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    Babyentwicklung im 8. Monat

    Im achten Monat geht es nun endlich richtig vorwärts. Die meisten Babys lernen jetzt das Krabbeln. Das erhöht natürlich die Unfallgefahr. Mit steigender Mobilität erreicht aber auch die Fremdelphase ihren Höhepunkt. Das Bedürfnis bei Mama oder Papa zu sein, kann das Baby inzwischen gut kommunizieren. Es erreicht wichtige Schritte in der Sprach- und Kommunikationsentwicklung. Hier erfahren Sie mehr über alle Entwicklungsschritte, die im achten Monat auf Sie und Ihr Baby warten.

    Die körperliche Entwicklung im achten Monat

    Zwar nicht mehr ganz so schnell wie während der ersten Monate, aber dennoch schnell wächst das Baby auch im achten Monat. Die Mobilität kostet allerdings Energie. In den vergangenen Monaten haben viele Stillkinder Fettpolster angelegt, die ihnen jetzt beim Krabbeln zugute kommen. Der Körper hat genügend Energie für diesen wichtigen Entwicklungsschritt. Aber auch schlanke Babys lernen ohne Probleme krabbeln, sie wollen jedoch wahrscheinlich vermehrt stillen oder essen. Der Babyspeck fängt nun langsam an sich zu verwachsen.

    Wie groß ist ein Baby im achten Monat?

    • Jungen sind im achten Monat circa 71 cm groß
    • Mädchen sind im achten Monat circa 69 cm groß
    • Eine individuelle Abweichung von 4 cm ist normal

    Wie schwer ist ein Baby im achten Monat?

    • Jungen wiegen im achten Monat circa 8.500 g
    • Mädchen wiegen im achten Monat circa 7.900 g
    • Eine individuelle Abweichung von 800 g ist normal

    Die motorische Entwicklung im achten Monat

    Die meisten Babys entwickeln im achten Monat die Fähigkeit sich vorwärts zu bewegen. Viele Babys fangen an zu krabbeln, einige rutschen aber auch auf dem Po oder bewegen sich anderweitig fort. Mit steigendem Bewegungsdrang wächst natürlich auch die Unfallgefahr. Eltern sollten spätestens jetzt alles absichern. Auch die Handmotorik entwickelt sich immer noch weiter. Inzwischen kann das Baby Dinge, die es greift, auch bewusst wieder loslassen.

    Das große Krabbeln

    Muskelkraft und Balance haben sich soweit entwickelt, dass viele Babys im achten Monat dazu in der Lage sind, krabbeln zu lernen. Aus dem Vierfüßlerstand heraus muss das Baby seine Arme und Knie so koordinieren, dass es vorwärtskommt. Ein Arm und das gegenüberliegende Bein müssen gleichzeitig bewegt werden. Diese Kreuzkoordination verlangt eine Verbindung beider Gehirnhälften. Das Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften ist für weitere Entwicklungsschritte auch in der späteren Kindheit zum Beispiel zum Schreibenlernen wichtig. Zusätzlich werden durch das Krabbeln die Muskeln in den Beinen gestärkt. Eine wichtige Voraussetzung zum Laufenlernen. Einige Kinder lernen nie krabbeln. Sie finden eine andere Möglichkeit sich fortzubewegen, indem Sie beispielsweise ausschließlich robben oder auf dem Po rutschen. Aus dem Vierfüßlerstand hinaus schiebt sich das Baby außerdem mit den Händen nach hinten, um in eine erste sitzende Position zu gelangen.

    Kleine Unfälle durch Mobilität

    Fängt das Baby erst einmal an zu krabbeln, steigt die Unfallgefahr. Schnell ist es passiert und das Baby ist auf dem Elternbett gefallen oder hat sich bei ersten ungeschickten Krabbelversuchen an der Tür gestoßen. Wenn das Baby mobil wird, sollten Eltern darauf achten, dass Gefahrenquellen wie Treppen, Betten, Steckdosen, Schranktüren und alles Weitere gut abgesichert sind. In Fachgeschäften kann man beispielsweise spezielle Tür- oder Steckdosensicherungen kaufen. Kleine Unfälle gehören jedoch zum Lernen dazu. Natürlich sitzt der Schreck tief, wenn das Baby vom Bett fällt, doch solange keine ernsthaften Verletzungen zu erkennen sind, müssen Eltern lernen auf ihr Baby zu vertrauen. Im Laufe seines Lebens wird es noch oft fallen, sich den Kopf stoßen und weinen.

    Bewusstes Loslassen

    Geschickt kann das Baby im achten Monat nach Dingen greifen. Es muss jedoch erst lernen, Dinge wieder loszulassen. Diesen Entwicklungsschritt erreicht das Baby ungefähr im achten Monat. Vorher sind Gegenstände unwillentlich runtergefallen oder das Baby hat anderweitig versucht diese loszuwerden, zum Beispiel durch Schütteln. Babys müssen erst lernen, ihre Finger wieder zu öffnen, obwohl der Gegenstand die Hand berührt.  

    Die Sprachentwicklung im achten Monat

    Umso mehr mit dem Baby geredet, gesungen und gelesen wird, desto schneller entwickelt sich auch die Sprachfähigkeiten. Inzwischen plappert das Baby meist in Silbenketten mit Silbenverdopplung: „Mamamamam“. Auch die Satztypen kann es nun schon unterscheiden und antwortet auf Fragen anders als auf Aufforderungen. Die Lautstärke des Sprechens kann es nun ebenfalls beeinflussen und testet das fleißig.

    Sprechlautstärke beeinflussen

    Die Stimmlippen der Stimmbänder beeinflussen die Tonhöhe in der gesprochen wird. Im achten Monat ist das Baby in der Lage seine Stimme so zu beeinflussen, dass es bewusst lauter oder leiser spricht. Dazu gehört auch, dass es das Flüstern und das Rufen für sich entdeckt. Mit Begeisterung testet es seinen Stimm- und Lautstärkeumfang.

    Wahrnehmung und kognitive Entwicklung im achten Monat

    Die Sinne des Babys sind im achten Monat zwar schon so ausgeprägt, wie die eines Erwachsenen, allerdings muss das Baby erst lernen Sie zu benutzen und Sinneserfahrungen machen. Das Baby kann demnach physiologisch gesehen alle Geschmacksrichtungen schmecken, muss aber erst damit in Kontakt kommen und entsprechende Verknüpfungen von den Zellen auf der Zunge zum Gehirn bilden.

    Entfernungen abschätzen

    Wird das Baby mobil, kann es im achten Monat nun auch weite Entfernungen sowie Höhen und Tiefen abschätzen. Seine Wahrnehmungsfähigkeit ist eng mit der Fähigkeit der Bewegung verknüpft. Viele verschiedene Teilfähigkeiten sind für die Bildung einer komplexen Fähigkeit verantwortlich. Das Baby muss erst lernen, alle Reize und Teilfähigkeiten zu nutzen, um einen Raum vollständig einschätzen zu können. Dazu gehören auch Erfahrungen. Erst wenn ein Baby die Strecke gekrabbelt ist, die Stufe heruntergeklettert ist oder sich an dem Regalbrett hochgezogen hat, entwickelt es die Fähigkeit der Abschätzung.

    Geschmacksempfindungen

    Die Geschmacksknospen auf der Zunge des Babys können bereits alle Geschmacksrichtungen, also süß, sauer, bitter und salzig, wahrnehmen. Über Nerven melden die Geschmacksknospen den Geschmack an das Gehirn. Einige Geschmäcker wie besonders bitteres Essen alarmieren das Gehirn. Das ist wichtig, damit gesundheitsschädliche oder giftige Dinge nicht geschluckt werden. Jedoch prägen sich die Geschmacksnerven erst mit der Zeit aus. Die Zellen im Gehirn gewöhnen sich erst nach sechs bis acht Kontakten an einen Geschmack. Ungeliebte Speisen sollten also immer mal wieder angeboten werden.

    Entwicklung der sozialen Interaktion im achten Monat

    In der Entwicklung der sozialen Interaktion machen Kinder einen wichtigen Entwicklungsschritt. Für viele Eltern ist dies ein anstrengender Schritt, denn die Kinder beginnen zu fremdeln und kleben nahezu an ihrer Bezugsperson. Gleichzeitig entwickeln Babys in dieser Zeit einen eigenen Willen und können ihre Gefühle klar ausdrücken, aber auch die Gefühle anderer Personen erkennen und sogar mitfühlen.

    Das Fremdeln beginnt

    Babys im achten Monat sind in der Lage sich von der Mutter wegzubewegen. Das löst einige Reaktionen im Gehirn des Babys aus. Es ist nun größerer Gefahr ausgesetzt, schließlich könnte es bei Entdeckungstouren, getrieben von der eigenen Neugier, verloren gehen. Das Fremdeln ist eine Schmutzreaktion des Babys, um sich vor Gefahren zu schützen. Physisch ist das Baby in der Lage sich wegzubewegen, es kommt allerdings noch nicht vollständig ohne Bezugspersonen aus und weiß noch nicht genug, um eigenständig zu sein. In diesem Zeitraum können sich auch weitere Ängste, wie Höhenangst oder Angst vor Tieren entwickeln. Die fremdelnde Reaktion meint das Baby demnach nicht ablehnend oder böse.

    Gefühle zeigen und Mitfühlen

    Komplexe Gefühle wie Angst, Wut, Freude oder Liebe entwickelt das Baby ungefähr im achten Monat. Durch die Reaktion der Eltern auf diese Gefühle differenzieren sich das Erleben und der Ausdruck der Gefühle. Ängste, wie zum Beispiel die Trennungsangst werden viel stärker wahrgenommen. Auch das Mitfühlen ist ein wichtiger Entwicklungsschritt. Ist das Kind in einer Situation emotional überfordert, orientiert es sich an anderen Personen, um angemessen zu reagieren und Gefahr zu meiden.

    Einen eigenen Willen entwickeln

    Einhergehend mit der Entwicklung eigener Gefühle im achten Monat, entdeckt das Baby zu diesem Zeitpunkt auch seinen eigenen Willen. Es realisiert, dass es ein eigener Mensch unabhängig von den Eltern ist und es selbst Dinge bewirken kann. Dies ist ein wichtiger Entwicklungsschritt in der Entwicklung der Unabhängigkeit und der Selbstständigkeit. Für Eltern ist dieser Entwicklungsschritt oft nervenaufreibend. Wichtige Bedürfnisse des Kindes haben die Bezugspersonen immer erfüllt, doch auf immer komplexer werdende Wünsche können die Eltern nicht immer eingehen. Persönliche Grenzen anderer Personen muss das Baby akzeptieren. Es muss erst lernen, mit der Enttäuschung und der Wut darüber umzugehen. Eltern können ihrem Kind helfen, indem Sie den Wutanfall begleiten und dem Kind helfen seine Gefühle einzuordnen.

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