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    Babyentwicklung im 4. Monat

    Das Baby hat nun gelernt, nach Dingen zu greifen. Im vierten Monat baut es diese Fähigkeit aus und macht sie sich zu Gute. Alle Gegenstände, die es zu fassen bekommt, werden mit allen Sinnen untersucht – vor allem mit dem Mund. Inzwischen weiß das Baby genau wer seine Bezugspersonen sind und kann schon richtig mit ihnen kommunizieren. Fremde werden nicht mehr so häufig angelächelt, denn nun beginnt die Fremdelphase. Was sonst noch so im vierten Monat los ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

    Die körperliche Entwicklung im vierten Monat

    Auch im vierten Monat wächst ein Baby fleißig weiter. Mittlerweile hat es sein Gewicht fast verdoppelt. Häufig beginnt auch das Zahnen in diesem Monat. Die Kauleisten schmerzen und das Baby kaut nun gerne auf Gegenständen herum, um den Schmerz zu stillen. Gepaart mit dem steigenden Forscherdrang gelangen nun viele Keime in Babys Mund. Der vierte Monat ist häufig, trotz Abwehrstoffen und Antikörpern in der Muttermilch, der Zeitpunkt des ersten Infekts. Husten, Schnupfen oder sogar Fieber machen dem Baby zwar zu schaffen, stärken aber auch das Immunsystem für kommende Abenteuer.

    Wie groß ist ein Baby im vierten Monat?

    • Jungen sind im vierten Monat circa 64 cm groß
    • Mädchen sind im vierten Monat circa 62 cm groß
    • Eine individuelle Abweichung von 4 cm ist normal

    Wie schwer ist ein Baby im vierten Monat?

    • Jungen wiegen im vierten Monat circa 7.000 g
    • Mädchen wiegen im vierten Monat circa 6.400 g
    • Eine individuelle Abweichung von 800 g ist normal
    • Das Baby hat sein Gewicht nun fast verdoppelt

    Das Baby fängt an zu zahnen

    Die Anlagen für die Milchzähne werden schon im Mutterleib entwickelt. Bis der erste Zahn durchbricht, vergehen meist noch viele unruhige Nächte und das Baby vergießt noch viele Tränen. Bis zu 8 Wochen dauert die Zahnungsphase. Im vierten Monat schießen die Zähne in den Kiefer ein. Dieser Vorgang kann schmerzhaft für das Baby sein, auch wenn die ersten Zähne noch auf sich warten lassen. Der Speichelfluss ist vermehrt, das Baby steckt die Hände häufiger in den Mund, schreit auf und kann sogar Fieber und Durchfall bekommen. Abhilfe schaffen kühlende Beißringe, auf denen das Baby nach Bedarf rumkauen darf. Wenige Babys bekommen in diesem Alter bereits den ersten Zahn.

    Die motorische Entwicklung im vierten Monat

    Das Greifen wird im vierten Monat perfektioniert. Das Baby versucht immer mehr über seine Umwelt zu erfahren und ergreift jede Möglichkeit dazu. Seine Neugier fördert gleichzeitig die motorische Entwicklung. Um Gegenstände zu greifen, muss es sich häufig strecken. Das intensiviert die Beweglichkeit des Babys. Es wird immer öfter versuchen sich umzudrehen, um an Dinge zu gelangen, die neben ihm liegen. Auch in Bauchlage möchte das Baby selbstständiger werden. Im vierten Monat können sich die Hälfte der Babys bereits auf ihre Unterarme stützen, um noch mehr sehen zu können.

    Das Greiftraining

    Hat das Baby das Greifen erst einmal für sich entdeckt, wird alles erforscht, was ihm in die Finger gerät. Eltern sollten nun aufpassen, keine Gegenstände in der Nähe des Babys liegen zu lassen, die gefährlich oder zerbrechlich sind. Manchmal noch etwas unbeholfen möchte das Baby auch mit seinen Mitmenschen auf Tuchfühlung gehen. Es kann die Intensität des Greifens noch nicht steuern. So kann es sein, dass es unsanft eine Haarsträhne, die Nase oder ein Ohr seines Gegenübers zu fassen bekommt. Gegenstände kann es nun nicht mehr nur Greifen, sondern auch für längere Zeit festhalten und bewegen. Die Finger- und Armmuskulatur wird immer weiter trainiert. Eine Rassel ist jetzt ein interessantes Spielzeug.

    Die Entwicklung des Unterarmstützes

    Um von der Bauchlage irgendwann in Bewegung zu kommen, durchläuft das Baby eine Entwicklung vom Anheben des Kopfes über das Krabbeln bis hin zum Laufen. Durch die einzelnen Entwicklungsschritte werden Muskeln gebildet, die es dem Baby erlauben immer mobiler zu werden. Um in den Unterarmstütz zu gelangen, muss das Baby zunächst sein Gleichgewicht und die Erdanziehung kennenlernen. Damit die Schultern und der Kopf angehoben werden können, muss das Gewicht auf das Schambein und die Beine verlagert werden. Mit den Ellenbogen und den Unterarmen stützt es sich symmetrisch auf der Stützfläche auf.

    Das Drehen wird geübt

    In der Rückenlage können Babys im vierten Monat sicher und stützend liegen. Oberkörper und Kopf bilden eine wichtige Stütze, damit Hände und Füße zum Entdecken eingesetzt werden können. Um Gegenstände erreichen zu können, die seitlich des Babys liegen, versucht sich das Baby zu drehen. Erst gelingen nur Drehungen in die Seitenlage. Am Ende des Monats vier können sich viele Babys schon von der Rücken- in die Bauchlage drehen. Das Zurückdrehen von der Bauch- in die Rückenlage gelingt noch nicht koordiniert. Die meisten Babys verlieren jedoch häufig in der Bauchlage das Gleichgewicht und kullern aus Versehen zurück in die Rückenlage. Babys mit geringem Muskeltonus und geringem Muskelgewicht drehen sich für gewöhnlich erst später.

    Die Sprachentwicklung im vierten Monat

    Einen großen Entwicklungsschritt macht das Baby im vierten Monat in der Sprachentwicklung. Es verbindet nun Vokale und Konsonanten. Die Laute „mamamam“ oder „dadada“, die das Baby nun von sich gibt, klingen sehr sprachähnlich. In seiner eigenen Sprache erzählt es ganze Geschichten. Freude und andere Gefühle kann es nun lautmalerisch unterstützen. Wenn ihm etwas gut gefällt, lacht es laut auf oder jauchzt. Die Vokalisierung ist ein Experiment des Babys mit Zunge, Mund und Stimmbändern. Es erforscht seinen Körper, probiert und trainiert. Die verschiedensten Laute und Töne klingeln beinahe wie Monologe. Aneinandergereihte Wortketten haben noch keine Bedeutung, auch wenn Eltern oft „Mama“ oder „Papa“ heraushören.

    Wahrnehmung und kognitive Entwicklung im vierten Monat

    Im Laufe der ersten drei Monate hat das Baby gelernt, Dinge zu greifen und kann diese nun auch festhalten. Das ermöglicht ihm neue Erfahrungen in der Sinneswelt. Gegenstände werden nicht nur mit den Händen befühlt, sondern auch mit dem Mund erforscht. Sind neue Erfahrungen besonders spannend, kann sich das Baby nun über einen längeren Zeitraum konzentrieren. In der Konzentrationsphase ist es so auf das Spiel konzentriert, dass es die Anwesenheit der Eltern nicht mehr braucht. Ein erster Schritt in die Selbstständigkeit.

    Gegenstände mit allen Sinnen erforschen

    Das Baby möchte im vierten Monat möglichst viel über seine Welt erfahren. Um zu lernen, setzt es alle Sinne ein. Ein kleiner Ball wird geworfen und das Baby schaut, wie er fliegt. Welches Geräusch macht er beim Aufkommen? Wie riecht der Ball? Mit den Händen fühlt es, wie sich die Oberfläche anfühlt. Danach wird er in den Mund gesteckt. Das Baby testet nicht nur, wie der Ball wohl schmecken könnte. Im Mund kommen die meisten Nervenenden pro Quadratmillimeter zusammen, sodass der Mund sehr empfindlich ist. Die Eigenschaften des Gegenstandes werden deutlich intensiver wahrgenommen. Im vierten Monat können Babys ihre Hände und Augen sowie Zunge und Lippen so gut koordinieren, dass alles zum Erforschen in den Mund gesteckt wird – die orale Phase beginnt.

    Alleine spielen im vierten Monat

    In den ersten Monaten war das Baby so auf seine Bezugspersonen angewiesen, dass es am liebsten rund um die Uhr die Aufmerksamkeit hatte. Mit steigender Mobilität und fortschreitender geistiger Entwicklung wird das Baby selbstständiger und geht gerne auch mal alleine auf Entdeckungstour. Hat etwas sein Interesse geweckt, lernt das Baby im Flow-Zustand mit voller Konzentration. Das hohe Konzentrationslevel ist sehr kräftezehrend für Babys, sodass Sie danach schnell müde und hungrig sind. Eigenständiges Entdecken und Spielen sind für die Entwicklung des Babys von großer Bedeutung. Der Zeitpunkt dafür richtet sich nach den Bedürfnissen des Babys. Im schläfrigen oder gereizten Zustand lässt sich das Baby ungerne alleine ablegen.

    Entwicklung der sozialen Interaktion im vierten Monat

    Immer mehr kommt die Einzigartigkeit und der jeweilige Charakter eines Babys im vierten Monat zum Vorschein. Während Babys in den ersten Monaten vor allem erst einmal das Ziel überleben im Sinn hatten, sind nun Entwicklung und Erforschung wichtig. Das eine Kind ist wilder und kann es kaum erwarten, bis es von Mama wegkrabbeln kann, um noch mehr zu entdecken. Das andere Kind sitzt lieber auf Mamas Schoß und lernt im Ruhigen durch seine enorme Beobachtungsgabe. Wie auch bei Erwachsenen ist der Charakter bei jedem Baby einzigartig und genau richtig.

    Erkennen der Bezugspersonen – die Fremdelphase beginnt

    Im vierten Monat erkennt ein Baby seine Bezugsperson genau. In den ersten drei Monaten ist es auch noch auf dem Arm der Tante eingeschlafen und hat die beste Freundin angelächelt. Für das Baby war dies aus entwicklungsbiologischer Sicht überlebenswichtig. Zu Beginn der Entwicklungsgeschichte war die Müttersterblichkeit signifikant höher als heutzutage. Es konnte also gut sein, dass sich das Baby in den ersten Monaten noch einmal auf eine andere Bezugsperson einstellen musste. Im vierten Monat reagiert das Baby viel stärker auf seine Bezugspersonen und möchte nur noch bei Mama auf den Arm. Fremde werden viel seltener angelächelt und trösten dürfen auch nur Mama und Papa. Dies ist der Beginn der Fremdelphase.

    Erste Beikost im vierten Monat?

    Schaut man sich die Abteilung für Babynahrung im Supermarkt an, sollte man meinen jedes Baby braucht ab dem 4. Monat Brei. Tatsächlich sind aber nur sehr wenige Babys im vierten Monat in der Lage feste Nahrung zu sich zu nehmen. Erst wenn das Baby alle Beikostreifezeichen erfüllt, ist es motorisch, geistig und körperlich dazu in der Lage Brei, Obst oder etwas anderes zu Essen. Für die meisten Babys ist also Muttermilch beziehungsweise PRE-Nahrung die richtige Ernährung im vierten Monat. Häufig haben Eltern das Gefühl, dass ihr Baby nicht mehr satt wird von der dünnen Milch. Muttermilch hat auf 100 ml verteilt rund 70 kcal. Im Vergleich dazu hat ein Möhrenbrei nur 30 kcal, also deutlich weniger. Das Baby muss deutlich mehr feste Nahrung zu sich nehmen, um genauso gesättigt zu sein wie von der Milch. In den noch immer kleinen Magen passt jedoch nicht ausreichend. Auch das vermehrte Kauen auf den Händen ist ein Zeichen vom Zahnen oder der oralen Phase und kein Zeichen dafür, dass ein Baby bereit zum Essen ist. Gesundheitlich hat der Zeitpunkt der Beikosteinführung jedoch keine langfristige Auswirkung.

    5 Zeichen, dass Ihr Baby bereit für feste Nahrung und Brei ist

    1. Das Baby hat selber Interesse an der Nahrung und beobachtet Sie am Familientisch intensiv beim Essen.
    2. Die Bereitschaft zum Essen und Kauen ist vorhanden. Dreht das Baby den Kopf weg oder weint sogar, lieber warten und auf keinen Fall austricksen. Werden die Signale des Kindes beim Essen missachtet, kann das Langzeitfolgen wie eine Essstörung haben.
    3. Der Zungenstreckreflex ist nicht mehr vorhanden. Das Baby schiebt die angebotene Nahrung nicht mehr reflexartig aus dem Mund.
    4. Das Baby kann alleine oder mit leichter Unterstützung aufrecht sitzen. In liegender Position verschlucken sich Babys leicht. Eine Babywippe oder Ähnliches ist kein geeigneter Ort.
    5. Das Baby kann Nahrung und Löffel selber greifen und sich in den Mund stecken.

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