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    Kupferkette – Wirkung, Nebenwirkungen, Sicherheit, Kosten

    Viele Frauenärzte halten sie für das beste Verhütungsmittel: die Kupferkette. Denn sie ermöglicht es Frauen, ohne Hormone zu verhüten. Das bedeutet, keine hormonbedingten Nebenwirkungen wie Depression oder Thrombose. Klingt verlockend, aber hält die Kupferkette, was sie verspricht? Wie sieht es mit der Sicherheit aus? Wir informieren Dich über mögliche Nebenwirkungen der Kupferkette, ihre Vorteile sowie ihre Wirkungsweise.

    Was ist die Kupferkette?

    Die Kupferkette ist die jüngste Generation der Kupferspirale. Sie besteht aus einem Nylonfaden mit 4 oder 6 kleinen Kupferzylindern. Je nach Größe der Gebärmutter bekommt eine Frau eine dieser beiden Ausführungen. Die Kupferkette wird wie die Kupferspirale in die Gebärmutter eingelegt, wo sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eine ungewollte Schwangerschaft verhindert.

    Wirkung der Kupferkette

    Die verhütende Wirkung ist dieselbe wie bei der klassischen Kupferspirale. Die Kupferkette gibt stetig geringe Mengen von Kupfer-Ionen in die Gebärmutter ab. Dadurch verdickt sich der Schleim im Gebärmutterhals, sodass die Spermien nicht mehr so leicht in die Gebärmutter gelangen können.

    Weiterhin hemmt Kupfer den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, der für eine Einnistung der befruchteten Eizelle erforderlich ist. Und: Kupfer vermindert die Beweglichkeit der Spermien, wodurch ihre Befruchtungsfähigkeit stark abnimmt. Auch trägt die Kupferkette durch ihr bloßes Vorhandensein in der Gebärmutter schon dazu bei, dass eine Einnistung erschwert wird.

    Kupferkette Kosten

    Bei der Kupferkette musst Du mit Kosten zwischen 200 bis 350 Euro rechnen. Dies gilt für das Produkt inklusive der Beratung, Untersuchung und Einlage. Je nach Größe variiert der Preis für die Spirale. Die kleinere Variante kostet etwas weniger. Ob die kleinere oder größere Kupferkette für Dich in Frage kommt, entscheidet der Arzt.

    Die Kosten für die erste Kontrolluntersuchung nach der Einlage übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Für jede weitere Ultraschalluntersuchung musst Du die Kosten dann selbst tragen. Eine Untersuchung kostet um die 40 Euro.

    Kupferkette einsetzen

    Das Einsetzen der Kupferkette erfolgt bei einem spezialisierten Frauenarzt. Nicht alle Mediziner beherrschen das dafür nötige Handwerk. Vor dem Eingriff bekommst Du ein schmerzstillendes Medikament verabreicht. Außerdem nimmst Du ein Medikament ein, das den Muttermund etwas weitet.

    Die Kupferkette wird dann während Deiner Periode eingesetzt. Denn dann ist der Muttermund weicher und leicht geöffnet. Dadurch gestaltet sich das Einsetzen für den Arzt leichter. Mithilfe eines Applikators führt der Arzt die Spirale vorsichtig in die Gebärmutter ein. Dieser Vorgang kann etwas unangenehm sein. Dann wird das Verhütungsmittel am oberen Ende der Gebärmutter in der Muskelschicht verankert.

    Die Kupferkette ist im Gegensatz zur herkömmlichen Spirale nicht starr, sondern flexibel. Sie kann sich in der Gebärmutter frei hin und her bewegen und sich so ihrer Form anpassen. Am unteren Ende der Kupferkette befinden sich 2 Rückholfäden, mit denen der Arzt die Spirale wenn nötig oder gewünscht wieder entfernen kann. Nach dem Einsetzen der Kupferkette solltest Du 1 Woche lang auf Sport verzichten.

    Kupferkette Nebenwirkungen

    Im Vergleich mit der Pille ist die Liste möglicher Nebenwirkungen bei der Kupferkette kurz. Dennoch kann auch bei ihr nicht jede Nebenwirkung ausgeschlossen werden. Die Nachteile der Kupferkette sind:

    • Verstärkte Blutungen
    • Stärkere Schmerzen während der Periode
    • Schmierblutungen / Zwischenblutungen
    • Verletzung der Gebärmutterwand durch Verankerung
    • Erhöhtes Risiko für Infektionen
    • Ausstoßung
    • Allergie gegen Kupfer (selten)
    • Durchbohrung der Gebärmutterwand (selten)

    Verstärkte Blutung durch Kupferkette

    Zu den Risiken der Kupferkette zählen, dass sich die Monatsblutung verstärken kann. Dies kann sich so äußern, dass die Blutung länger anhält oder dass sie intensiver ist. Oft ist diese Nebenwirkung aber nur in den ersten Monaten nach der Einlage zu beobachten und verschwindet dann wieder. Auch mit Zwischenblutungen, die sich beispielsweise als Schmierblutung zeigen können, müssen Frauen rechnen.

    Vorteile der Kupferkette

    Den möglichen Risiken der Kupferkette steht aber nicht nur ein Vorteil gegenüber, sondern viele verschiedene Vorteile. Diese Verhütungsmethode bietet Dir folgende Benefits:

    • Keine hormonell bedingten Nebenwirkungen (z.B. Depression, Thrombose wie bei der Pille)
    • Eine langfristige Verhütung: Du musst nicht ständig an das Thema Verhütung denken
    • Eine hohe Sicherheit
    • Anwendungsfehler wie bei der Pille sind unmöglich
    • Einen natürlichen Zyklus ohne Unterdrückung des Eisprungs
    • Kein Verrutschen wie bei der herkömmlichen Kupferspirale
    • Guter Tragekomfort durch flexible Form
    • Gute Verträglichkeit
    • Als „Spirale danach“ einsetzbar
    • Schwangerschaft unmittelbar nach Entfernen wieder möglich
    • Einsatz in der Stillzeit möglich

    Kupferkette – keine Nebenwirkungen durch Hormone

    Der größte Vorteil dieser Verhütungsmethode liegt darin, dass keine künstlichen Hormone in Deinen Körper gelangen. Denn diese bergen immer die Gefahr von Nebenwirkungen, die von Kopfschmerzen und sexueller Unlust über Gewichtszunahme und Hautproblemen bis hin zur Depression oder zum Schlaganfall reichen können. Dein natürlicher Zyklus bleibt erhalten und wird in keiner Weise beeinflusst.

    Kupferkette als Ersatz für die Pille danach

    Wenn Euch eine Verhütungspanne passiert ist oder ihr ungeschützten Geschlechtsverkehr hattet und die Pille danach nicht in Frage kommt, kannst Du auch mit der Kupferkette verhüten.

    Voraussetzung: Der Arzt legt sie Dir bis spätestens zum 5. Tag nach dem Sex. Sie verhindert dann noch eine Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut, wenn eine Samenzelle es geschafft hat, die Eizelle zu befruchten. Dagegen verzögert die Pille danach den Eisprung, damit den Spermien keine Eizelle zum Befruchten zur Verfügung steht.

    Die Kupferkette macht als Notfallverhütung freilich nur Sinn, wenn Du Dir ohnehin ein langfristiges Verhütungsmittel wünschst.

    Kupferkette zur Verhütung nach der Geburt und in der Stillzeit

    Hast Du gerade ein Kind geboren, musst Du Dich wieder mit dem Thema Verhütung befassen. Viele Frauen wollen in der Stillzeit und wegen des absehbaren Wunsches nach einem weiteren Kind in dieser Phase nicht mit Hormonen verhüten. Denn Hormone würden auf das Baby übergehen und das wollen sie vermeiden.

    Außerdem können die Hormone in der Pille dazu führen, dass die Fruchtbarkeit nach dem Absetzen vorübergehend eingeschränkt ist, was ebenfalls nicht erwünscht ist. Daher eignet sich für Frauen in dieser Phase ihres Lebens die Kupferkette besonders gut, weil die natürliche Fruchtbarkeit erhalten bleibt.

    Die Kupferkette kann Dir bereits 2 Monate nach der Geburt gelegt werden, sofern Du nicht stillst. Wenn Du stillst oder einen Kaiserschnitt hattest, darfst Du sie 3 Monate nach der Geburt bekommen.

    Ab wann wirkt die Kupferkette?

    Das hormonfreie Verhütungsmittel entfaltet seine empfängnisverhütende Wirkung unmittelbar nach der Einlage. Dennoch raten Frauenärzte dazu, eine Woche keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr zu haben. Setzt für die Zeit also noch ein anderes Verhütungsmittel ein. Leicht und sicher kannst Du beispielsweise mit einem Kondom verhüten.

    Kupferkette oder Kupferspirale?

    Zur hormonellen Verhütung sind sowohl die Kupferkette als auch die Kupferspirale eine gute Alternative. Gerade wenn Du aufgrund bestimmter Umstände wie einem hohen Blutdruck, Übergewicht oder einem erhöhten Risiko für Thrombose keine Hormone nehmen darfst, sind die Verhütungsmittel mit Kupfer eine gute Lösung.

    Ob Kupferkette oder Kupferspirale, das bleibt Dir überlassen. Die möglichen Nebenwirkungen sind dieselben. Die Kupferkette ist etwas teurer als die Spirale. Wenn Du Dir eine Verankerung in der Gebärmutterwand nicht vorstellen kannst, solltest Du Dich für die Kupferspirale entscheiden. Wenn Du Wert auf einen möglichst kleinen Fremdkörper in der Gebärmutter legst, ist die Kupferkette das richtige Mittel zur Verhütung.

    Kupferkette Sicherheit

    Diese Form der Verhütung bietet Dir eine hohe Sicherheit. Der Pearl-Index der Kupferkette liegt bei 0,1 bis 0,5. Das bedeutet, dass 1 bis 5 von 1000 Frauen, die ein Jahr lang mit der Kupferkette verhüten, schwanger werden. Damit bietet Dir die Kette eine sichere Verhütung, die durchaus mit der der Pille oder Hormonspirale vergleichbar ist.

    In regelmäßigen Routineuntersuchungen prüft der Frauenarzt, ob die Spirale noch sitzt. Da sie in seltenen Fällen unbemerkt ausgestoßen wird, überprüfe nach jeder Periode selbst, ob sie noch da ist. Das kannst Du ganz einfach über das Ertasten der Rückholfäden machen. Denn diese ragen durch den Muttermund hindurch bis in die obere Scheide hinein.

    Wie lange kann ich mit der Kupferkette verhüten?

    Die Kupferkette ist eine langfristige Verhütungsmethode, die etwa 5 Jahre lang Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bieten kann. Nach dieser Zeit sind die Kupfer-Ionen nicht mehr wirksam und Du musst Dir eine neue Spirale legen lassen.

    Für wen ist die Kupferkette geeignet?

    Besonders geeignet ist die Kupferkette für:

    • Junge Frauen, die noch kein Kind geboren haben
    • Frauen mit einer kleinen Gebärmutter
    • Frauen mit Myomen (gutartige Geschwulst in der Gebärmutter)
    • Stillende Mütter
    • Frauen mit chronischen Magen-Darm-Problemen (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall)
    • Frauen, die nicht mit Hormonen verhüten dürfen (bei erhöhtem Thrombose-Risiko, Herzerkrankungen, starker Migräne)
    • Frauen, die viel rauchen
    • Stark übergewichtige Frauen

    Für wen ist die Kupferkette nicht geeignet?

    Manche Frauen dürfen die Kupferkette nicht bekommen. Dazu gehören:

    • Frauen mit einer zu dünnen Gebärmutterwand
    • Frauen mit angeborenen Fehlbildungen der Gebärmutter
    • Frauen mit starken Blutungen
    • Frauen mit starken Regelschmerzen
    • Frauen mit einer Unverträglichkeit / Allergie gegen Kupfer
    • Frauen, die schon mal eine Eileiterentzündung hatten