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    Muttermilch – Das Wunderwerk der Natur

    Nach der Geburt können Babys noch keine feste Nahrung aufnehmen. Der weibliche Körper bildet zur Ernährung Muttermilch, um das Überleben des Nachwuchses zu sichern. Die Muttermilch passt sich individuell an den Säugling an, deswegen verändert sich die Zusammensetzung ständig. Dem Baby wird so nicht nur Energie geliefert. Die Muttermilch hat auch gesundheitstechnisch viele Vorteile. In diesem Artikel erfahren Sie, warum die Muttermilch so gesund für Babys ist, wie sie sich zusammensetzt, was die Muttermilch beeinflusst und wie man sie sonst noch verwenden kann.

    Zusammensetzung der Muttermilch

    Generell setzt sich die Muttermilch aus Nährstoffen sowie anderen spezifischen Inhaltsstoffen zusammen. Angepasst an das Baby verändert sie sich je nach Alter des Babys, im Tagesverlauf, je nach Zustand der Mutter und des Babys und sogar im Verlauf einer Stillmahlzeit. Man unterscheidet drei Phasen – das Kolostrum vom ersten bis zum dritten Lebenstag des Babys, die Übergangsmilch vom vierten bis zum 14. Lebenstag und die reife Muttermilch ab dem 15. Lebenstag.

    Nährstoffe in der Muttermilch

    In den Milchdrüsen der Brüste der stillenden Mutter werden die einzelnen Nährstoffe in Milch umgewandelt. Reife Muttermilch enthält circa 1,1 g Eiweiß pro 100 Milliliter Muttermilch. Die Eiweiße sind besonders leicht verdaulich. 4 g Fett pro 100 Milliliter enthält die Muttermilch durchschnittlich. Sie liefert dem Baby wichtige Energie, die es zum Wachsen braucht. Die Zusammensetzung zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren schwankt je nach Ernährung der Mutter. Der Gehalt von Kohlenhydraten in Form von Laktose beträgt 7 g pro 100 Milliliter. Zu rund 87% besteht die Muttermilch aus Wasser. Insgesamt kommt die Muttermilch so auf einen Gehalt von rund 75 kcal pro 100 Milliliter Muttermilch. Besonders nach dem 4. Lebensmonat haben viele Eltern Angst, die Kinder könnten durch die Muttermilch nicht satt werden. Ein Möhrenbrei enthält hingegen nur circa 40 kcal und liefert viel weniger Energie, als die Muttermilch.

    Spezifische Inhaltsstoffe in der Muttermilch

    Neben den Nährstoffen enthält die Muttermilch eine Reihe weiterer Inhaltsstoffe. Dazu zählen Mineralien, Vitamine, Hormone, Wachstumsfaktoren, Immunglobuline, Zytokine, Enzyme sowie Prä- und Probiotika. Durch die Muttermilch erhält das Baby alle Vitamine, die es braucht in perfekt abgestimmter Konzentration. Die Konzentration der Mineral- und Spurenelemente schwankt je nach Ernährung der Mutter. Alle wichtigen Elemente sind jedoch in der Milch enthalten und können in dieser Form gut verarbeitet werden. Da das Immunsystem des Neugeborenen noch unreif ist, schützen vor allem antibakterielle und antientzündliche Stoffe das Baby.

    Der Vitamin-D Gehalt in der Muttermilch

    Im ersten Lebensjahr wird von Kinderärzten dazu geraten, Vitamin D zu supplementieren. Grundsätzlich enthält auch Muttermilch eine geringe Menge Vitamin D, die trotz geringer Konzentration gut aufgenommen werden kann und wasserlöslich ist. Jedoch bilden viele Erwachsene aufgrund des Lebensstils und der geografischen Lage Deutschlands selbst nicht ausreichend Vitamin D. Das Vitamin wird über die Haut bei Sonneneinstrahlung gebildet. In unseren nördlichen Klimazonen kann oft nicht genügend Vitamin D gebildet werden, gerade dann nicht, wenn ein Großteil der Zeit in geschlossenen Räumen verbracht wird. Ist die Mutter nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt, kann dieses auch nicht ausreichend in der Muttermilch vorhanden sein und muss zusätzlich verabreicht werden. Ein Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko einer Rachitis und auch das Risiko für Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Krebs, Diabetes und Osteoporose.

    Muttermilch testen lassen

    Auch Fremdstoffe oder Schadstoffe, besonders Organchlorverbindungen können in der Muttermilch enthalten sein. Generell können verschiedene Rückstände von chemischen Substanzen in der Muttermilch vorkommen. Beim Niedersächsischen Landesgesundheitsamt kann man seine Muttermilch gegen eine Gebühr testen lassen. Bei Bedarf erhält man dort auch eine medizinische Beratung bezüglich der Untersuchungsergebnisse.

    Gesundheitsverhalten der Mutter wirkt sich auf die Muttermilch aus

    Die Zusammensetzung der Muttermilch hängt zu einigen Teilen von der Ernährung der Mutter ab. Die Variabilität zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren und der Gehalt der Mineralstoffe wird durch das Verhalten der Mutter bestimmt. Substanzen, wie Alkohol, Nikotin oder auch Medikamente, die die Mutter einnimmt, gehen in die Muttermilch über, da diese über das Blut gebildet wird. Auch Stress wirkt sich auf die Zusammensetzung, aber vor allem auch auf die produzierte Milchmenge aus.

    Ernährung der stillenden Mutter

    • Die stillende Mutter hat ein Mehr an Energiebedarf von circa 500 kcal.
    • Der Mehrbedarf an Flüssigkeit durch die Milchbildung beträgt 400 ml
    • Der erhöhte Nährstoffbedarf kann durch viel frisches Obst und Gemüse, Vollkorngetreide-Produkte und Kartoffeln und einer geringen Menge tierischer Lebensmittel gedeckt werden
    • Der Verzehr von fettigen Snacks und Süßigkeiten sollte sich in Maßen halten
    • Der Bedarf an Omega-3-Fettsäuren kann durch den ein- bis zweimal wöchentlichen Verzehr von Seefisch gedeckt werden
    • Bestimmte Nahrungsmittel wie Kohl, Zwiebeln oder Zitrusfrüchte müssen nicht gemieden werden, da die Milch aus dem Blut gebildet wird. Blähende oder reizende Wirkungen können so nicht übertragen werden
    • Der Verzehr von koffeinhaltigen Getränken ist nicht grundsätzlich untersagt, jedoch sollte auf die Reaktion des Babys geachtet werden, da das Koffein über die Milch übertragen wird

    Alkohol überträgt sich in die Muttermilch

    Da die Muttermilch über das Blut gebildet wird, gelangt Alkohol auf diesem Wege in die Milch. Die Alkoholmengen in Blut und Muttermilch sind gleich. Etwa 45 Minuten nach dem Verzehr ist der Alkohol auch in der Muttermilch nachzuweisen. Über die Zeit wird die Alkoholmenge im Blut und der Muttermilch abgebaut. Das Trinken von Alkohol ist somit in der Stillzeit nicht gänzlich untersagt, wenn der Alkohol bis zur nächsten Stillmahlzeit abgebaut wurde. Der Geschmack der Muttermilch verändert sich durch den Alkoholkonsum und das Baby wird eventuell schlechter und weniger trinken. Nimmt das Baby durch regelmäßigen oder übermäßigen Konsum Alkohol auf, schadet dies seiner Gesundheit. Empfohlen ist der Alkoholkonsum in der Stillzeit jedoch auf keinen Fall.

    Rauchen in der Stillzeit

    Nikotin und andere Substanzen einer Zigarette gehen direkt in die Muttermilch über. Durch den starken Konsum von Tabak wird der Milchspendereflex gehemmt und die Milchmenge reduziert. Beim Baby verursachen die Substanzen in der Muttermilch Unruhe, Trinkschwächen und Koliken. Das Rauchen sollte in der Stillzeit vermieden werden. Dennoch wird Frauen geraten, die es nicht schaffen mit dem Rauchen aufzuhören, weiter zu stillen. Die Muttermilch ist gesünder als Flaschenmilch und schützt das Baby. Babys von Raucherinnen sind Passivraucher, auch wenn sie Flaschenmilch bekommen. Gestillte Babys von Raucherinnen haben eine geringe Sterblichkeitsrate und seltener Atemwegserkrankungen als Flaschenbabys von Raucherinnen.

    Rückstände von Medikamenten in der Muttermilch

    Auch Medikamente, welche die Mutter einnimmt, gehen in geringen Konzentrationen in die Muttermilch über. Meistens entfalten Sie beim Stillkind keine Wirkung mehr. Dennoch dürfen einige Medikamente nicht während der Stillzeit eingenommen werden. Bei der Verordnung der Medikamente sollte speziell darauf hingewiesen werden, dass die Frau noch stillt. So kann ein Präparat gefunden werden, welches mit dem Stillen vereinbar ist. In den meisten Fällen ist eine Medikation trotz Stillen möglich. Abstillen erfordern nur einige Antibiotika, Antiepileptika, Immunsuppressiva, iodhaltige Röntgenkontrastmittel, einige Psychopharmaka sowie Zytostatika.

    Stress wirkt sich auf die Muttermilch aus

    Stress beim Stillen oder anderweitiger Stress wirkt sich vor allem auf die Menge der Muttermilch aus. Stress und Angst sind Störfaktoren für den Milchspendereflex. Setzt dieser nicht ein, tritt keine oder nur wenig Muttermilch aus. Das führt dazu, dass das Baby kräftiger saugt, was wiederum zu Schmerzen bei der Mutter führen kann. Zudem ist bei Stress das Stresshormon Cortisol in der Muttermilch vorhanden. Überträgt sich dies über die Milch auf das Kind, beeinflusst dies die neurologische und soziale Entwicklung des Kindes.

    Milchproduktion steigern

    Häufig wird der Stress über die Angst zu wenig Muttermilch zu haben ausgelöst. Hat das Baby ausreichend nasse Windeln und nimmt normal zu, kann man davon ausgehen, dass genügend Muttermilch vorhanden ist. Die Abpumpmenge sagt nichts über die Menge der Muttermilch aus. Die Produktion der Muttermilch lässt sich vor allem über die Nachfrage steigern. Umso häufiger ein Baby angelegt wird, desto mehr Muttermilch wird gebildet. Wird zwischendurch mit einem Fläschchen zugefüttert, reduziert sich die Menge der Muttermilch weiter. Zusätzliches Abpumpen steigert die Milchproduktion zusätzlich. Auch Ruhe, ausreichende Flüssigkeits- und Energiezufuhr können die Produktion der Muttermilch steigern.

    Warum Muttermilch für Babys wichtig ist

    Über Jahrtausende haben sich Säugetiere, zu denen auch der Mensch zählt, auf der ganzen Welt verbreitet. Muttermilch hat eine wichtige Bedeutung für den Nachwuchs. Um zu überleben musste der Nachwuchs nicht nur wohl genährt, sondern auch gesund sein. Die Muttermilch enthält eine Vielzahl an Stoffen, die nahrhaft sind, aber auch einen Nestschutz vor Krankheiten bieten. Spezielle Fette und Zucker in der Muttermilch unterstützen das Gehirnwachstum. So kommt es dazu, dass ein Zusammenhang zwischen dem höheren IQ bei Stillkindern im Gegensatz zu Flaschenkindern besteht.

    Muttermilch passt sich dem Baby an

    Die Muttermilch der Mutter passt sich den Bedürfnissen ihres Babys an und weist eine immense Variabilität auf. Die Mutter ist den gleichen Keimen sowie demselben Tagesrhythmus ausgesetzt, sodass sich die Muttermilch an die Bedürfnisse des Babys anpassen kann. Je nach dem, wie das Baby trinkt, in welchen Abständen, in welcher Intensität, passt sich die Muttermilch bezüglich Menge und Fettanteil dem Baby an. Auch der Gehalt des Eiweißes ist an die Bedürfnisse des Babys angepasst. Das Eiweiß in der Muttermilch ist besonders leicht zu verdauen und schont den empfindlichen Magen. Da die Muttermilch auf das Baby abgestimmt ist, brauchen Eltern sich bei normalem Verhalten des Babys keine Sorgen über die Über- oder Unterfütterung ihres Babys machen. Auch wenn das Baby nur kurz und mit großen Abständen trinkt, passt sich die Muttermilch dem an und ist entsprechend fettreich und cremig.

    Muttermilch als Schutz vor Krankheiten

    Anders als Pulvermilch enthält Muttermilch Tausende lebendige Zellen, die man unter dem Mikroskop beobachten kann. Dabei handelt es sich nicht um Verunreinigungen, sondern um Zellen die dem Baby helfen gesund zu bleiben. Sie unterstützen den Aufbau des Immunsystems, den Aufbau der Darmflora, enthalten Antikörper beim Kampf gegen Krankheiten und andere wichtige Stoffe, die an den Zustand des Babys individuell angepasst sind.

    Muttermilch schützt Magen und Darm

    Nach der Geburt muss die empfindliche Darmflora des Neugebornen zunächst aufgebaut werden. Eine gute Darmflora schützt das Baby vor aktiven Krankheitserregern und Infektionen sowie Verdauungsbeschwerden. Die Muttermilch enthält unter anderem Streptokokken, Enterokokken und viele weitere prä- und probiotische Substanzen, welche den Darm des Babys besiedeln und für eine aktive Darmflora sorgen. Auch nach einer Antibiotikagabe kann so die Darmflora wieder ausreichend aufgebaut werden.

    Muttermilch enthält Antikörper

    Da Mutter und Kind denselben Keimen und Krankheitserregern ausgesetzt sind, wird das Immunsystem des Babys durch das der Mutter über das Stillen unterstützt. Die Muttermilch enthält Antikörper, auch Immunglobuline genannt, und abwehrfördernde Enzyme. Dies führt dazu, dass Stillkinder nachweislich seltener krank sind. Ausschließliches Stillen reduziert das Risiko zu erkranken um circa 55%. Gerade Atemwegsinfekte, Mittelohrentzündungen und Magen-Darm-Infekte kommen bei gestillten Kindern im Vergleich zu Flaschenkindern deutlich seltener vor.

    Muttermilch schützt vor Diabetes und Allergien

    Kinder, die mit Pulvermilch gefüttert werden haben einen höheren Insulinspiegel als Stillkinder. Unabhängig davon, ob das gestillte Kind schlank oder fülliger ist, beeinflusst die Muttermilch den Insulinspiegel nachhaltig. Auch Allergien können durch die Muttermilch vorgebeugt werden. Unter dem Schutz der Muttermilch kann sich der Körper des Babys mit den Allergenen auseinandersetzen. Das optimal aufgebaute Immunsystem des Stillbabys hilft dem Körper mit potenziell allergieauslösenden Stoffen umzugehen.

    Muttermilch fördert die Intelligenz von Kindern

    Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass Kinder die gestillt werden, also Muttermilch trinken, einen höheren IQ haben als Kinder, die mit Ersatzmilch ernährt werden. Die Muttermilch enthält eine hohe Konzentration langkettiger Fettsäuren, die für die Gehirnentwicklung des Babys essenziell sind. Das Wachstum der weißen Gehirnsubstanz von gestillten Kindern ist höher als der von Flaschenkindern. Die in der weißen Gehirnsubstanz enthaltenen langen Nervenfasern sind wichtig für die Kommunikation zwischen den verschiedenen Bereichen im Gehirn.

    Bis zu welchem Alter sollten Babys Muttermilch trinken?

    Die World Health Organization (WHO) empfiehlt Kinder bis zum sechsten Monat voll zu stillen. In Studien konnten die positivsten Effekte bei gestillten Kindern bezüglich Gesundheit und Intelligenz festgestellt werden, die in diesem Zeitraum ausschließlich Muttermilch erhielten. In den ersten sechs Monaten wird das Baby über die Muttermilch bestmöglich versorgt. Anschließend wird eine Stilldauer neben der Beikost bis zum zweiten Geburtstag empfohlen. Darüber hinaus kann so lange weitergestillt werden, wie Mutter und Kind dies wünschen. Einen nachteiligen Effekt hat die Muttermilch auf das Kind nicht. Gerade bei Krankheiten kann es auch über die sechs Monate hinausgehend bestmöglich versorgt werden.

    Der richtige Muttermilch Ersatz

    Kann oder möchte eine Frau nicht stillen, ist es wichtig, den richtigen Muttermilch-Ersatz zu finden. Aufgrund der speziellen Zusammensetzung der Muttermilch sind tierische Produkte wie Kuhmilch nicht geeignet, da eine andere Konzentration der Nährstoffe vorliegt, die für die Entwicklung von Menschenbabys schädlich ist. Zu bevorzugen ist industriell hergestellte Säuglingsmilchnahrung. Pre-Milch ist der Muttermilch in der Zusammensetzung weitestgehend nachempfunden, dennoch sind in Muttermilch sechsmal mehr Nährstoffe als in Pulvermilch enthalten. Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe sind an den allgemeinen Bedarf des Babys angepasst. Allerdings fehlen weitere Inhaltsstoffe, wie Antikörper, die das Baby vor Krankheiten schützen. Die Flaschenmilch ist nicht, wie die Muttermilch, an den individuellen Bedarf des Babys angepasst. Muttermilch ist demnach zu bevorzugen.

    Muttermilch aufbewahren
    Damit es für die Mutter möglich ist, sich eine Pause zu nehmen, ist das Aufbewahren der Muttermilch eine wichtige Strategie. Auch Papa, Oma, Opa oder die beste Freundin können das Baby durch die Flasche mit der gesunden Muttermilch versorgen. In der Versorgung von Frühchen, die zu schwach zum Trinken sind, spielt die Aufbewahrung der Muttermilch ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Abhängigkeit des Babys von der Mutter ist für viele Frauen ein Grund abzustillen. Wird die Muttermilch aufbewahrt, ist die Mutter trotz Stillen unabhängig. Damit dies gelingt, gilt es wichtige Regeln zu beachten. 

    Muttermilch abpumpen

    • Wählen Sie eine gute Milchpumpe. Elektrische Milchpumpen haben oft Vorteile gegenüber Handpumpen. Verwenden Sie passendes Zubehör wie Milchauffangbehälter.
    • Der Milchspendereflex beim Abpumpen setzt nur bei Entspannung ein. Eine ruhige und gemütliche Umgebung fördert die Entspannung.
    • Wärme und Massagen fördern den Milchspendereflex.
    • Pumpt man ab, während das Baby an der anderen Brust trinkt, fließt die Milch besser.

    Muttermilch einfrieren

    • Frieren Sie die Muttermilch in passenden Aufbewahrungsflaschen oder speziellen Muttermilchbeuteln ein.
    • Das Volumen der Muttermilch vergrößert sich beim Einfrieren. Füllen Sie die Aufbewahrung nicht zu voll.
    • Frieren Sie nicht zu große Mengen auf einmal ein, sodass nach Bedarf aufgetaut werden kann.
    • Eingefrorene Milch hat eine Haltbarkeit von circa 6 Monaten. Im Kühlschrank hält sich die Muttermilch circa drei Tage.

    Muttermilch auftauen

    • Tauen Sie nur so viel Muttermilch auf, wie Sie benötigen. Aufgetaute Milch darf aufgrund der Haltbarkeit nicht wieder eingefroren werden.
    • Tauen Sie die älteste Milch auf, sodass Ihr Vorrat verbraucht wird und die wertvolle Milch nicht entsorgt werden muss.
    • Muttermilch sollte schonend aufgetaut werden. Es empfiehlt sich langsames Auftauen im Kühlschrank, um Inhaltsstoffe zu erhalten.

    Muttermilch erwärmen

    • Kalte Milch trinken Babys nicht gerne, deswegen ist die Muttermilch vor dem Verzehr aufzuwärmen.
    • Die Muttermilch darf nicht in der Mikrowelle oder in kochendem Wasser erwärmt werden, da bei dem Vorgang wichtige Inhaltsstoffe zerstört werden.
    • Wärmen Sie die Muttermilch im warmen Wasserbad bei maximal 37 Grad Celsius auf.
    • Schwenken Sie die Muttermilch in der Flasche, damit sich das eventuell abgesetzte Fett mit den anderen Bestandteilen vermischt. Vermeiden Sie starkes Rühren und Schütteln.
    • Testen Sie die Temperatur der Milch, bevor Sie die Flasche dem Baby geben, um Verbrühungen zu vermeiden.
    • Erwärmte Muttermilch sollte in einem Zeitraum von circa 30 Minuten verzehrt werden, um das Wachstum von Bakterien auszuschließen.

     

    Muttermilch anderweitig verwenden

    In Muttermilch sind neben den Nährstoffen noch viele weitere Inhaltsstoffe enthalten. Lebendige Zellen wie Makrophagen, Lymphozyten und Helferzellen halten die Darmflora und das Immunsystem intakt. Immunglobuline schützen vor Infektionen. Auch äußerlich angewendet können diese Zellen in der Muttermilch bei Pilzen oder Infektionen heilen. Die Muttermilch pflegt die sehr empfindliche Haut des Babys schonend. Neben dem Stillen finden sich weitere Verwendungsmöglichkeiten für die Muttermilch. Produziert eine Mutter deutlich mehr Milch, als das Baby trinkt, so kann sie diese sogar spenden.

    In Muttermilch baden

    Viele Badezusätze, die für Babys in Drogerien angeboten werden, trocknen die Babyhaut aus. Die Seife zerstört die natürliche Fettschicht der Haut und lässt diese austrocknen. Statt chemischer Badezusätze kann Muttermilch ins Badewasser gegeben werden. Schon rund 20 Milliliter reichen. Die fettige Muttermilch pflegt die Haut schonend und wirkt gleichzeitig antibakteriell. Bei sehr trockener Haut und Hautauschlägen ist die Muttermilch heilungsfördernd. Schon bald ist die Babyhaut wieder zart.

    Muttermilch als Augen-, Nasen oder Ohrentropfen

    Die heilende Wirkung der Muttermilch durch die enthaltenen antibakteriellen und heilungsfördernden Inhaltsstoffe hilft bei weiteren Gesundheitsproblemen. Zeigt das Baby erste Anzeichen einer Augen-, Nasen- oder Ohrenentzündung, können unter Umständen einige Tropfen der Muttermilch helfen. Es sollte darauf geachtet werden, dass frische und reine Muttermilch über eine Pipette auf die entsprechenden Stellen aufgetragen wird. Auch kleinere Wunden wie Schrammen heilen schneller, behandelt man sie mit Muttermilch. Spezielle Zellen, die in der Muttermilch enthalten sind, töten Keime ab und fördern die Wundheilung. Auch bei Mückenstichen oder einem wunden Po kann die Muttermilch als Heilungsmittel verwendet werden.

    Das Baby mit Muttermilch eincremen

    Bei der täglichen Hautpflege des Babys gilt, weniger ist mehr. Bei intakter Haut benötigen Babys keine Creme. Die natürliche Fettschicht der Haut schützt optimal. Bei trockener und rissiger Haut hilft es, Muttermilch aufzutragen. Im Gegensatz zu Cremes fettet die Muttermilch die Haut nicht nur, sondern sorgt durch die enthaltenen Stoffe, wie Vitamin A, welches das Hautzellenwachstum fördert, für die Wiederherstellung einer intakten Oberfläche. Sogar bei Babyakne oder Neurodermitis hilft Muttermilch. Die Muttermilch stillt den Juckreiz. Entweder cremt man das Baby mit reiner Muttermilch ein oder man stellt selbst eine Muttermilch-Creme her. Vermengt mit hochwertigem Öl, wie Jojobaöl, kann die Creme einfach aufgetragen werden.

    Muttermilch spenden

    Manche Frauen haben einen großen Überschuss an Muttermilch. Damit die Brüste nicht zu sehr spannen, kann die Muttermilch abgepumpt werden. Andere Frauen können wiederum nicht stillen. Doch gerade für zu früh geborene Kinder ist die Muttermilch mit Antikörpern und der perfekten Nährstoffzusammensetzung lebenswichtig. Die Lösung ist Spendermilch aus einer Milchbank. Frauen mit überschüssiger Milch können ihre Milch an eine Muttermilchbank spenden. Die Voraussetzungen:

    • Die Frau ist gesund und nimmt keine Medikamente oder andere Substanzen ein, die sich auf die Muttermilch übertragen
    • Das Baby der spendenden Mutter ist unter sechs Monate alt und wird voll gestillt
    • Die spendende Mutter ist bereit, sich von der Muttermilchbank auf Infektionen hin untersuchen zu lassen

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