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    Frühgeburt verhindern: Behandlung bei vorzeitigen Wehen

    Wenn vorzeitige Wehen einsetzen, versuchen Ärzte alles, um eine Frühgeburt zu verhindern. In manchen Fällen kann es aber auch besser für Mutter oder Kind sein, wenn das Baby dann schon geholt wird. Welcher Weg im Einzelfall der bessere ist – das müssen die Ärzte entscheiden. Doch wie versuchen Geburtsmediziner, eine drohende Frühgeburt zu verhindern? Welche Behandlungen kommen dabei zum Einsatz?

    Frühgeburt verhindern: vorzeitige Wehen mit Wehenhemmern behandeln

    Kommt es zwischen der 24. und 34. Schwangerschaftswoche zu vorzeitigen Wehen, die den Gebärmutterhals verkürzen oder den Muttermund öffnen, wird versucht, diesen Prozess mit wehenhemmenden Mitteln zu stoppen. Wehenhemmer, sogenannte Tokolytika, bewirken eine Entspannung der Gebärmuskulatur, sodass die verfrühten Wehen gestoppt oder zumindest abgemildert werden können. Auch führen sie oft dazu, dass sich der Muttermund nicht weiter öffnet. Aufgrund von Nebenwirkungen dürfen diese Medikamente allerdings nur 2 Tage lang verabreicht werden. Denn sie können Kreislaufprobleme verursachen. Dadurch muss das Herz verstärkt arbeiten, weshalb herzkranke Frauen die meisten dieser wehenhemmenden Mittel nicht bekommen dürfen.

    Frühgeburt vermeiden: vorzeitige Wehen mit Magnesium behandeln

    Auch wenn es in der Fachwelt umstritten ist: In vielen Fällen wird bei vorzeitigen Wehen hochdosiertes Magnesium eingesetzt. Denn der Mineralstoff – ob als Tablette oder Infusion – hat eine entkrampfende Wirkung auf die Muskeln. So auch auf die Muskeln der Gebärmutter. Dadurch lassen sich vorzeitige Wehen reduzieren oder unter Umständen auch ganz beseitigen.

    Frühgeburt verhindern: vorzeitige Wehen mit Progesteron behandeln

    Progesteron ist ein Hormon, das zum Erhalt einer Schwangerschaft beiträgt. Laut Studien hat sich der Einsatz von Progesteron zur Prävention und Therapie vorzeitiger Wehen bewährt. Präventiv ist die Gabe von Progesteron sinnvoll, wenn eine Frau in einer früheren Schwangerschaft bereits vorzeitige Wehen hatte. In Studien konnte die Gabe eines vaginal aufzutragenden Progesteron-Gels die Frühgeburtsrate vor der 33. Schwangerschaftswoche um bis zu 45 % senken. Auch führte die Gabe von Progesteron laut einer Studie dazu, dass vorzeitige Wehen vor der 35. Schwangerschaftswoche seltener auftraten als bei Schwangeren, die kein Progesteron verabreicht bekommen hatten.

    Das Hormon bewirkt, dass sich die Gebärmuttermuskulatur entspannt, wodurch die vorzeitigen Wehen zurückgehen oder ganz abklingen können. So ist es in vielen Fällen möglich, eine fortschreitende Verkürzung des Gebärmutterhalses, eine vorzeitige Öffnung des Muttermunds und damit eine Frühgeburt zu verhindern. Natürliches Progesteron kann als Vaginalgel oder Tablette angewendet werden. Synthetisches Progesteron verabreichen Ärzte über eine Injektion.

    Frühgeburt verhindern: die Lungenreife-Behandlung

    Bei einer drohenden Frühgeburt wird der Mutter ein Medikament gespritzt, das die Lungenreifung des ungeborenen Kindes beschleunigt. Das darin enthaltene Kortison gelangt über die Plazenta zum Ungeborenen und erhöht die Überlebenschancen des Kindes im Falle einer Geburt. Denn es verbessert dessen Lungenfunktion. Das Kortison senkt damit das Risiko für schwerwiegende Atmungsprobleme des Babys nach der Geburt und für eine künstliche Beatmung des Kindes. Auch sinkt mit der indirekten Gabe von Kortison die Wahrscheinlichkeit für Hirnblutungen.

    Frühgeburt verhindern: Muttermund verschließen (Cerclage)

    Hat sich der Gebärmutterhals aufgrund von vorzeitigen Wehen oder einer generellen Gebärmutterhalsschwäche bereits verkürzt, kann eine sogenannte „Cerclage“ durchgeführt werden. Dabei wird der Muttermund im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs mithilfe eines Kunststoffbands umschlungen und so fest verschlossen. So wird verhindert, dass sich der Muttermund öffnet oder sich noch weiter öffnet. Kurz vor dem Entbindungstermin wird das Band dann wieder entfernt. Alternativ kann ein Silikonring (Pessar) eingesetzt werden, der ebenfalls den Muttermund verschließt.

    Frühgeburt verhindern: vorzeitige Wehen mit Antibiotika behandeln

    Sind die vorzeitigen Wehen auf eine bakterielle Scheideninfektion zurückzuführen, wird in der Regel mit Antibiotika behandelt. In Studien konnte gezeigt werden, dass die Rate an Frühgeburten durch die Therapie einer vaginalen Infektion mit einem Breitbandantibiotikum um fast 50 % zurückging. Das Antibiotikum kann als Tablette oder Vaginalzäpfchen verabreicht werden.

    Frühgeburt verhindern: Stress reduzieren und Entspannung trainieren

    Häufig finden Ärzte keine körperliche Ursache für das Auftreten vorzeitiger Wehen. Dann gibt es möglicherweise psychische Faktoren, die zu vorzeitigen Wehen als Symptom einer drohenden Frühgeburt führen. Stress spielt hier nachweislich eine wichtige Rolle. Daher raten Ärzte schwangeren Frauen, sich in der Schwangerschaft und speziell natürlich bei einer drohenden Frühgeburt körperlich und seelisch zu schonen. Die Devise lautet: Einfach einen Gang herunterschalten. Das bekommt sowohl der Mutter als auch dem Kind gut.

    Um Stress zu reduzieren, können sich werdende Mütter bei Verdacht auf vorzeitige Wehen krankschreiben lassen. Auch ist möglicherweise eine Reduzierung der Arbeitszeit sinnvoll. Wenn die Wehen mit einem seelischen Konflikt in Verbindung stehen, sollte geschaut werden, wie dieser gelöst werden kann. Das Beenden eines Streits mit einem Familienmitglied oder einem Freund kann ebenso entlasten wie das Lösen eines Partnerschaftskonflikts. Gezieltes Entspannungstraining ist ebenfalls ein gutes Mittel, um den Stresslevel zu senken. Egal ob autogenes Training oder Meditation: Regelmäßiges Entspannungstraining führt bei vielen Menschen dazu, dass sie sich weniger gestresst fühlen und den täglichen Belastungen besser standhalten.

    Frühgeburt verhindern: vorzeitige Wehen durch verordnete Bettruhe abmildern

    Bei vorzeitigen Wehen empfehlen Frauenärzte in der Regel Bettruhe. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, eine Frühgeburt zu verhindern. Der Schluss liegt nahe, schließlich drückt im Liegen der Kopf des Kindes nicht mehr auf den Muttermund. So wird das Risiko gesenkt, dass sich der Gebärmutterhals verkürzt und sich der Muttermund öffnet.

    Ob eine strenge Bettruhe aber tatsächlich dabei hilft, eine Frühgeburt zu verhindern, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend erforscht. Es gibt aber Indizien dafür, dass eine körperliche Schonung bei vorzeitigen Wehen bereits ausreichen könnte. Die Schwangere profitiert in jedem Fall von einer größeren Entspannung und der Reduktion von Stress in der Schwangerschaft. Aber langes Liegen birgt eben auch Nachteile. Das Risiko für Thrombose oder Muskelschwund beispielsweise ist erhöht. Hier muss der Arzt individuell entscheiden, was das Beste für die werdende Mutter ist.

    Frühgeburt verhindern: vorzeitigen Wehen vorbeugen durch Verzicht auf Sex?

    Forscher haben herausgefunden, dass die im Sperma vorhandenen Prostaglandine zu vorzeitigen Wehen führen können. Andere Forscher wiederum halten die Konzentration der Hormone für zu gering, um Wehen auszulösen. Das Thema ist in der Fachwelt also umstritten. Sehr wahrscheinlich müssen Frauen mit einem normalen Schwangerschaftsverlauf aber nicht auf Sex verzichten. Treten allerdings Blutungen und verfrühte Wehen auf oder kam es in früheren Schwangerschaften zu Vorwehen, ist Vorsicht geboten. Dann kann es sinnvoll sein, vorübergehend der körperlichen Liebe zu entsagen, um eine Frühgeburt zu verhindern. Am besten fragst Du Deine Hebamme oder Deine Frauenärztin, wie sie in Deinem konkreten Fall die Situation einschätzen.

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