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    Babysprache – So gelingt die Kommunikation mit Babys

    Babys sind von ihren Eltern abhängig. Nur sie können die grundlegenden Bedürfnisse des Babys erfüllen. Mit richtigen Worten sprechen können Säuglinge noch nicht, aber mit der Babysprache haben sie eine Strategie, wie ihre Eltern sie trotzdem verstehen können. So versichern sie sich, dass ihre Eltern auf ihre Bedürfnisse eingehen können. Mit ganzem Körpereinsatz zeigen Babys durch die Babysprache, wie sie sich gerade fühlen und was in ihnen vorgeht. Körperhaltung, Gestik und Mimik, die Hände und auch das Schreien geben Auskunft, was das Baby braucht. Lernen Sie in diesem Beitrag, was Ihr Baby ausdrücken möchte. Auf der Basis der Babysprache können Sie bindungsorientiert auf Ihr Baby eingehen und angemessen auf seine Signale reagieren.

    Warum das Deuten der Babysprache sinnvoll ist

    Gerade in der Anfangszeit müssen sich Eltern und Baby erst kennenlernen. Wollen die Eltern wissen, was ihr Baby gerade benötigt, ist es wichtig, auf dessen Signale und die Babysprache zu achten. Bevor es weint, weil es beispielsweise Hunger hat, versucht es durch Gestik, Mimik und Laute auf sich und sein Bedürfnis aufmerksam zu machen. Über neun Monate hat das Baby sicher und bestens versorgt in der Gebärmutter gewohnt. Bedürfnisse wurden stets sofort erfüllt. Nun ist es darauf angewiesen, dass die Eltern es versorgen. Es braucht Hilfe. Schreit ein Baby, geht es darum, dass seine Grundbedürfnisse nicht erfüllt sind. Es braucht Nähe, hat Hunger, fühlt sich wegen einer vollen Windel unwohl oder ist müde und überreizt. Dies möchte das Baby mitteilen.

    Weniger Schreien durch Babykommunikation

    Lernt man als Eltern diese Mitteilungen der Babysprache zu deuten und erfüllt die Bedürfnisse des Babys rechtzeitig, so schreit es weniger und ist zufriedener. Im Gegensatz zu früheren Meinungen hat die Erfüllung der Grundbedürfnisse und das Eingehen auf die Babysprache nichts mit dem Verwöhnen der Säuglinge zu tun. Auf keinen Fall sollte man daher ein Baby schreien lassen und seine Mitteilungen missachten. Schon eine gute und gewaltfreie Kommunikation im Babyalter trägt zu späteren Kommunikationskompetenzen bei.

    Übersetzung der Babysprache

    Babys haben zwar nicht die Möglichkeit sich über Wörter auszudrücken, dennoch haben sie eine eigene Babysprache. Babys kommunizieren mit ihrem ganzen Körper über Gestik, Mimik, Laute und ihre Körperhaltung. Das Deuten der Signale hilft, besser mit dem Baby nonverbal kommunizieren zu können. Ohne, dass das Baby die Babysprache erlernen muss, kann es seinen Eltern wichtige Informationen mitteilen. Diese müssen nur gut zuhören und verstehen lernen. Um das Baby zu verstehen, ist es wichtig die sechs Bewusstseinszustände des Babys zu kennen.

    Babysignale in den sechs Bewusstseinszuständen

    Um zu verstehen, wie es dem Baby gerade geht, müssen die Eltern lernen die Mitteilungen der Babysprache in den sechs Bewusstseinszuständen zu deuten. Zu unterscheiden sind ruhiges und aktives Schlafen, der ruhige, der aktive sowie der schläfrige Wachzustand und das Schreien. In bestimmten Bewusstseinszuständen sind bestimmte Bedürfnisse besonders charakteristisch. Vor dem Hintergrund des Bewusstseinszustandes werden die Anzeichen des Babys viel deutlicher. Im Tagesrhythmus durchlaufen die Babys alle Zustände.

    Babysignale beim ruhigen Schlafen

    Das ruhige Schlafen ist der erste Zustand, in dem sich ein Baby befinden kann. Das Baby befindet sich im Tiefschlaf, der Körper und das Gesicht sind entspannt und das Baby lässt sich durch äußere Reize kaum wecken. Die Atmung ist sehr regelmäßig und ruhig. Wecken Sie Ihr Baby in diesem Zustand möglichst nicht. Das tiefe Schlafen ist unter anderem eine Schutzreaktion vor zu starker Überreizung.

    Babysignale beim aktiven Schlafen

    Durch rasche REM-Augenbewegungen und körperliche Bewegungen im Schlaf erkennt man den zweiten Bewusstseinszustand des Babys – den aktiven Schlaf. Unregelmäßige Atmung, gelegentliche Laute und kurzes Aufschreien sowie eine ausgeprägte Mimik sind ebenfalls charakteristisch. In dieser Phase verarbeitet das Baby durch den Traumschlaf die Reize der Wachphasen. Aktives beruhigen der Eltern durch Streicheln oder Ansprechen sowie weitere äußere Reize können das Baby schnell stören und es wacht auf. Die körperliche Anwesenheit beruhigt das Baby hingegen. Auf diese Schlafphase folgt entweder eine weitere Tiefschlafphase oder das Baby wacht mit einem Bedürfnis auf.

    Babysignale im ruhigen Wachzustand

    Im ruhigen Wachzustand hat das Baby die Augen weit geöffnet, es findet kaum körperliche Bewegung statt. Dafür ist das Baby extrem konzentriert und folgt dem Geschehen aufmerksam. Es fokussiert sich auf das Hören und Sehen. In diesem Zustand lernen Babys und Kinder später am meisten und bauen Ihre Fähigkeiten aus.

    Babysignale im aktiven Wachzustand

    Im vierten Zustand, dem aktiven Wachzustand bewegt sich das Baby aktiv. Es möchte mit den Eltern interagieren und spielen. Gerne gibt das Baby in diesem Wachzustand Laute von sich. Auf diesen aktiven Wachzustand folgt meist die Ankündigung eines Bedürfnisses. Gerade kurz vor dem Essen, bevor es in die Windel macht oder bei Aufregung die schnell in Überreizung umschlagen kann, befindet sich das Baby in diesem aktiven Zustand. Für Neugeborene ist dieser aktive Zustand noch sehr anstrengend. Er wird nur über wenige Minuten aufrechterhalten.

    Babysignale im schläfrigen Wachzustand

    Der fünfte Bewusstseinszustand, ist der Übergang zwischen Schlaf- und Wachzustand. Er tritt demnach beim Aufwachen und beim Einschlafen auf. Die Lider werden schwer und die Augen können kaum offen gehalten werden. Das Baby ist nicht aufnahmefähig und wirkt teilnahmslos. Zum Einschlafen oder Aufwachen braucht es Ruhe.

    Babysignale beim Schreien

    Bevor das Baby mit geschlossenen Augen, unregelmäßiger Atmung und sehr hohem Muskeltonus aus Verzweiflung laut losbrüllt, quengelt es zunächst. Die verengten Augen, der kräftige, teils stoßende Muskeltonus und die wechselnden Unmutslaute deuten bereits darauf hin, dass das Baby ein Bedürfnis hat, welches erfüllt werden will. Erst wenn diese Art der Kommunikation nicht zielführend ist, wechselt es zum äußerst anstrengenden Schreien. Das Schreien bedeutet für das Baby enormen Stress.

    Babysprache des Körpers

    Je nachdem in welchem Bewusstseinszustand sich ein Baby befindet, kommuniziert es unterschiedlich über den Körper in der Babysprache. Im aktiven Wachzustand bewegt es Arme und Beine freudig und ist aufnahmefähig. Es ist Zeit für ein kleines Spiel. Im ruhigen Wachzustand ist der Körper ruhig und auch Arme und Beine sind locker. Das Baby ruht in sich. Es freut sich, wenn die Eltern mit ihm sprechen oder ihm Angebote zum Spiel machen. Wird das Baby müde, geht es in die schläfrige Wachphase über. Die Körperspannung nimmt deutlich ab. In einer ruhigen Schlafumgebung erleichtern die Eltern dem Baby das Einschlafen. Verpasst man diesen Zeitpunkt, fängt das Baby an durch die Übermüdung ruckartige Bewegungen und sich steif zu machen und die Augen zu reiben. Spätestens jetzt sollte es schlafen gelegt werden. Ist ein Säugling hungrig öffnet er seinen Mund, sucht nach der Brust und steckt sich die Fäustchen in den Mund. Wenn die Eltern schon jetzt reagieren und den Hunger stillen, fängt es nicht an zu weinen. Fühlt sich ein Baby unwohl, weil es Schmerzen hat oder eine Ausscheidung ankündigt bewegt es sich unruhig, zieht die Beine an den Körper und krümmt sich leicht.

    Babysprache mit Mimik

    Auch anhand der Mimik erkennt man die Bewusstseinszustände und die Bedürfnisse des Babys. Im ruhigen Wachzustand sind die Augen weit geöffnet und konzentriert. Sie beobachten und verfolgen vor allem die Kommunikation der Eltern. Im aktiven Wachzustand fixiert das Baby Gegenstände und blickt in der Umgebung umher. Wendet das Baby seinen Blick ab, möchte es nicht mehr spielen und geht in den Zustand der Schläfrigkeit über. Ohne Fokus blickt es glasig und die Augenlider scheinen schwer zu werden. Oft fängt das Baby an zu gähnen und Grimassen zu schneiden. Hat ein Baby Schmerzen, ist auch die Mimik verkrampft.

    Babysprache mit Lauten

    Richtige Wörter verwenden Babys in der Babysprache noch nicht, aber Laute geben sie schon von sich. Im Spiel, also im aktiven Wachzustand lacht und plappert es vor sich hin. Es probiert sich und seine Stimme aus. Reden die Eltern im ruhigen Wachzustand mit dem Baby, versucht es die Eltern nachzuahmen und verfolgt die Mundbewegungen genau. Eine weitere Möglichkeit sich auszudrücken, hat das Baby durch den sechsten Bewusstseinszustand – das Schreien. Nur im Notfall, wurden seine Bedürfnisse missachtet, ist es die letzte Möglichkeit, um auf sich aufmerksam zu machen. Tonlage und Intensität des Schreiens unterscheiden sich je nach Bedürfnis. Durch genaue Beobachtungen lernen die Eltern das Schreien bei Müdigkeit, Hunger, Nähebedürfnis, Schmerzen, Ausscheidung, Überreizung und vielem Weiteren zu unterscheiden.

    Welche Babysignale bei welchem Bedürfnis?

    Hat mein Baby gerade Hunger oder ist es doch müde? Vor allem anfangs fällt es den Eltern noch schwer das Baby richtig zu deuten. Die Auflistung hilft, die Sprache der Babys zu verstehen und die Signale richtig zu interpretieren. So können Eltern verstehen, was Ihr Baby gerade braucht.

    Die Anzeichen des Babys bei Hunger

    • Schmatzen und Mund weit öffnen
    • Saugen an den Händen
    • Bewegungen Richtung Brust, auch wenn es sich nicht um die Mutter handelt
    • Bewegungen des Kopfes nach links und rechts, das Baby sucht die Nahrungsquelle

    Zeitliche Angaben geben keinen Ausschlag darüber, ob das Baby Hunger hat. Auch bei einem Abstand der letzten Mahlzeit von nur einer halben Stunde kann es sein, dass das Baby hungrig ist. Bei Neugeborenen muss sich der Magen erst auf die Mahlzeiten einstellen. Der Abstand ist bei jedem Kind individuell und kann auch unter eineinhalb Stunden betragen. Werden die ersten Anzeichen nicht beachtet, fängt es an zu quengeln und schließlich zu Schreien.

    Andere Anzeichen bei Flaschenbabys?

    Babys die mit der Flasche gefüttert werden, senden keine anderen Signale als Stillbabys. Die Anzeichen gibt das Baby intuitiv. Sie sind angeboren und so bei allen Kindern gleich. Auch ein Flaschenbaby wird versuchen sich Richtung Brust zu bewegen. Allerdings sollte gerade bei Flaschenkindern auf früheste Hungerzeichen geachtet werden, da das Zubereiten der Flasche Zeit in Anspruch nimmt. In kürzester Zeit kann der Babyhunger größer werden und das Baby fängt an zu schreien.

    Hunger und Saugbedürfnis unterscheiden

    Babys haben ein ausgeprägtes Saugbedürfnis. Durch das Saugen werden Spannungen abgebaut. Es ist schwierig das Hunger und das Saugbedürfnis zu unterscheiden. Bei Stillkindern ist eine Unterscheidung nicht zwingend notwendig. Das Baby kann an der Brust nuckeln, ohne dass es Milch trinkt und schluckt. Eine Entscheidung, ob das Baby einen Schnuller bekommt, müssen die Eltern individuell treffen. Flaschenkinder benötigen zur Befriedigung des Saugbedürfnisses einen Schnuller. Allerdings hat das Baby nicht in jedem Unruhezustand ein Saugbedürfnis. Nur, wenn es nach der Brust oder dem Schnuller sucht mit den Selben Anzeichen wie beim Hungerbedürfnis möchte es auch saugen. Ein Schnuller oder die Brust sollte somit nicht sofort bei jedem Quengeln angeboten werden.

    Die Anzeichen des Babys bei Müdigkeit

    • Das Baby wendet sich ab, der Blick ist unfokussiert
    • Reiben von Augen und Ohren
    • Der Körper ist schlaff
    • Die Augen werden kleiner oder fallen sogar zu

    In den ersten Wochen schlafen Babys rund 20 Stunden. Dies kann von Kind zu Kind mehr oder weniger variieren. Neugeborene sind oft maximal eineinhalb Stunden wach. Es kann auch sein, dass das Baby nach einer halben Stunde des aufmerksamen Spiels bereits wieder müde ist. Wird es dann wach gehalten, kann es zur Überreizung führen.

    Die Anzeichen des Babys bei Schmerzen

    • Starke Anspannung des Körpers, steif machen
    • Lautes und schrilles Schreien
    • Bei Bauchschmerzen Anziehen der Beine

    Leidet ein Baby unter Schmerzen, braucht es Hilfe. Bei Bauchschmerzen helfen Bauchmassagen, das Tragen im Tragetuch und das Tragen im Fliegergriff. Aber nicht jedes Mal, wenn das Baby laut schreit, hat es Schmerzen. Ist es nur überreizt stören die zusätzlichen Zuwendungen. Eine sehr genaue Beobachtung ist hier notwendig, damit dem Baby geholfen wird.

    Die Anzeichen des Babys bei Nähebedürfnis und Aufmerksamkeit

    • Quengeln des Babys sobald Sie es Ablegen oder den Raum verlassen
    • Arme und Beine ausstrecken, bereit sein hochgenommen zu werden
    • Zufriedenheit sobald es auf dem Arm ist

    Das Baby war vierzig Wochen in dem Bauch der Mutter. Nach der Geburt ist ein Start in die echte Welt schwer. In der Nähe von vertrauten Personen fühlt sich das Baby sicher und kann alle Reize besser verarbeiten. In der Natur hätte ein Baby früher nicht lange überlebt, wäre es ständig abgelegt worden. Das große Nähebedürfnis vor allem nachts ist biologisch veranlagt.

    Die Anzeichen des Babys bei einer vollen Windel

    • Das Baby weint oder quengelt, zeigt aber keine Hunger- oder Müdigkeitsanzeichen
    • Das Baby trinkt oder schläft nicht, obwohl es hungrig oder müde ist
    • Große Unruhe, hoher Muskeltonus
    • Greifen in Richtung Windel

    Neugeborene haben noch einen Reflex, der verhindert, dass Sie sich selbst durch Ausscheidungen beschmutzen. Der Kontakt mit Urin und Kot ist vor allem in der Anfangszeit sehr unangenehm für Babys. Hat es sich an die Windel gewöhnt, kann es sein, dass eine volle Windel nicht mehr stört.

    Die Anzeichen des Babys bei Überreizung

    • Plötzliches lautes Aufschreien
    • Kurze Ablenkung möglich
    • Abwenden des Blickes
    • Große Bewegungen mit Armen und Beinen
    • Anspannen der Hände zu Fäusten
    • Drücken ins Hohlkreuz

    Wichtig in Situationen der Überreizung ist es, dass die Eltern das Baby aus der Situation herausholen und es vor weiteren Reizen abschirmen. Oft hilft es, dass Baby nah bei sich zu halten, zum Beispiel in einem Tragetuch oder auf dem Arm, mit Blick Richtung der vertrauten Person oder in einen abgedunkelten Raum zu wechseln.

    Die Anzeichen des Babys bei Wärme und Kälte

    • Hitze und Schwitzen im Nacken, roter Kopf und Unruhe bei Wärme
    • Kühler Nacken, Schluckauf, wenig Bewegung bei Kälte

    Babys können die Körpertemperatur nur schwer kontrollieren. Es kann schnell passieren, dass ihm zu warm oder zu kalt ist. Im Nacken spürt man die Temperatur am Besten. Generell gilt, man sollte seinem Baby immer eine Lage mehr anziehen, als man selber trägt und bei Bedarf im Nacken fühlen.

    Als Eltern die Babysprache lernen

    Zu Anfang sprechen Eltern und Kind nicht dieselbe Sprache. Durch genaues Beobachten können die Eltern die Babysprache ihres Kindes lernen. Schon vor der dem eindeutigen Ausdruck des Schreiens macht das Baby auf sich und seine Bedürfnisse aufmerksam. Beobachten die Eltern ihr Baby genauestens, können auch kleinste Veränderungen schon wahrgenommen werden. Sie verstehen besser, wie es ihrem Baby gerade geht, was es gerade braucht. Nimmt man sich täglich einige Minuten Zeit und beobachtet in dieser Zeit das Baby ausschließlich, lernt man es besser zu verstehen. Es gibt Situationen, in denen man merkt, das Baby möchte etwas ausdrücken, man versteht jedoch noch nicht was. Nimmt man sich in diesen Momenten einen kurzen Augenblick Zeit zum Beobachten, statt direkt zu handeln, kann man über das Analysieren der Gestik, Mimik und der Laute lernen, die Babysprache zu verstehen. Folgende Fragen helfen dabei:

    • Wie bewegt sich mein Baby gerade?
    • Ist der Blick aufgeweckt oder abwesend?
    • Welche Laute gibt mein Baby von sich?
    • In welchem Bewusstseinszustand befindet sich mein Baby gerade?
    • Was braucht mein Baby in diesem Bewusstseinszustand?

    Auf die Anzeichen des Babys reagieren

    Verstehen die Eltern die Babysprache nicht, ist es schwerer auf die Kommunikation zu reagieren. Bedürfnisse wie Hunger, Müdigkeit oder Nähe werden erst durch das Schreien bemerkt. Wird die Babysprache und somit auch die Bedürfnisse verstanden, ist es einfacher, dem Baby ein passendes Angebot zu machen. Nuckelt es bereits an den Fingern, wirkt etwas unruhig und sucht mit geöffnetem Mund etwas, bietet man ihm Nahrung an. Gähnt das Baby und wendet den Blick ab, bietet man ihm einen ruhigen Schlafplatz. Babys drücken Bedürfnisse niemals ohne Grund aus oder um die Eltern zu ärgern. Auch schreien ist für das Baby sehr anstrengend. Eine bedürfnisorientierte Reaktion auf die Babysprache hat demnach nichts mit dem Verwöhnen des Kindes zu tun.

    Babysignale mit Wörtern unterstützen

    Unterstützt werden kann die Babysprache durch die Worte der Eltern. Mit den Worten werden nicht nur Begriffe, sondern auch die Beziehung zwischen Eltern und Kind und Emotionen vermittelt. Begleitet man von Anfang an die Babysprache mit passenden Sätzen – „Ich sehe, du gähnst. Du bist bestimmt müde. Komm wir gehen schlafen“, überträgt sich dies auf die Stimmung und die Emotionen des Kindes. Durch die liebevolle Ansprache fühlt es sich verstanden und geborgen.

    5 Tipps auf das Baby-Schreien zu reagieren

    Trotz aller Bemühungen die Babysprache zu verstehen, schreien Babys. Je nach Temperament mehr oder weniger. Können wir dem Baby nicht helfen, weil es beispielsweise starke Blähungen hat, ist es schwer, mit dem Baby zu kommunizieren. Momente, in denen das Baby schreit sind kräftezehrend. Diese Tipps helfen beim Schreien richtig zu reagieren:

    • Versuchen Sie Ihren eigenen Stress, nicht auf das Kind zu übertragen. Gerade in den ersten Wochen schreien Babys in den Abendstunden, weil sie von den vielen Eindrücken des Tages überreizt sind.
    • Sind die Grundbedürfnisse des Babys wie Hunger, eine frische Windel oder Müdigkeit befriedigt, bleiben Sie bei einer Beruhigungsmethode. Der ständige Wechsel zwischen verschiedenen Positionen, Orten oder Menschen stresst das Baby zusätzlich.
    • Enger Körperkontakt mit den Eltern, vorzugsweise Haut an Haut beruhigt das Baby
    • Machen Sie sich bewusst, dass Ihr Baby Sie nicht ärgern will oder Ihnen Vorwürfe macht, weil Sie es falsch halten etc. Ihr Baby muss viele Reize verarbeiten und hat in den ersten Wochen oft mit Blähungen oder Koliken zu kämpfen und braucht Nähe und Liebe.
    • Belastet Sie das Schreien stark, hören Sie über Kopfhörer Musik oder verlassen Sie für einen kurzen Zeitraum den Raum, um Wut zu vermeiden.

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