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    Pille – Wirkung, Nebenwirkung, Einnahme

    Sie ist und bleibt der Star unter den Verhütungsmitteln: die Pille. Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit etwa 150 Millionen Frauen mit der Antibabypille verhüten. Damit entscheidet sich mehr als jede zweite Frau für die Pille, wenn es um Verhütung geht. Doch das Medikament birgt auch Risiken. Nicht wenige Frauen berichten von Nebenwirkungen wie Depressionen, sexueller Unlust oder Thrombose. Doch die extremen Nebenwirkungen der Pille sollen nur selten vorkommen.

    Erfahre mehr über Nebenwirkungen der Pille, ihre Wirkungsweise und Sicherheit. Auch verraten wir Dir hier, wie Du sie richtig anwendest und wann Du sie besser meidest.

    Was ist die Pille?

    Die Pille ist ein Verhütungsmittel, das auf der Wirkung eines oder mehrerer Hormone basiert. Sie ist auch unter der Bezeichnung Antibabypille bekannt. Vor allem junge Frauen verwenden die Pille, um sich vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen.

    In Deutschland sind etwa 50 verschiedene Pillenpräparate erhältlich. Als Frau kannst Du zwischen verschiedenen Wirkstoffen wählen und auch in der Zusammensetzung der einzelnen Medikamente gibt es Unterschiede.

    Pille Wirkung

    Die Wirkung der Pille basiert auf diesen 3 Prinzipien:

    • Unterdrückung des Eisprungs (nur bei östrogenhaltigen Pillen)
    • Verdickung des Schleims im Gebärmutterhals
    • Ungenügender Aufbau der Gebärmutterschleimhaut

    Die Hormone der östrogenhaltigen Pillen (Kombipillen) bewirken, dass die Eizelle im Zyklus nicht ausreift und demzufolge auch nicht springt. Das heißt, es wird keine Eizelle aus dem Eierstock in den Eileiter freigegeben und steht dort auch nicht für eine Befruchtung zur Verfügung. Bei der östrogenfreien Pille mit Gestagen wird der Eisprung nicht gehemmt.

    Unter dem Einfluss der Pille verdickt sich außerdem der Schleim im Gebärmutterhals. Dadurch können Spermien nicht so leicht in die Gebärmutter eindringen, um die Eizelle zu befruchten.

    Und zuletzt: Die Tablette verhindert, dass sich die Gebärmutterschleimhaut ausreichend aufbaut. So wird verhindert, dass sich eine befruchtete Eizelle darin einnisten kann.

    Arten von Pille

    Es gibt verschiedene Arten der Pille auf dem Markt. Das sind:

    • Die Kombipille (Mikropille)
    • Die Gestagenpille (Minipille)

    Die Kombipille

    Die Kombipille kombiniert 2 Wirkstoffe miteinander und zwar ein Östrogen mit einem Gestagen. Diese Pille wird auch als Mikropille bezeichnet, da sie lediglich über einen geringen Anteil an Östrogen verfügt. Als Östrogen verwendet man in der Tablette entweder das Hormon Ethinylestradiol oder Estradiol. Als Gestagen kommt häufig das Hormon Levonorgestrel zum Einsatz.

    Die Minipille

    Die Minipille oder auch Gestagenpille setzt allein auf das Hormon Gestagen. Sie ist eine östrogenfreie Pille, weshalb sie gerade für Frauen, die aufgrund eines erhöhten Thromboserisikos östrogenhaltige Präparate nicht verwenden dürfen, interessant ist.

    Bei der Minipille kann die Frau zum Beispiel zwischen Präparaten mit dem Gestagen Levonorgestrel (2. Generation der Antbabypille), Desogestrel (3. Generation), Nomogestrolacetat oder Dienogest (4. Generation) wählen.

    Ein-Phasen-Pille vs. Mehr-Phasen-Pille

    Bei der Ein-Phasen-Pille ist in jeder Tablette der Packung exakt die gleiche Wirkstoffmenge enthalten. Bei der Mehr-Phasen-Pille hingegen, die es nur für die Kombipille gibt, ist die Zusammensetzung des enthaltenen Östrogens und Gestagens in einzelnen Zeitintervallen unterschiedlich. Dadurch soll die Hormongabe besser an den natürlichen Zyklus der Frau angepasst werden.

    Nebenwirkungen Pille

    Glaubt man der Forschung und den Frauenärzten sind schwere Nebenwirkungen der Pille äußerst selten. Von der Mehrheit der Frauen soll die Antibabypille gut vertragen werden. Dennoch, die Liste möglicher Nebenwirkungen ist lang und manche Nebenwirkung möchte man für eine sichere Verhütung vielleicht nicht in Kauf nehmen. Denn bei der Anwendung der beliebten Tablette steigt das Risiko für:

    • Übelkeit, Erbrechen
    • Durchfall
    • Bauchschmerzen
    • Appetitstörungen, Gewichtszunahme, Gewichtsverlust
    • Kopfschmerzen
    • Schwindel, Benommenheit
    • Brustspannen
    • Stimmungsschwankungen
    • Depression
    • Innere Unruhe
    • Hautprobleme, z.B. Ausschlag, Akne
    • Augenbeschwerden wie trockene Augen, schlechteres Sehen
    • Haarausfall
    • Bluthochdruck
    • Übermäßiger Haarwuchs
    • Wassereinlagerungen (Ödeme)
    • Erhöhte Blutfettwerte
    • Häufige Scheideninfektionen (z.B. Scheidenpilz)
    • Regelschmerzen
    • Schwächere oder ausbleibende Blutung, Zwischenblutung
    • Geringere Lust auf Sex
    • Gewichtszunahme
    • Thrombose
    • Schlaganfall
    • Herzinfarkt

    In kritischeren Büchern zum Thema Pille und ihre Nebenwirkungen findet man weitere Nebenwirkungen. Dabei soll die Pille beispielsweise für folgende Beschwerden verantwortlich sein, die auch in vereinzelten Studien belegt werden konnten:

    • Darmflorastörungen (Unverträglichkeiten, Allergien)
    • Erhöhtes Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn)
    • Funktionsstörungen der Schilddrüse (z.B. Unterfunktion)
    • Gehirnveränderungen mit Folgen wie Vergesslichkeit, Problemen mit der Impulskontrolle und der Entscheidungsfindung
    • Überlastung der Leber

    Da diese gesundheitlichen Probleme auch durch andere Faktoren ausgelöst werden können, bleibt weiter zu erforschen, ob allein die Pille diese Beschwerden hervorruft. Womöglich kommen hier auch mehrere Faktoren zusammen. So können auch Stress, eine ungesunde Ernährungsweise, Umweltgifte, Bewegungsmangel, etc. diese Symptome begünstigen.

    Pille und Depression

    Dass die Pille eine Depression auslösen kann, ist wissenschaftlich bewiesen. Allerdings gibt es hier eine unklare Studienlage, zu welchem Grad das Risiko erhöht ist. So kommen einige Studien zu dem Schluss, dass durch die Antibabypille das Risiko für eine Depression lediglich leicht erhöht ist. Andere Studien hingegen berichten von einer recht verbreiteten Nebenwirkung.

    So fanden Forscher der Universität Kopenhagen in einer großangelegten Studie mit über 1 Million Frauen heraus, dass bei Frauen zwischen 20 und 34 Jahren das Risiko für eine Depression um 40 % höher sein soll als bei Frauen, die nicht mit der Pille verhüten.

    Das höhere Depressionsrisiko ist gleich mehreren Faktoren geschuldet. Zum einen soll die Pille einen Mangel an Vitamin B6, Jod und Vitamin C begünstigen. Fehlen diese Nährstoffe, fühlen wir uns antriebslos und miesepetrig. Zudem ist Vitamin B6 für die Bildung des Gehirnbotenstoffs Serotonin wichtig. Gibt es zu wenig Vitamin B6, kann nicht ausreichend von unserem Glückshormon produziert werden.

    Zum anderen soll das Gestagen in der Pille zu einem Mangel an Progesteron führen, das für unser seelisches Wohlbefinden aber ebenfalls enorm wichtig ist.

    Drittens wird durch die Pille das Testosteron unterdrückt, wodurch eine Frau sich ebenfalls antriebslos fühlen und schlecht gelaunt sein kann. Auch ist nachgewiesen, dass die Pille einen dauerhaft erhöhten Cortisol-Spiegel fördert. Das wiederum birgt nicht nur viele Gefahren für unsere körperliche Gesundheit, sondern auch für unser seelisches Gleichgewicht.

    Blutungen trotz Pille

    Zuweilen kann es bei der Einnahme der Pille zu Zwischenblutungen kommen. Als Ursache dieser Nebenwirkung kommen eine eingeschränkte Aufnahme der Hormone, Einnahmefehler oder der Wechsel zu einem anderen Präparat in Betracht. Auch kann die anfängliche Gewöhnung an die Pille zu einer solchen Blutung führen.

    Diese Zwischenblutung macht sich als abgeschwächte Blutung bemerkbar oder als sogenannte Schmierblutung. Zwischenblutungen treten zwischen 2 regulären Periodenblutungen auf und sind in der Regel ungefährlich. Bei der Schmierblutung kannst Du einen bräunlichen Ausfluss feststellen.

    Hast Du einen Pillenzyklus durchlaufen und tritt im Anschluss daran eine Blutung ein, dann ist das die sogenannte Hormonentzugsblutung. Diese ist dann als die eigentliche Periodenblutung anzusehen und ist erwünscht. Diese Nebenwirkung entsteht, weil Du plötzlich keine Hormone mehr zu Dir nimmst.

    Pille und Thrombose (Blutgerinnsel)

    Das Risiko für Thrombose ist für eine Frau, die mit Pille verhütet höher als für eine Frau, die nicht-hormonell verhütet. Dies bezieht sich auf alle Präparate der Pille. Insbesondere gilt es aber für Pillen mit Östrogen und für die mit einem Gestagen der jüngeren Generation wie Drospirenon, Gestoden, Dienogest oder Desogestrel. Wird mit einem Gestagen der ersten Stunde gearbeitet, etwa mit Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat, kannst Du das Risiko gegenüber den Gestagenen der jüngeren Generation um knapp die Hälfte senken.

    Insgesamt soll die Nebenwirkung Thrombose aber nur selten vorkommen. Bei der östrogenfreien Pille mit dem Wirkstoff Levonorgestrel bekommen statistisch gesehen maximal 7 von 10.000 Frauen eine Venenthrombose.

    Wichtig ist, dass Dein Frauenarzt Dich über die Risiken der Pille aufklärt. Es gibt diverse Faktoren, die zusätzlich zur Pille das Risiko für eine Thrombose erhöhen. Dazu gehören etwa das Rauchen, Übergewicht oder eine familiäre Vorbelastung. Hier gilt es, Risiko und Nutzen abzuwägen und sich im Zweifel für eine der hormonfreien Verhütungsmethoden zu entscheiden.

    Ab wann wirkt die Pille?

    Laut einschlägigen Fachportalen bietet die Antibabypille eine Empfängnisverhütung bereits ab dem ersten Tag der Einnahme. Dafür musst Du allerdings direkt am 1. Tag der Periode mit der Pille starten. Nimmst Du sie erst ab dem 2. oder 3. Tag Deiner Menstruationsblutung, bist Du die nächsten Tage noch nicht geschützt. Für die Zeit solltest Du dann noch mit einem anderen Verhütungsmittel wie dem Kondom verhüten.

    Wie sicher ist die Pille?

    Wie sicher ein Verhütungsmittel ist, gibt der sogenannte Pearl-Index an. Der Pearl-Index für die Kombipille liegt bei 0,1 bis 0,9. Das bedeutet, dass laut Studien von 1000 Frauen, die 1 Jahr lang mit der Pille verhütet haben, bei 1 bis 9 Frauen eine Schwangerschaft eingetreten ist. Zum Vergleich: Ein Kondom besitzt einen Pearl-Index von 2 bis 12. Das heißt, bis zu 12 Frauen von 100, die mit einem Kondom verhütet haben, wurden im Laufe eines Jahres schwanger.

    Schwanger trotz Pille – Wann die Wirkung der Pille eingeschränkt ist

    Kommt es trotz der Einnahme der Pille zu einer Schwangerschaft, kann es dafür unterschiedliche Gründe geben. So können neben Einnahmefehlern bestimmte Erkrankungen die Wirkung der Tablette herabsetzen. In den folgenden Fällen kann die Pille ihre Wirksamkeit verlieren:

    • Pille einmal oder mehrmals vergessen
    • Eine oder mehrere Pillen verspätet eingenommen
    • Nach Pillenpause nicht direkt mit der nächsten Packung gestartet
    • Durchfall oder Erbrechen bis zu 3 Stunden nach Einnahme der Pille gehabt (Infekt, Morbus Crohn)
    • Einnahme eines anderen Medikaments, das Wirkung der Pille herabgesetzt hat

    Pille und Durchfall

    Musst Du innerhalb von 3 Stunden nach Einnahme der Pille erbrechen, bietet Dir die Tablette keinen wirksamen Schutz vor einer Schwangerschaft mehr. Gleiches gilt, wenn Du während dieser Zeit Durchfall hast. Denn erst nach 3 Stunden wurde der Wirkstoff der Antibabypille vom Körper aufgenommen, sodass Du auf eine empfängnisverhütende Wirkung vertrauen kannst.

    Diese Medikamente können die Wirksamkeit der Pille mindern

    Bei folgenden Medikamenten kann die Wirkung der Antibabypille vermindert sein, sodass eine Schwangerschaft unter Umständen möglich ist:

    • Bestimmte Antibiotika
    • Johanniskraut und Johanniskrautpräparate
    • Abführmittel
    • Einige Antiepilektika (Mittel gegen Krampfanfälle bei Epilepsie)
    • Bestimmte Rheumamittel (mit Wirkstoff Etoricoxib)
    • Trizyklische Antidepressiva (Imipramin)
    • Aprepitant (Mittel gegen Übelkeit in Chemotherapie)
    • Aknemittel mit Wirkstoff Isotretinoin
    • Antimykotikum Griseofulvin (Anti-Pilz-Mittel)
    • HIV-Mittel Ritonavir

    Antibiotika und Pille

    Musst Du Antibiotika einnehmen, ist bei der Pille Vorsicht geboten. Denn bestimmte Antibiotika können die Wirkung der Pille herabsetzen. Das gilt zum Beispiel für:

    • Ampicillin
    • Sulfonamide
    • Penizillin
    • Doxycyclin
    • Metronidazol
    • Tetrazykline
    • Rifampicin
    • Neomycin
    • Cephalosporine
    • Chloramphenicol
    • Fusidinsäure
    • Nitrofurantoin

    Antibiotika können den Empfängnisschutz herabsetzen, weil sie Übelkeit begünstigen, die die Einnahme der Pille für die Betroffene unmöglich macht oder zu Erbrechen führt. Bleibt die Pille weniger als 3 Stunden im Verdauungstrakt, wurde der Wirkstoff noch nicht vollständig aufgenommen.

    Außerdem kann durch Antibiotika das Hormon Progesteron schneller in der Leber abgebaut werden, sodass davon nicht mehr ausreichend vorhanden ist, damit die Pille wirken kann.

    Gegenanzeigen – Für wen ist die Pille nicht geeignet?

    Frauen mit diesen Erkrankungen wird dringend von der Anwendung der Pille abgeraten:

    • Bluthochdruck über 160/100 mmHG
    • Andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Thrombophilie (erhöhte Neigung zu Blutgerinnseln)
    • Lungenhochdruck
    • Blutgerinnungsstörungen
    • Diabetes mit Gefäßschäden oder schwer einstellbarer Diabetes
    • Extremes Übergewicht (BMI über 40)
    • Erhöhte Blutfettwerte mit Gefäßproblemen
    • Erkrankungen der Leber (Tumor, Gelbsucht, Leberschäden)
    • Stoffwechselstörungen
    • Akute Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
    • Essstörungen
    • Starke Migräne
    • Brustkrebs
    • Frauen über 35, die über 20 Zigaretten täglich konsumieren

    Pille Einnahme

    Die Anwendung der Pille variiert von Präparat zu Präparat – je nachdem, ob Du eine Kombipille oder eine Minipille nehmen möchtest.

    Einnahme der Kombipille

    Wenn Du eine Kombipille einnehmen willst, dann nimmst Du 21 Tage lang täglich 1 Tablette. Nach 21 Tagen machst Du dann eine Pillenpause, die 7 Tage andauert. In dieser Zeit tritt eine Blutung ein.

    Es gibt aber auch Pillenpräparate, bei denen Du die Pille auch in der eigentlichen Pillenpause weiternimmst. Dabei handelt es sich dann aber um 7 Placebo-Tabletten ohne jedweden Wirkstoff. Sie sollen Dir dabei helfen, weiterhin täglich an die Pille zu denken.

    Bei der Kombipille gibt es aber auch Präparate, an denen Du an 24 Tagen eine Hormon-Pille einnehmen musst und dann 4 Tage lang wirkstofffreie Tabletten.

    Einnahme der Minipille

    Anders als bei der Kombipille wird die Minipille (Gestagenpille) durchgängig eingenommen. Es gibt hier also keine Pillenpause. Je nach Präparat nimmst Du täglich 1 Tablette je nach Präparat für 28 oder 35 Tage. Dann beginnst Du mit der neuen Packung.

    Vor allem bei der Minipille musst Du darauf achten, die Tablette immer etwa zur gleichen Uhrzeit zu nehmen. Denn nur so bist Du sicher vor einer Schwangerschaft geschützt. Du darfst sie höchstens 3 Stunden nach der regulären Einnahmezeit einnehmen, da sonst die Verhütung nicht mehr sicher ist.

    Die Ausnahme: Pillen mit dem Wirkstoff Desogestrel. Bei diesen Präparaten kannst Du die Einnahme noch bis zu 12 Stunden nachholen und bist dann noch ausreichend geschützt.

    Pille Kosten

    Eine Frau ab 22 Jahren muss die Kosten für die Pille selbst tragen. Diese belaufen sich für eine Dreimonatspackung auf etwa 20 bis 40 Euro. Am günstigsten ist im Verhältnis gesehen die 6-Monatspackung. Diese ist für um die 80 Euro zu haben. Für die Pille benötigst Du ein Rezept von Deinem Frauenarzt. Dann kannst Du sie in der Apotheke kaufen.

    Wenn Du unter 22 Jahre alt bist, brauchst Du die Pille nicht bezahlen. Das übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen für Dich. Zwischen 18 und 21 Jahren zahlst Du lediglich die Rezeptgebühr von 5 bis 10 Euro.

    Pille vergessen

    Pille vergessen? Das kommt vor und ist auch nicht weiter tragisch. Hole die Einnahme fristgerecht nach, um den Empfängnisschutz zu sichern.

    Bei der Kombipille hast Du dafür 12 Stunden Zeit. Bei der Minipille sind es in den meisten Fällen nur 3 Stunden. Die nächsten Tabletten werden dann wieder zur gewohnten Zeit eingenommen. Ist die maximale Einnahmezeit bereits verstrichen, nimm die vergessene Pille dennoch. Auch wenn dies bedeutet, 2 Pillen auf einmal zu schlucken.

    Gehe auf Nummer sicher und nutze in dem Zyklus, in dem die Pille vergessen wurde, zusätzlich noch ein anderen Verhütungsmittel. Dies gilt bei der Kombipille vor allem dann, wenn Du die Einnahme in der 1. oder 2. Woche nach der Pillenpause vergessen hast. Dann ist das Risiko für eine Schwangerschaft besonders hoch.

    Mehr zum Thema Pille vergessen, kannst Du hier lesen.

    Pille danach als letztes Verhütungsmittel nach ungeschütztem Sex

    Hast Du die Pille einmal oder mehrere Male vergessen und hattest ungeschützten Geschlechtsverkehr? Dann ist die Pille danach das letzte Mittel, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Die Pille danach kannst Du noch 3 bis 5 Tage nach dem ungeschützten Sex nehmen. Du bekommst sie rezeptfrei in der Apotheke.

    Mehr zum Thema Pille danach, erfährst Du hier.

    Pille absetzen

    Du willst die Pille absetzen? Dafür gibt es mehrere Gründe.

    1. Du willst schwanger werden und verzichtest deswegen auf künstliche Hormone.
    2. Du möchtest die Pille wechseln, weil Du vielleicht mit unerwünschten Nebenwirkungen kämpfst.
    3. Du willst überhaupt keine Hormone mehr nehmen und ein hormonfreies Verhütungsmittel ausprobieren. Als hormonfreie Alternativen bieten sich neben dem Kondom die Kupferspirale oder die Kupferkette an. Auch natürliche Verhütungsmethoden (NFP = natürliche Familienplanung) erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

    Wenn Du schwanger werden möchtest, ist es sinnvoll Deinen Zyklus genauer zu beobachten. Dazu kannst Du jeden Morgen nach dem Aufwachen Deine Temperatur messen. Dies machst Du mit einem Thermometer, das Deine Temperatur auf 2 Stellen nach dem Komma genau anzeigt. Auf die Art erfährst Du, wann Dein Eisprung stattfindet.

    Die Temperatur ist in der 1. Zyklushälfte niedriger als in der 2. Um den Eisprung herum steigt sie dann sprunghaft an und verharrt dann in der 2. Zyklushälfte auf hohem Niveau. Mit dieser Methode erfährst Du auch, wie lang Dein Zyklus ist. Die Spannbreite reicht von 24 bis 35 Tagen. Das ist von Frau zu Frau verschieden.

    Pille absetzen Nebenwirkungen

    Wenn Du die Pille absetzt, muss sich Dein Körper erstmal daran gewöhnen, den Zyklus wieder allein zu regeln. Die Hormone, die den Eisprung auslösen, dürfen sich jetzt wieder in vollem Umfang bilden. In dieser Umstellungsphase, die durchaus mehrere Monate andauern kann, kannst Du folgende Symptome an Dir bemerken:

    • Ausbleibende Periode
    • Zwischenblutungen
    • Unregelmäßige Periode (verlängerter Zyklus)
    • Unreine Haut (z.B. Pickel)
    • Kreislaufprobleme
    • Gewichtsabnahme
    • Stimmungsschwankungen
    • Zunahme der sexuellen Lust
    • Haarausfall

    Vorteile des Absetzens der Pille: Du musst die leichteren und schwereren Nebenwirkungen der Pille nicht mehr fürchten bzw. nicht mehr ertragen. Häufige Begleiterscheinungen der künstlichen Hormone wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder eine Depression verschwinden, sobald Du das Präparat abgesetzt hast und der Körper sich der künstlichen Hormone entledigt hat.

    Pille und Alkohol

    Keine Angst: Nur weil Du die Pille nimmst, heißt das nicht, dass Du fortan abstinent leben musst. Die Wirksamkeit der Pille bleibt auch unter Alkoholeinfluss bestehen. Wenn Du die Tablette also regelmäßig einnimmst, darfst Du in Maßen auch etwas trinken.

    Problematisch ist Alkohol aus einem anderen Grund: Wenn Du trinkst, steigt die Gefahr, die Pille zu vergessen. Außerdem kann es vorkommen, dass man zu viel trinkt und sich übergeben muss. Wenn dies innerhalb von 3 Stunden nach Einnahme der Pille geschieht, geht die empfängnisverhütende Wirkung verloren. Auch bei Durchfall aufgrund von zu viel Alkohol bist Du nicht mehr geschützt.

    Wenn Du diese Dinge im Hinterkopf behältst, darfst Du Dich aber auch mit Pille getrost den dionysischen Freuden hingeben.

    Pille und rauchen

    Wenn Du viel rauchst – also mehr als 20 Zigaretten pro Tag – solltest Du grundsätzlich auf die Pille verzichten. Denn dann hast Du ein erhöhtes Risiko für eine Thrombose. Das ist ein Blutgerinnsel, das sich bilden kann und durch den Körper wandert. In der Folge droht ein Schlaganfall oder eine Lungenembolie. Raucherinnen haben im Vergleich zu Nichtraucherinnen ein mehrfach erhöhtes Thromboserisiko. Das gilt übrigens bereits ab 10 Zigaretten täglich.

    Dabei darfst Du nicht vergessen, dass die Pille für sich genommen – also auch ohne Rauchen – schon das Thromboserisiko steigert.

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