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    Babyspiele – Förderung und Beschäftigung für Babys

    Fangen Babys nach der ersten Anpassung an, die Welt zu erkunden, haben Eltern oft Angst ihre Kinder zu unter- beziehungsweise zu überfordern. Das Spielen fördert die Entwicklung des Babys auf allen Ebenen. Gut ist es dann, zu wissen, wie ein Baby lernt und spielt, wie man es darin unterstützen kann, wann welche Lernphasen durchlaufen werden und wie diese optimal unterstützt werden können und welche Voraussetzungen für das Babyspiel optimal sind. Von Fingerspielen über Spiele, die die Bewegung fördern bis hin zu Wasserspielen finden Sie hier Anregungen, wie Sie Ihr Baby auch an langen Nachmittagen Zuhause beschäftigen können.

    Warum das Spielen wichtig für Babys ist

    Kinder und Babys sind von Natur aus neugierig und haben einen inneren Entdeckungsdrang. Sie wollen die Welt um sich herum verstehen. Gibt man Babys Raum und Zeit zum Spielen, kann man beobachten, dass sie getrieben vom Entdeckungsdrang, die Welt von ganz alleine erkunden. Um sich geistig und motorisch normal zu entwickeln, müssen Babys und Kinder spielen. Im Spiel suchen sich schon Babys Lernanreize, die ihrem jeweiligen Entwicklungsstand entsprechen. Spielend werden motorische und sprachliche Fähigkeiten sowie die Konzentrationsfähigkeit ausgebaut. Auch weitere Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen, Kreativität, das Einhalten von Regeln und Konfliktfähigkeit werden im Spiel gefördert.

    Babys lernen durch Spielen

    Babys lernen anders als Erwachsene. Lernprozesse in der Babyzeit hinterlassen viel stärkere Prägungen, da elementare Fähigkeiten, wie das Sitzen, Laufen oder Sprechen geübt werden und sich das Gehirn noch im Wachstum befindet. Frühkindliche Lernprozesse optimieren die noch nicht ausgereifte funktionelle Schaltkreise im Gehirn. Dazu gehört beispielsweise das limbische System, auch Belohnungssystem genannt. Im Gehirn des Babys werden Grundlagen für spätere Lernprozesse und die damit verknüpften Emotionen gelegt. Beim Spielen werden Botenstoffe, wie Opiate des Körpers oder Katecholamine freigesetzt. Diese fördern Vernetzungen im Gehirn. Durch die Babyspiele werden die unendlichen Verbindungsmöglichkeiten gefördert und stabilisiert. Im Spiel wird das höchste Leistungsniveau des kindlichen Gehirns erreicht. Hindert man Kinder daran zu spielen, kann sich das Gehirn nicht richtig ausbilden und auch das Sozialverhalten ist nachhaltig gestört.

    Neue Lernanreize durch Babyspiele schaffen

    Befindet sich das Baby in einem aufmerksamen und aktiven Wachzustand, ist es aufnahmefähig für neue Lernanreize. Beobachtet man ein waches und gesundes Kind, so stellt man fest, dass es sich eine Spielmöglichkeit sucht. Menschenkinder investieren mehr Energie in das Spiel als jede andere Tierart. Von Natur aus sind Babys neugierig und wollen Spielen. Diese Neugier veranlasst das Baby dazu, neue Fähigkeiten auszuprobieren und zu trainieren. In der Bauchlage entdeckt das Baby einen bunten Ball. Es möchte den Gegenstand mit allen Sinnen erfahren und versucht dort hin zu krabbeln. Der Ball symbolisiert in diesem Fall den Lernanreiz zum Krabbelnlernen. Schon Babys suchen sich Lernanreize, die ihrem derzeitigen Entwicklungsstand entsprechen. Nicht jede Fähigkeit kann gleichzeitig und schon gar nicht auf Vorgabe geübt werden. Das Lernen bedarf der Neugier des Babys. Ist diese nicht geweckt, weil der Lernprozess gerade unwichtig für die Lernentwicklung ist, lernt das Kind aus der Übung nichts. Eltern können Babys Lernanreize anbieten, aber nicht gezielt eine Fähigkeit trainieren.

    Der Flow-Zustand beim Spielen

    Finden Babys einen Lernanreiz durch das Babyspiel, welches ihrem Entwicklungspotenzial entspricht, können sie sich lange damit beschäftigen. Diese intensive Aufmerksamkeit bezeichnet man auch als Flow-Zustand. Eine Ablenkung ist in diesem Zustand kaum möglich. Das Baby gibt sich mit der Konzentration völlig dem Babyspiel hin. Dieser Flow-Zustand kann nur durch die eigene Neugier ausgelöst werden. Das Baby probiert selbstständig, wie es einen Gegenstand benutzen kann. Im Wechsel zwischen Einordnung in eigene Erfahrungen und Veränderung kognitiver Schemata lernt das Baby die Welt um sich herum kennen. Der Flow ist die höchste Stufe der Leistungsfähigkeit. Während der völligen Hingabe der Aufgabe wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet, welches in dem Fall für ein gesteigertes Wohlempfinden verantwortlich ist. Das Lernen im Flow-Zustand wird mit einer besonders positiven Emotion verknüpft.

    Freispiel ist wichtig für die Entwicklung

    Darf das Baby frei entscheiden, was, wann, wie und womit es spielt und sich seiner eigenen Neugier hingeben, so erreicht es im Spiel viel öfter einen Flow-Zustand. Auch ein Baby sucht sich von alleine Anreize durch Babyspiele, die seinem Entwicklungsstand entsprechen. Diese selbst ausgesuchten Babyspiele fördern es bestmöglich in seiner Entwicklung. Lassen Eltern ihr Kind spielen, ohne mit ihrem eigenen Erfahrungsschatz einzugreifen, kann dieses seine Fähigkeiten selbst entdecken. Entdeckt das Baby selbst, dass der bunte Ball rollt, wenn man ihn anstößt, wird dieser Lernprozess mit positiveren und intensiveren Emotionen und Erfahrungen verknüpft, als wenn die Eltern das aus Erwachsenensicht vermeintlich richtige Spiel vormachen. Um zu lernen, müssen schon Babys den Prozess selbstständig in Ruhe entdecken und beliebig oft selber wiederholen. Freispiel bedeutet jedoch nicht, dass die Eltern das Kind nicht begleiten und nebenbei etwas anderes machen. Beim Freispiel geben die Eltern durch Ihre Anwesenheit dem Kind Sicherheit. Im geschützten Rahmen probiert das Baby gerne neue Babyspiele aus.

    Lernphasen für Babyspiele nutzen

    Kinder wachsen mental wie körperlich in Sprüngen. In verschiedenen Altersstufen finden Gehirnveränderungen statt, die man über Hirnstromveränderungen messen kann. Während eines Sprungs entwickelt das Baby in kürzester Zeit eine neue Fähigkeit, ausgelöst durch das Nervensystem. Während eines Sprungs interessiert sich das Baby plötzlich für neue Gegenstände oder neue Babyspiele, um diese Fähigkeit auszubauen. Durch genaue Beobachtung können Eltern feststellen, was ihr Baby gerade interessiert und ihm passende Babyspiele anbieten, um neu erworbene Fähigkeiten zu fördern. Erst wenn sich das Baby in dieser Lernphase befindet, kann diese Fähigkeit gefördert werden. Bevor es eine bestimmte Lernphase nicht erreicht hat, sind Körper und Gehirn nicht in der Lage diese Fähigkeit zu erlernen. Jedes Baby bringt bei der Entwicklung sein eigenes Tempo und Temperament mit und setzt selbst die Schwerpunkte innerhalb der Lernphasen.

    Spiel-Anregungen zum Greifen

    Bis zum dritten Lebensmonat haben Neugeborene einen angeborenen Greifreflex. Erst nachdem dieser Reflex verschwunden ist, kann das Baby lernen gezielt zu greifen. Dazu muss es Hände und Augen gleichzeitig koordinieren. Anfangs dienen die eigenen Hände als Spielzeug. Babys erkunden Gegenstände mit allen Sinnen, um die Welt zu begreifen. Die Hände werden zusammengeführt, in den Mund genommen, Bewegungen der Hände werden genauestens beobachtet. Hatte das Baby Zeit seine eigenen Hände zu erkunden, sind erste Greifspiele sinnvoll.

    • Unterschiedliche Materialien wie Holz, Papier, Stoff oder eine Bürste wecken durch die wechselnde Haptik das Interesse des Babys. Wählen Sie anfangs Gegenstände, die nicht zu schwer sind und leicht für das Baby zu greifen sind.
    • Halten Sie einen der Gegenstände in das Blickfeld des Babys, sodass es danach greifen kann. Geben Sie ihm so viel Zeit, wie es möchte, den Gegenstand zu erkunden.
    • Auch in Bauchlage lässt sich das Greifen optimal trainieren. Legen Sie 2-3 Gegenstände vor das Baby in Bauchlage und lassen Sie Ihr Baby selbst entscheiden und erkunden
    • Vor Allem rote Gegenstände und Gegenstände mit starken Kontrasten gefallen dem Baby und animieren zum Greifen.

    Spiel-Anregungen zum Drehen

    Um sich vom Bauch auf den Rücken drehen zu können, benötigt ein Baby starke Muskeln. Diese Muskeln bildet es beim Strampeln mit Armen und Beinen, aber auch in der Bauchlage, wenn es versucht das Köpfchen zu heben und sich in den Unterarmstütz zu begeben. Zwischen dem dritten und dem siebten Monat haben die meisten Babys so gut trainiert, dass sie es schaffen sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen. Die Koordination der Drehung vom Bauch auf den Rücken ist schwieriger, oft schaffen Babys dies mit etwa neun Monaten. Viele Babys fallen jedoch auch schon früher vom Bauch auf den Rücken. Diese Bewegung ist jedoch meist aus Versehen und nicht bewusst gesteuert.

    • Um sich Drehen zu können, braucht ein Baby Platz und Zeit. Auf einer weichen Unterlage mit ausreichend Bewegungsmöglichkeit dreht sich ein Baby am liebsten. Geben Sie Ihrem Baby Zeit sich zu drehen. Platzieren Sie 2-3 für das Baby interessante Gegenstände um es herum und warten Sie ab, was passiert.
    • Babys, die regelmäßig in Bauchlage trainieren, erreichen den Meilenstein des Drehens meistens früher, da sie in der Bauchlage wichtige Muskeln aufbauen. Schon Neugeborene sollen im wachen Zustand in Bauchlage trainieren.
    • Sie können das Baby zum Drehen animieren, indem Sie einen interessanten Gegenstand vor sein Gesicht führen. Will es danach greifen, führen Sie den Gegenstand langsam zur rechten oder linken Seite, sodass es sich mitdrehen muss, um danach zu greifen.
    • Unterstützen Sie Ihr Baby vorsichtig bei den ersten Drehversuchen, indem Sie bei der Bewegung mithelfen.

    Spiel-Anregungen zum Sitzen

    Mit etwa acht Monaten lernen Babys, selbstständig zu sitzen. Eltern können das Erreichen dieses Meilensteins unterstützen, indem Sie ihrem Baby Anregungen geben, sich aus eigener Kraft hinzusetzen. Wird das Baby von den Eltern hingesetzt, obwohl es dies noch nicht alleine schafft, drohen Haltungsschäden und die Motivation geht verloren. Über die Seitenlage kann sich das Baby selbst in eine aufrechte Position begeben.

    • Halten Sie Ihrem Baby in Rückenlage Ihre Hände hin, sodass es sich daran hochziehen kann, sobald es seinen Kopf vollständig selbst halten kann.
    • Tragen Sie das Baby häufig in einer aufrechten Position, beispielsweise im Tragetuch, so baut es wichtige Rückenmuskeln für das Sitzen auf und kann die Umwelt aus einer interessanteren Position entdecken.
    • Helfen Sie ihrem Baby mit interessantem Spielzeug sein Gewicht zu verlagern, um selbstständig in die Sitzposition zu gelangen.
    • Hängen Sie eine Leine mit interessanten Gegenständen auf, die das Baby weder in Rückenlage noch in Bauchlage erreichen kann. Das weckt die Motivation, eine andere Position einzunehmen. Lassen Sie Ihrem Baby Zeit selbstständig die Lösung zu finden.

    Spiel-Anregungen zum Krabbeln

    Einer der wichtigsten Meilensteine, die erste Fortbewegungsmöglichkeit ist das Krabbeln. Zwischen dem 6. und dem 10. Lebensmonat erlernen Babys, parallel zum Sitzen das Krabbeln. Bevor losgekrabbelt wird, geht das Baby einige Zeit in den Vierfüßlerstand und übt durch vor und zurück Wippen. Die Balance auf Händen und Knien muss erst gefunden werden.

    • Wie auch zum Drehen braucht das Baby ausreichend Platz zum Krabbeln. Guten Halt und Schutz gibt ein Teppich. Ein Baby, welches häufig in einer Wippe liegt, hat keine Möglichkeiten das Krabbeln zu üben.
    • Das Lieblingsspielzeug außerhalb der Reichweite des Babys platziert, aber dennoch in sehbarer Nähe ist die größte Motivation zum Krabbeln. Warten Sie einige Zeit ab. Das Baby braucht Zeit um den Gegenstand zu fokussieren und seinen Körper zu koordinieren.
    • Babys sind Nachahmungskünstler. Krabbeln Sie mit Ihrem Baby doch einmal gemeinsam durch die Wohnung und machen Sie ihm vor, wie es sich fortbewegen kann.
    • Befindet sich ihr Baby im Vierfüßlerstand, halten Sie seine Hüfte und schaukeln es sanft hin und her. Durch die Gewichtsverlagerungen lernt das Baby, Balance zu halten. Sie können es auch mit dem Bauch über ihren Oberschenkel legen und diesen vorsichtig bewegen.

    Spiel-Anregungen zum Sprechen

    Bis ein Baby zusammenhängende und verständliche Sätze sprechen kann, vergehen bis zu drei Jahre. Der Grundstein wird jedoch schon in den ersten Monaten gelegt. In den ersten Monaten gibt das Kind lediglich Laute von sich, bis es mit etwa neun Monaten anfängt, erste Wörter zu sagen. Aus entwicklungspyschologischer Sicht ist ein breites Fenster für den Spracherwerb völlig normal. Mit einigen Spielen und Beschäftigungen können Eltern Ihr Baby zum Sprechen und Lautieren animieren.

    • Bevor Babys sprechen können, hören sie aufmerksam zu. Fingerspiele, Vorlesen oder ein einfaches Gespräch gefallen schon Neugeborenen. Gespannt lauschen sie der Stimme. Zuhören ist der wichtigste Baustein um Sprechen zu lernen.
    • Ab dem 5. Monat fangen Babys an, Laute nachzuahmen. Machen Sie mit Ihrem Baby ein Spiel daraus und machen Sie verschiedene Laute vor. Später ist das Baby dran und Sie bestätigen seine Laute, indem Sie diese nachahmen.
    • Kommentieren Sie die Aktivitäten des Babys von Anfang an, sodass es Wörter mit bestimmten Tätigkeiten oder Gegenständen verbinden kann.
    • Kleine Fragespiele eignen sich etwa ab dem 7. Monat: „Wo ist dein Ball?“

    Spiel-Anregungen zum Laufen

    Lernen Babys ab dem 6. Monat sich an Gegenständen hochzuziehen, beginnen sie gleichzeitig ihr Lauftraining. Beim Hochziehen und Entlanglaufen an Möbelstücken wird die Beinmuskulatur gestärkt, die wichtig für die ersten freien Schritte ist. Diese wird das Baby wahrscheinlich zwischen dem 11. und dem 18. Lebensmonat machen.

    • Am leichtesten und am besten für die Entwicklung des Babys ist es, barfuß zu laufen. Geben Sie Ihrem Kind möglichst häufig die Gelegenheit seine Füße ohne Hausschuhe und dicke Socken zu trainieren.
    • Setzen Sie sich zwei oder drei Schritte entfernt vom Baby hin und motivieren Sie es mit ausgestreckten Armen auf Sie zu zu kommen.
    • Ein Stuhl oder ein kleiner Wagen sind optimale Gegenstände, die ein Baby umher schieben kann, um dabei das Laufen zu üben. Lauflerngeräte sind nicht geeignet, da die Babys dort das Laufen im Zehenspitzenstand und nicht mit dem gesamten Fuß üben.
    • Platzieren Sie Gegenstände auf kleinen Tischen, auf dem Sofa oder anderen Möbelstücken, an denen sich Ihr Baby hochziehen darf, um seine Neugier zu wecken.

    Voraussetzungen für Spiele mit dem Baby

    Babyspiele machen dem Baby großen Spaß, wenn man dabei auf seine Bedürfnisse achtet. Beim Spielen geht es vor allem darum, dass Baby in seiner natürlichen Entwicklung zu unterstützen. Lernen, sich entwickeln und Spaß haben kann es nur, wenn es wach, satt und nicht müde ist. Diese aktive Wachphase beträgt bei Neugeborenen oft nur 30 Minuten am Stück. Der Tagesablauf von Eltern und Baby muss sich zunächst einspielen und gute Zeitpunkte zum Spielen müssen abgepasst werden. Auch beim Spielen gibt es wichtige Regeln zu beachten.

    Wie lange mit dem Baby spielen?

    Die Konzentrationsfähigkeit eines Babys schwankt zwischen einigen Sekunden bis zu mehreren Minuten. Maßgeblich hängt es von dem Charakter eines Babys ab, wie lange es sich konzentrieren kann. Umso älter ein Baby wird, desto länger kann es sich konzentrieren. Babyspiele sollten immer genau so lange gespielt werden, wie das Baby Freude daran hat. Die eigene Neugier und die Interaktion bei Babyspielen fördern gleichzeitig seine Konzentration. Ist das Baby abgelenkt und will ich einem anderen Spiel widmen, sollten Eltern dies zulassen. Das Baby bestimmt, wie lange es ein Spiel spielen möchte. Ein Spiel, welches zu lange gespielt wird, gibt es nicht. Besonders wenn sich das Baby im Flow-Zustand befindet und gerade besonders intensiv mit einem Spiel beschäftigt ist, fördert dies das Gehirn und die Konzentration enorm. Wird das Baby beim Spielen müde, möchte lieber kuscheln oder nur auf dem Schoß zuschauen, ist das ein völlig normales Verhalten und sollte so akzeptiert werden. Das Baby hat die Kompetenz eigenständig über das Tempo und den Zeitraum seiner Entwicklung zu bestimmen.  

    7 Verhaltensregeln bei Babyspielen

    1. Es sollten nur Spiele gespielt werden, die dem Baby gefallen. Sind Spiele und Aufgaben zu schwer und das Baby verliert das Interesse, lernt das Baby nichts aus dem Spiel. Die Freude des Kindes steht immer im Mittelpunkt.
    2. Geben Sie dem Baby bei gewecktem Interesse möglichst viel Zeit und Raum Dinge selbstständig auszuprobieren und machen Sie möglichst wenig „richtig“ vor.
    3. Gestalten Sie die Umgebung so, dass Ihr Baby möglichst geschützt ist und alles erkunden darf, damit Sie es so wenig wie möglich einschränken müssen. Zerbrechliche Gegenstände, scharfe Kanten oder andere Gefahrenquellen sollten entfernt werden.
    4. Schenken Sie Ihrem Baby beim Spielen die volle Aufmerksamkeit und geben Sie ihm somit Sicherheit. Vermeiden Sie es nebenbei auf Ihrem Handy zu tippen, fernzusehen oder zu lesen.
    5. Treten Sie mit Ihrem Baby in Kontakt. Wenn es ein Spielzeug gefunden hat, begleiten Sie diesen Vorgang mit Worten: „Schau mal, du hast einen Ring gefunden.“
    6. Das Baby bestimmt Spieldauer und Intensität. Ist es müde, möchte es auf den Arm oder hat Hunger, beachten Sie diese Bedürfnisse.
    7. Überfordern Sie das Baby nicht mit Spielen, zu denen es noch nicht körperlich in der Lage ist. Erst wenn das Baby körperlich und seelisch bereit für diese Lernphase ist, kann es die Babyspiele und Übungen ausführen.

    Babyspiele im ersten Lebensjahr

    Babyspiele im ersten Lebensjahr sollen das Baby in seiner Entwicklung unterstützen. Fähigkeiten, die ein Mensch zum Leben braucht, entwickeln Kinder in immer ähnlicher Reihenfolge, jedoch in ihrem eigenen Tempo. Das Baby wird in seiner Entwicklung von verschiedenen Entwicklungsanreizen geprägt. Die Veränderung des Körpers, die Anforderungen der Umwelt, sowie die eigene Motivation bestimmen die Entwicklung eines Babys. Je nach Möglichkeit lösen Babys Aufgaben und Herausforderungen auf ihrem jeweiligen Entwicklungsstand. Außenstehende können einen Entwicklungsschritt, wie beispielsweise das Krabbeln nicht auslösen, wenn die biologischen Veränderungen des Körpers noch nicht so weit vorangeschritten sind. Befindet sich das Baby in einem Entwicklungsschritt, können die Eltern diesen mit verschiedenen Babyspielen unterstützen. Umso älter ein Baby ist, desto aktiver und kreativer wird es Spielen.

    Babyspiele: 5 Tipps und Ideen für 0-3 Monate alte Babys

    • Wärmen Sie den Raum etwas auf und ziehen Sie das Baby nackt aus. Streichen Sie mit verschiedenen Gegenständen wie einer Bürste, einem weichen Schal oder einer Feder seinen Körper ab. Das Baby lernt, alle Körperteile zu fühlen.
    • Legen Sie sich gemütlich auf den Rücken und legen Sie Ihr Kind in Bauchlage auf ihren Bauch. Nah an den Eltern trainiert das Baby die Bauchlage besonders gerne.
    • Strampelt das Baby in Rückenlage, so geben Sie ihm einen sanften Widerstand. Gehen Sie in der rhythmischen Beuge- und Streckbewegung des Kindes mit.
    • Sind die Hände des Babys zu Fäusten geschlossen, regen Sie durch sanftes Streicheln an der Außenseite der Hand das Baby dazu an, seine Hand zu öffnen. Umso häufiger der Greifreflex des Babys genutzt wird, desto schneller geht er verloren und das Baby geht dazu über, gezielt zu greifen.
    • Halten Sie Ihr Baby vorsichtig auf dem Arm aufrecht vor sich, Ihr Oberkörper stützt den Kopf. Bewegen Sie Ihr Baby nun sanft nach rechts und links. Das schult die Bauchmuskeln des Babys.

    Babyspiele: 5 Tipps und Ideen für 4-6 Monate alte Babys

    • Befestigen Sie einen Wasserball an einer Schnur. Liegt Ihr Baby in Rückenlage, kann es gegen den Ball treten, den Sie an der Schnur festhalten.
    • Setzen Sie sich mit Ihrem Baby auf den Schoß an einen Tisch und lassen Sie es einmal in aufrechter Haltung mit verschiedensten interessanten Gegenständen spielen.
    • Lassen Sie Ihr Baby in der Rückenlage Ihre beiden Zeigefinger greifen. Bewegen Sie das Baby jeweils von links nach rechts in die Seitenlage.
    • Legen Sie Ihr Kind bäuchlings auf Ihre ausgestreckten Oberschenkel. Das Baby stützt sich mit seinen Armen vom Boden ab und trainiert die Armmuskeln. Vorsichtige Bewegungen steigern dieses Babyspiel.
    • Legen Sie sich beide, Eltern und Baby, in Bauchlage gegenüber und plaudern Sie ein bisschen. Machen Sie Ihrem Baby Laute vor, die es nachmachen kann.

    Babyspiele: 5 Tipps und Ideen für 7-9 Monate alte Babys

    • Geben Sie Ihrem Kind ein Spielzeug in die rechte Hand. Reichen Sie ihm nun ein weiteres Spielzeug über die rechte Seite. Das Baby wird versuchen asymmetrisch über die Körpermitte zu greifen.
    • Schneiden Sie in einen einfachen Schuhkarton und befüllen Sie diesen mit den verschiedensten Gegenständen, die das Baby gerade interessieren.
    • Befindet sich Ihr Baby in Bauchlage oder bereits im Vierfüßlerstand, reichen Sie ihm einen interessanten Gegenstand von oben. Das Verlassen der Mittellage ist ein erster Schritt zum Sitzen.
    • Legen Sie auf eine leicht erhöhte Fläche wie einen Karton mit 10 cm Höhe ein Spielzeug. Das Baby wird versuchen, sich daran hochzuziehen.
    • Das dritte Vierteljahr des Babys ist vor allem durch die Beikost geprägt. Lassen Sie Ihr Baby doch einmal ganz in Ruhe das Essen mit allen Sinnen erkunden. Wie fühlen sich gedünstete Möhren an? Was passiert, wenn man Sie mit der Hand zerdrückt? Wie fühlt sich festes Essen im Mund an?

    Babyspiele: 5 Tipps und Ideen für 10-12 Monate alte Babys

    • Lassen Sie Ihr Kind über verschiedene Hindernisse und auf verschiedenen Untergründen krabbeln. Bauen Sie zu Hause einen kleinen Parkour auf oder lassen Sie es auf dem Spielplatz im Sand krabbeln.
    • Legen Sie Spielzeuge auf erhöhte Flächen wie das Sofa, einen Karton oder einen Kindertisch, sodass sich Ihr Kind daran hochziehen kann.
    • Singen Sie Ihrem Kind immer die gleichen Lieder, mit denselben Bewegungen vor, sodass Ihr Kind Sie nachahmen und mitsingen kann.
    • Reichen Sie im Stehen Ihrem Baby Ihre Hand auf seiner Brusthöhe, sodass es an Ihrer Hand bequem die ersten Schritte machen kann. Damit es auch bei den ersten eigenen Schritten die Balance halten kann, ist es wichtig, die Hand des Babys nicht über dessen Kopf zu führen.
    • Besonders Spaß haben Babys in diesem Alter an Wasserspielen. Reichen Sie Ihrem Baby auf einem ausgebreiteten Handtuch mehrere Gefäße und einen Wasserkrug und lassen Sie es selbstständig damit spielen.

    Babyspiele online auf dem Tablet, Handy oder am Computer

    Spiele auf Bildschirmmedien sind für Babys weniger geeignet. Babys wollen ihre Umgebung mit allen Sinnen erfahren. Natürlich erregt das blinkende Smartphone Aufmerksamkeit, ist aber für Babys, gerade in der oralen Phase kein geeignetes Spielzeug. Babys können die schnellen Bildfolgen auf Bildschirmen nicht richtig wahrnehmen. Auch Stimmen oder Laute können ohne die dazugehörige Mundbewegung nicht aufgefasst werden. Unter zwei Jahren wird eine Mediennutzung von Bildschirmmedien nicht empfohlen. Eltern sollten mit Babys und Kleinkindern aktiv in Kommunikation und Beziehung treten. Ein Bilderbuch anzuschauen ist eine gute und ruhige Alternative für Babyspiele auf dem Tablet oder am Smartphone.

    Babyspiele für Jungs und Mädchen?

    Ein Feuerwehrauto für den Jungen, ein Kuscheltier für das Mädchen – schon in der Babyabteilung wird häufig zwischen typischem Jungen- und typischem Mädchenspielzeug unterschieden. Die Auswahl des Spielzeugs durch die Eltern beeinflusst spätere Vorlieben. Babys interessieren sich unabhängig vom Geschlecht, je nach Entwicklungsstand, für Autos und Kuscheltiere. Eine Auswahl an Spielzeugen, die verschiedene Fähigkeiten ansprechen, fördert die sozio-emotionale und motorische Entwicklung sowie die Entwicklung des räumlichen Denkens des Babys. Eine Unterscheidung zwischen Jungsspielen und Mädchenspielen ist demnach nicht sinnvoll.

    Mit anderen Kindern spielen

    Nicht immer müssen die Eltern oder andere Erwachsene als Spielpartner bei Babyspielen herhalten. Ab dem 6. Monat entwickeln Babys Interesse an gleichaltrigen Babys und größeren Kindern. Im gemeinsamen Spiel werden wichtige Grundlagen für soziales Miteinander gebildet. Auch wenn Babys und Kleinkinder bis etwa zwei Jahre mehr nebeneinander als miteinander spielen, beobachten sie sich gegenseitig und ahmen nach. Babys und Kleinkinder erleben dabei erste Formen von Freundschaft und Gemeinschaft. Gerade altersgemischtes Spielen ist für die soziale Entwicklung extrem förderlich. Babys lernen durch das Beobachten der größeren Kinder und diese festigen Ihr Können durch das Vormachen und übernehmen spielerisch Verantwortung.

    Eine Spielecke für das Baby einrichten

    Bei der Einrichtung von Kinderzimmern und Spielecken für Babys wird man von dem bunten Angebot der Hersteller beinahe erschlagen. Doch so geht es nicht nur den Eltern, auch die Babys sind von einem breit gefächerten Angebot an bunten Anreizen überfordert. Das Babyzimmer zum Spielen sollte so eingerichtet sein, dass es den Bedürfnissen des Babys entspricht. Da Babys sich meist auf dem Boden aufhalten, sollte dieser so gestaltet sein, dass es sich hier wohlfühlt. Ein Teppich ist bequem und wärmt von unten. Die Spielsachen sollten so verstaut werden, dass sie auch für das Baby erreichbar sind. Hat ein Gegenstand seine Neugier geweckt, kann das Baby selbst auswählen, womit es spielen möchte. Dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass das Baby alle Spielzeuge, ohne Verletzungsrisiko, selbst bespielen darf. Auch sonst sollte ein Verletzungsrisiko minimiert werden, sodass Eltern beim Spielen so wenig Regeln wie möglich aufstellen müssen. Ein Spiegel auf Babyhöhe hilft dem Baby, Gegenstände noch besser zu entdecken. Kann es sich beim Spielen im Spiegel beobachten, lernt es Emotionen und Bewegungen noch besser zuzuordnen.

    Mehr Spielspaß durch weniger Spielzeug und weniger Regeln

    Zu viele Spielsachen überfordern das Baby. Es kann sich nicht auf ein Spielzeug oder ein Babypiel konzentrieren, wenn viele andere Gegenstände die Aufmerksamkeit ablenken. Eine Lösung ist, Spielsachen von Zeit zu Zeit auszutauschen und nicht alles zur selben Zeit anzubieten. Hat das Baby einen Gegenstand für sich entdeckt und spielt interessiert damit, liegt es an den Eltern als Bezugsperson dem Baby Sicherheit zu bieten, aber möglichst wenig in das Spiel durch Regeln einzugreifen. Auch wenn Eltern eine Vorstellung davon haben, wie ein Stift zu benutzen ist, muss das Baby dies erst selbst entdecken. Lernen tut es dies vor allem durch eigenes Entdecken im Spiel aus der inneren Neugier heraus.

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