten Materialschäden wie Rissen sofort nach Bedarf ausgetauscht werden, ansonsten besteht ebenfalls die Gefahr, dass sich Stoffe aus dem Sauger herauslösen. Auch eine Verletzungsgefahr ist dann gegeben.

    Als Eltern den Schnuller ablecken – oder lieber nicht?

    Der Schnuller fällt beim Spaziergang auf den Boden. Säubern, kurz ablecken und wieder in Babys Mund oder lieber doch nicht? Bei der Frage, ob Eltern den Schnuller ihres Kindes ablecken dürfen, streiten sich die Experten. Einerseits reduziert das Ablecken des Nuckels das Allergierisiko, da das kindliche Immunsystem durch die elterlichen Mikroorganismen angeregt wird. Andererseits enthält der Speichel der Erwachsenen Kariesbakterien, die sich auf das Kind übertragen könnten. Dies ist jedoch nicht, ausreichend nachgewiesen.

    Den Schnuller wieder abgewöhnen

    Gewöhnen die Eltern dem Kind das Saugen an einem Schnuller an, so liegt es auch an ihnen, dem Kind dies wieder abzugewöhnen. In den Babymonaten hat die Abkürzung der Beruhigung mittels des Schnullers einige Situationen erleichtert. Bei der Abgewöhnung wartet wiederrum eine teils nervenaufreibende Zeit.

    Der richtige Zeitpunkt der Abgewöhnung des Schnullers

    Ab einem Alter von etwa zwei Jahren, wenn Kinder das Sprechen lernen, sollte der Schnuller nur noch nachts eingesetzt werden, denn zu diesem Zeitpunkt macht die Sprachentwicklung einen großen Sprung. Mit Schnuller im Mund lernen Kinder schwerer sprechen und kommunizieren. Aussprache und Artikulation werden von dem Schnuller behindert. Gerade Zischlaute können nicht korrekt gebildet werden. Ab einem Alter von etwa drei Jahren sollte der Schnuller gänzlich abgewöhnt werden. Bis zu dieser Zeit können sich etwaige Kieferfehlstellungen noch verwachsen. Ab dem vierten Lebensjahr etablieren sich Zahn- und Kieferfehlstellungen wie der offene Biss jedoch. Sie müssten im späteren Verlauf durch das Tragen einer Zahnspange und Logopädie wieder korrigiert werden. Viel früher sollte der Schnuller jedoch auch nicht abgewöhnt werden, um das Saugbedürfnis des Babys noch zu stillen. Das richtige Alter zur Abgewöhnung liegt demnach zwischen zwei und drei Jahren.

    Schnuller abgewöhnen braucht Zeit

    Die Abgewöhnung des Schnullers ist ein Prozess, der Zeit braucht. Nimmt man den Schnuller dem Kind von einem Tag auf den anderen ohne Vorbereitung weg, wird es sich erstens Alternativen wie den Daumen suchen und zweitens wird dadurch das Vertrauen des Kindes missbraucht. Bei einem drastischen Entzug verstehen die Kinder nicht, warum der geliebte Nuckel plötzlich weg ist. Besser ist ein Ausschleichen über zwei bis drei Wochen. Die Zeit, in der der Schnuller zur Verfügung steht, werden von Tag zu Tag reduziert, bis man sich mit einem Abschiedsritual von ihm verabschiedet.

    Tipps für einen sanften Abschied vom Nuckel

    • In einem Alter von zwei oder drei Jahren versteht das Kind die Worte der Eltern schon sehr genau. Erklären die Eltern, warum der Schnuller weg muss, verstehen die Kinder den Prozess und kooperieren besser.
    • Kindgerechte Bücher zum Thema Schnuller Abgewöhnung helfen ebenfalls das Verständnis des Kindes zu aktivieren. Vielleicht möchte es den Schnuller sogar selbstständig abgeben.
    • Mithilfe der Zahnfee oder einem anderen Abschiedsritual fällt der endgültige Abschied leichter. Die Zahnfee nimmt den Nuckel für immer mit und legt stattdessen ein kleines Geschenk unter das Kopfkissen.
    • Auch ein Zahnarzt oder Kieferorthopäde kann bei der Abgewöhnung helfen. Die Expertenmeinung beeindruckt auch Kinder. Der Schnuller kann nach der Reduzierung der Schnullerzeiten gleich in der Praxis verabschiedet werden.
    • Bei schwierigen Fällen hilft eine Mundvorhofplatte bei der Abgewöhnung. Das spezielle Gerät beeinflusst das Zahnwachstum positiv und sieht durch das Schild ähnlich wie ein Schnuller aus.

    Babyentwicklung im 4. Monat

    Das Baby hat nun gelernt, nach Dingen zu greifen. Im vierten Monat baut es diese Fähigkeit aus und macht sie sich zu...

    U3 Untersuchung in der 4. bis 5. Lebenswoche

    In der 4. bis 5. Lebenswoche des Neugeborenen steht die dritte Früherkennungsuntersuchung U3 an. Dies ist meist die erste Untersuchung außerhalb der...

    U8 Untersuchung im 46. bis 48. Monat

    Bald wird Ihr Kind vier Jahre alt, dann steht auch die U8 Untersuchung an. Wie bei allen anderen Vorsorgeuntersuchungen sind Sie als Eltern sicherlich...

    Babyentwicklung im 10. Monat

    Immer häufiger orientieren sich Babys im zehnten Monat im Raum nach oben. Nach und nach entdecken sie zunächst, dass sie sich an Dingen hochziehen...

    Babyentwicklung im 1. Monat

    Gerade erst geboren, steht bei Babys in den ersten vier Lebenswochen vor allem eines im Vordergrund – die Anpassung an die Umwelt. Das Baby...

    J1 Untersuchung mit 12 bis 14 Jahren

    Bei der J1 handelt es sich um die erste Vorsorgeuntersuchung für Jugendliche. Im Alter von 12 bis 14 Jahren überprüft der Kinderarzt die körperliche...