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    Frühgeburt verhindern – Was tun?

    Forscher machen immer mehr Ursachen für eine Frühgeburt ausfindig. Es gibt Gründe, auf die Du als werdende Mutter nicht einwirken kannst. Aber genauso gut gibt es Faktoren, die Du beeinflussen kannst: die Lebensweise zum Beispiel, die Ernährung oder das Infektionsgeschehen. Erfahre hier, wie Du das Risiko einer Frühgeburt minimieren kannst.

    Frühgeburt verhindern: Scheideninfektion vermeiden oder rechtzeitig behandeln

    Eine bakterielle Scheideninfektion ist eine der häufigsten Ursachen für eine Frühgeburt. Steigen die Keime von der Scheide in die Gebärmutter auf, lösen sie oft vorzeitige Wehen oder einen Blasensprung aus. Daher ist es wichtig, dass Du einer Scheideninfektion vorbeugst oder ihr schnellstmöglich mit einer Behandlung Einhalt gebietest. Gehe sofort zum Arzt, wenn Du einen fischig riechenden Ausfluss hast, vielleicht auch ein Brennen oder Juckreiz in der Scheide. Mit einem Antibiotikum kann die Infektion schnell und effektiv behandelt werden.

    In der Regel stammen die Bakterien aus dem Darm und sind durch Schmierinfektion in die Scheide gelangt. Um eine Frühgeburt zu verhindern, achte daher beim Waschen und bei der Reinigung nach dem Stuhlgang darauf, dass Keime nicht vom After aus in die Scheide gelangen können. Als Faustregel gilt: von vorn nach hinten wischen. Bei der Intimwäsche reinige zunächst den vorderen, dann den hinteren Bereich. Experten raten dazu, in der Schwangerschaft auf Analsex zu verzichten. Denn dabei können Keime aus dem Darm sehr leicht in die Scheide gelangen. Um einer Scheideninfektion vorzubeugen, verzichte auf aggressive Reinigungsmittel. So stärkst Du die Scheidenflora. Wasser oder ein mildes Intimwaschlotion reichen vollkommen aus.

    Frühgeburt vorbeugen durch regelmäßige pH-Wert-Messung

    Um möglichen Infektionen schon im Vorfeld ein Schnippchen zu schlagen, kannst Du regelmäßig den pH-Wert in der Scheide überprüfen. Ist die Scheidenflora verändert – nehmen also die schlechten Bakterien zu und die guten Milchsäurebakterien ab – steigt der ph-Wert. Denn die Milchsäurebakterien sorgen für ein saures Scheidenmilieu und verhindern so die Vermehrung von infektionsauslösenden Bakterien. Steigt der pH-Wert hingegen an, wird das Auftreten einer Scheideninfektion wahrscheinlicher, weil sich die Milchsäurebakterien in diesem Milieu nicht mehr wohl fühlen.

    Der pH-Wert wird zum einen bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt gemessen. Es gibt aber auch einen Selbsttest mit einem Messhandschuh, den Du in der Schwangerschaft regelmäßig zu Hause durchführen kannst – auch zwischen den Vorsorgeuntersuchungen. Dazu wird der behandschuhte Zeigefinger mit Testpapier in die Scheide eingeführt. Das Testpapier verfärbt sich durch die Benetzung mit der Scheidenflüssigkeit, sodass Du den entsprechenden pH-Wert auf einer Farbskala ablesen kannst. Der Messhandschuh, den Du in der Apotheke kaufen kannst, konnte laut Studien tatsächlich vielfach eine Frühgeburt verhindern.

    Frühgeburt verhindern durch Reduzierung von Stress

    Forscher wissen heute, dass eine länger bestehende psychische Belastungssituation die Zusammensetzung der Scheidenflora negativ beeinflusst. So nimmt durch Stress das Risiko für eine Infektion der Scheide zu. In der Folge können vorzeitige Wehen auftreten und zu einer Frühgeburt führen. Versuche Stress – in welcher Form auch immer – in der Schwangerschaft zu reduzieren. Um eine Frühgeburt zu vermeiden, schalte auf der Arbeit einen Gang herunter oder lass Dich notfalls krankschreiben. Schone Dich mehr als sonst. Treffe Dich nur mit Leuten, die Dir guttun. Nimm Dir mehr Zeit für Dich und für Dinge, die Dich entspannen und glücklich machen.

    Oft wird durch Stress auch das empfindliche hormonelle Gleichgewicht im Körper einer Schwangeren gestört, was ebenfalls in einer Frühgeburt enden kann. Nimmt das Stresshormon Cortisol im Körper zu, wird die Produktion des schwangerschaftserhaltenden Progesterons gedrosselt. Der Mangel an Progesteron wiederum geht mit einem erhöhten Risiko für eine Frühgeburt einher. Wichtig: Das Stressempfinden ist von Mensch zu Mensch verschieden. Was für den einen ein völlig normales Pensum darstellt, kann für den anderen schon eine extreme Belastung sein. Wichtig ist daher, dass Du in der Schwangerschaft Dein individuelles Stressempfinden berücksichtigst und Dich nicht mit anderen vergleichst.

    Frühgeburt verhindern durch Entwöhnung vom Rauchen

    Wenn Du Raucherin bist, gib das Rauchen spätestens in der Schwangerschaft auf. Denn das in Zigaretten enthaltene Nikotin verschlechtert die Durchblutung der Plazenta, wodurch das Kind im Bauch schlechter mit Nährstoffen versorgt wird. Folge: Das Kind wächst schlechter, das Risiko für eine Fehl- oder Frühgeburt aufgrund von Schädigungen des Kindes ist erhöht. Als besonders effektive Therapie zur Raucherentwöhnung gilt die Hypnotherapie. Bei diesem psychotherapeutischen Verfahren versucht der Therapeut, auf der unbewussten Ebene des Patienten Veränderungen im Denken und im Verhalten zu bewirken.

    Frühgeburt vorbeugen durch Verzicht auf Alkohol

    Alkohol – auch in kleinen Mengen – gehört zu den absoluten No-gos in der Schwangerschaft. Denn jeder Tropfen landet beim Embryo. Alkohol ist ein Nervengift ist und schädigt den Embryo nachweislich. Babys von Müttern, die in der Schwangerschaft Alkohol tranken, leiden weitaus häufiger unter neurologischen Störungen oder schweren Behinderungen als Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft auf Alkohol verzichteten. Bei schwereren Fehlentwicklungen des Embryos leitet der Körper der Mutter oft von selbst eine Fehl- oder Frühgeburt ein, da das Kind nicht lebensfähig wäre.

    Frühgeburt verhindern durch körperliche Schonung

    Schweres Heben und harte körperliche Arbeit sind tabu in der Schwangerschaft. Denn dadurch kann sich die Plazenta vorzeitig lösen, wodurch eine Frühgeburt eingeleitet werden würde. Wenn Du im Job körperlich schwer arbeiten musst, solltest Du Dich krankschreiben lassen oder eben andere Aufgaben in der Firma übernehmen. Im Haushalt können der Partner, Familienmitglieder, Freunde oder eine Haushaltshilfe Aufgaben übernehmen, bei denen Du Dich zu sehr verausgaben würdest.

    Frühgeburt verhindern durch gesunde Ernährung

    Eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft ist wichtig. Denn: Nicht nur Du, sondern auch Dein ungeborenes Kind braucht jetzt viele Nährstoffe. Eine vitalstoffreiche Kost mit reichlich Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukten, Nüssen, Fleisch, Fisch und Milchprodukten ist jetzt wichtiger als je zuvor. Zuckerreiches und Weißmehlprodukte solltest Du hingegen nur eingeschränkt konsumieren.

    Eine gesunde Kost mit reichlich Vitaminen und Mineralstoffen und wenig Zucker hilft Dir außerdem dabei, Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck vorzubeugen. Diese Gesundheitsprobleme führen in der Schwangerschaft sehr oft zu Komplikationen. Übergewichtige Frauen haben ein hohes Risiko für eine Schwangerschaftsdiabetes und eine Präeklampsie (Bluthochdruck, Eiweiß im Urin). Frauen, die diese typischen Schwangerschaftserkrankungen entwickeln, neigen besonders zu einer Frühgeburt.

    Frühgeburt verhindern durch Abnehmen

    Übergewicht ist einer der wichtigsten Gründe für vorzeitige Wehen und eine Frühgeburt. Daher versuche abzunehmen, wenn Du übergewichtig bist. Dabei hilft Dir eine vitalstoffreiche Kost mit reichlich Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sowie regelmäßiger Sport. Achte darauf, dass Du nicht zu viele gesättigte Fette (Käse, Fleisch, Wurst) zu Dir nimmst. Baue verstärkt auf ungesättigte Fette. Diese liefern beispielsweise Samen und Nüsse sowie Fisch. Greife nur selten zu zuckerhaltigen Produkten.

    Frühgeburt vorbeugen: Eisenmangel oder Magnesiummangel ausgleichen

    Forscher haben herausgefunden, dass ein Magnesium- oder Eisenmangel eine Frühgeburt begünstigen können. Durch einen Mangel an Magnesium kann es zu Krämpfen in der Gebärmutter kommen, in deren Folge vorzeitige Wehen einsetzen können. Daher kann es gut sein, Magnesium in der Schwangerschaft vorbeugend einzunehmen. Dies empfehlen auch tatsächlich viele Ärzte. Studien haben gezeigt, dass die präventive Einnahme von Magnesium vor einer Frühgeburt schützen kann.

    Ein Eisenmangel birgt hingegen die Gefahr einer Unterversorgung des Embryos. Dadurch kann es zu Fehlentwicklungen kommen. Bei einer Schwangerschaft wird der Eisenwert zwar regelmäßig bei der Vorsorgeuntersuchung überprüft. Dabei wird allerdings nur der Hb-Wert (Hb = Hämoglobin, roter Blutfarbstoff) gemessen. Wichtig ist es aber auch, den Ferritin-Wert bestimmen zu lassen. Ferritin ist ein Protein, das im Körper die Eisenspeicherung übernimmt. Auch wenn die Eisenspeicher schon recht leer sind, kann der Hb-Wert noch im normalen Bereich liegen. Das täuscht dann über einen bestehenden Eisenmangel hinweg, weil der Körper den Mangel noch gut ausgleichen kann. Dennoch können bei einem niedrigen Ferritin-Wert schon Symptome eines Eisenmangels vorliegen. Ist bei Dir ein Eisenmangel festgestellt worden, nimmst Du für eine Zeit Eisentabletten ein, um die Eisenspeicher wieder aufzufüllen. Denn über die Nahrung allein wirst Du den Eisenmangel nicht mehr ausgleichen können.

    Frühgeburt verhindern mit Omega-3-Fettsäuren

    Es gibt Studien, die zu dem Schluss kamen, dass eine erhöhte Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren eine Frühgeburt vorbeugen kann. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Fette aus fettigem Meeresfisch wie Lachs, Hering oder Makrele oder von Fischölkapseln stammten. Um eine Frühgeburt zu verhindern oder zumindest das Risiko zu senken, nimm in der Schwangerschaft also ausreichend Omega-3-Fette auf. Am besten kaufst Du Dir ein qualitativ hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel mit Fischöl (Kapseln).

    Frühgeburt verhindern mit weniger Kaffee

    Studien haben ergeben, dass ein hoher Konsum von Kaffee einen Schwangerschaftsverlauf durchaus negativ beeinflussen kann. Dies gilt für eine Koffeinmenge von über 300 mg täglich. Zwar konnte das erhöhte Risiko für eine Frühgeburt nicht in allen Studien bestätigt werden. Forscher empfehlen schwangeren Frauen dennoch, täglich nicht mehr als 2 Tassen (200 bis 300 mg Koffein) Kaffee zu trinken.

    Frühgeburt verhindern durch Behandlung von Entzündungen wie Parodontitis

    In der Fachwelt ist man uneins darüber, ob eine Zahnfleischentzündung (Parodontitis) das Risiko für eine Frühgeburt steigert oder nicht. Einige Studien legen den Zusammenhang nahe, aber ganz eindeutig ist die Studienlage nicht. Vom Mundraum aus sollen die Parodontitis-Erreger über das Blut der Mutter bis zur Gebärmutter gelangen und dort womöglich vorzeitige Wehen auslösen können.

    Auch wenn die Studienlage noch nicht eindeutig ist: Um das Risiko einer Frühgeburt zu mindern, kannst Du in der Schwangerschaft vorsorglich zum Zahnarzt gehen. Eine professionelle Zahnreinigung und eine regelmäßige, gründliche Mundraumpflege sind notwendig, um eine bakterielle Infektion des Zahnfleisches zu vermeiden. Mit diesen Maßnahmen kannst Du nicht nur Deine Gesundheit fördern, sondern vielleicht sogar eine Frühgeburt verhindern.

    Frühgeburt verhindern durch 1-Jahres-Abstand zur nächsten Schwangerschaft

    Da eine Schwangerschaft eine enorme Belastung für den Körper einer Mutter darstellt, sollte zwischen Geburt und erneuter Schwangerschaft mindestens 1 Jahr liegen. Ein kürzerer Abstand soll laut einer Studie der Harvard School of Public Health bei Müttern aller Altersstufen ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt bergen. Wenn Du also auf Nummer sicher gehen möchtest, lass Dir zwischen der Geburt Deines Kindes und einer nächsten Schwangerschaft im Idealfall 18 Monate Zeit.

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