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    Babyentwicklung im 3. Monat

    Im dritten Monat wird das Baby immer aktiver. Es lernt, nach Gegenständen zu greifen und kann in Bauchlage seinen Kopf schon sehr gut heben. Es ist in den Wachphasen fast die ganze Zeit in Bewegung und trainiert so seine Muskeln. Da das Baby nun viel besser sehen kann, interessiert es sich zunehmend für seine Umwelt. Es nimmt Kontakt zu seinen Mitmenschen auf und kann inzwischen zeigen, was es mag und was ihm nicht gefällt. Am Ende des dritten Monats wartet wieder eine Vorsorgeuntersuchung. Nun steht auch die Impfentscheidung an.

    Die körperliche Entwicklung im dritten Monat

    Auch im dritten Monat wächst ein Baby noch sehr schnell. Auffallend ist jedoch, dass es nicht regelmäßig wächst. In unregelmäßigen Zeitabständen, sogenannten Wachstumssprüngen, legen Gewicht, Größe und Kopfumfang zu. Während des Wachstumsschubs entwickeln sich häufig auch andere Fähigkeiten sprunghaft weiter. Viele Babys sind in diesem Zeitraum dann besonders unruhig, klammern oder schlafen schlecht. Am Anfang und am Ende des dritten Lebensmonats wartet jeweils ein Wachstumssprung. Bei der 4. Vorsorgeuntersuchung kontrolliert der Kinderarzt das Wachstum erneut.

    Wie groß ist ein Baby im dritten Monat?

    • Jungen sind im dritten Monat circa 61 cm groß
    • Mädchen sind im dritten Monat circa 60 cm groß
    • Eine individuelle Abweichung von 4 cm ist normal
    • Die Größe entspricht Kleidergröße 68

    Wie schwer ist ein Baby im dritten Monat?

    • Jungen wiegen im dritten Monat circa 6.400 g
    • Mädchen wiegen im dritten Monat circa 5.800 g
    • Eine individuelle Abweichung von 800 g sind normal

    Die motorische Entwicklung im dritten Monat

    Im dritten Monat fällt vor allem auf, dass Babys sich viel mehr bewegen. Grob- und feinmotorisch bauen sie ihre Fähigkeiten im dritten Monat deutlich aus. Durch das Muskeltraining werden die einzelnen Körperteile immer beweglicher. Das Baby kann nun seinen Kopf selbstständig anheben. Einige Kinder können sich in Bauchlage bereits auf die Unterarme stützen. Auch das Greifen wird gezielt geübt. Am Ende des dritten Monats gelingt es vielen Kindern bereits bewusst nach einem Spielzeug zu greifen. Das eine Kind durchläuft die motorische Entwicklung schneller, das andere langsamer. Jedes Kind sollte sich nach seinen körperlichen Möglichkeiten entwickeln und nicht zu einem Training gezwungen werden. Eltern sollten jedoch darauf achten, dass sie ihr Baby öfter in Bauchlage legen. Ansonsten kann sich der Kopf verformen und das Baby hat keine Möglichkeiten zum Training in der Bauchlage.

    Verbesserte Kopfkontrolle im dritten Monat

    Im dritten Monat macht das Baby eine entscheidende Entwicklung in der Kopfkontrolle. Es ist in der Lage den Kopf in Rückenlage etwas zu heben. In Bauchlage ist es ihm möglich den Kopf im 45-Grad Winkel aus eigener Kraft zu halten. Der Kopf muss nun nicht mehr ständig gestützt werden, denn das Baby kann den Kopf in einer Linie mit dem Körper halten. Schnelle Bewegungen kann es noch nicht ausgleichen. Wenige Kinder können bereits die Schultern heben und im Unterarmstütz liegen.

    Strampeln stärkt die Muskulatur

    Eltern beobachten im dritten Monat, dass ihre Kinder sehr aktiv sind und besonders viel strampeln. Zum einen stärkt das Strampeln die Arm- und Beinmuskulatur. Der Körper wird auf spätere Meilensteine wie das Krabbeln und Laufen vorbereitet. Zum anderen nimmt auch die Bewegungskoordination ab dem dritten Monat zu. Das Baby lernt einzelne Gliedmaßen getrennt voneinander zu bewegen und testet diese Fähigkeit gerne aus.

    Das Entdecken der eigenen Hände im dritten Monat

    Durch die neu gewonnene Bewegungskoordination entdeckt das Baby im dritten Monat seine Hände und kann diese sicher über dem Körper zusammenführen. Es nimmt die Hände in den Mund, befühlt sie und beobachtet die Bewegungen der Fingerspitzen. Es ist ein enormer Fortschritt für das Baby die Kontrolle über seine Hände zu entwickeln und mit diesen seine Umwelt wahrzunehmen und zu begreifen.

    Im dritten Monat wird das Greifen gelernt

    Die Fähigkeit des Greifens entwickelt sich im dritten Monat rasant. Am Anfang des dritten Monats muss die Hand-Augen-Koordination zunächst trainiert werden. Das Baby versucht meist mit geschlossener Hand den Gegenstand zu berühren. Oft gehen die Versuche noch ins Leere und das Baby rudert mit den Armen. Mit der Zeit werden die Bewegungen immer zielgerichteter. Am Ende des dritten Monats können einige Kinder bereits nach einem Gegenstand greifen. Aber auch das koordinierte Loslassen will trainiert sein. Noch ist die Verbindung des Nervensystems von Hand und Gehirn nicht genügend ausgereift.

    Die Sprachentwicklung im dritten Monat

    Mit zunehmender emotionaler und geistiger Entwicklung entwickelt sich auch die Sprache des Babys im dritten Monat. Nachdem es im zweiten Monat seine Stimme entdeckt hat, benutzt es diese jetzt gerne. Die Laute, die es dabei benutzt werden immer sprachähnlicher. Zu dem gurren und gurgeln kommen nun auch Vokallaute wie „Aaah“ oder „Eeeh“. Im dritten Monat hat das Baby großes Interesse an der Sprache und hört aufmerksam zu, wenn die Eltern erzählen. Gerne ahmt es die Geräusche nach. Eltern können die Sprachentwicklung optimal unterstützen, indem sie viel mit ihrem Baby reden. Auch vorlesen unterstützt bei der Entwicklung des Sprachgefühls. Wenn ein Baby mehrsprachig aufwachsen soll, ist es wichtig, spätestens jetzt die weitere Sprache im Alltag zu nutzen.

    Bekannte Abläufe mit Sprache begleiten

    Abläufe, die das Baby bereits kennt, können durch die Sprache begleitet werden. Das Wickeln, das Füttern oder das Zubettgehen werden angekündigt und erklärt. Das Baby kann bereits einzelne Wörter heraushören und diese mit der Tätigkeit verbinden. Das Erklären bereitet das Baby außerdem auf die folgende Tätigkeit vor und es kann sich darauf einstellen.

    Wahrnehmung und kognitive Entwicklung im dritten Monat

    Beim Heranwachsen nutzt das Baby seine Sinne. Es sammelt beim Hören, Sehen, Tasten, Schmecken und Riechen Informationen über die Welt, in der es lebt. Dadurch wird die Gehirnentwicklung angeregt. Im dritten Monat macht vor allem die Entwicklung des Sehens einen großen Sprung. Das Baby blickt nun neugieriger in die Welt. Mit der zunehmenden kognitiven Entwicklung können Eltern ihre Babys dabei fördern, alle ihre Sinne zu nutzen. Doch nur wenn die Übungen dem Stand des Babys entsprechen und wichtig für die Entwicklung sind, lernt das Baby auch.

    Verbesserte Sehfähigkeiten im dritten Monat

    Nicht nur Farbunterschiede, wie beispielsweise die Unterscheidung zwischen blau und türkis, können Babys im dritten Monat besser erkennen. Auch komplexere Formen und Umrisse kann es nun sehen, denn im dritten Monat entwickelt sich ab der 9. Woche das beidäugige Sehen. Die Informationen beider Augen vereinen sich im Gehirn. Das Baby ist nun in der Lage räumlich zu sehen und auch der Sehbereich erweitert sich fortschreitend. Blätter im Wind, Menschen in der Umgebung, vorbeifahrende Autos und all das erregt die Aufmerksamkeit des Babys. Diese vielfältigen Eindrücke müssen verarbeitet werden. Oft kommt es durch die Ablenkung zu Still- oder Schlafproblemen in dieser Zeit.

    Einen Spielkurs ab dem 3. Monat besuchen?

    Es gibt eine Vielzahl an Spielkursen, die ab dem dritten Monat angeboten werden wie Pekip-Kurse oder Babyschwimmen. Eltern finden dort Anregung wie sie die Fähigkeiten des Babys spielerisch fördern können, ohne es zu überfordern. Zudem bietet so ein Kurs Raum für Kontaktaufnahme und Erfahrungsaustausch unter den frischgebackenen Eltern. Pflicht ist so ein Kurs auf keinen Fall. Der Kursbesuch sollte sich an den Bedürfnissen der ganzen Familie orientieren.

    Spielzeug im dritten Monat

    Mit den steigenden Fähigkeiten wird auch das Interesse für Spielzeug beim Baby im dritten Monat geweckt. Es kann die Gegenstände nun gut erkennen und ist körperlich in der Lage danach zu greifen. Nach und nach können verschiedene Spielzeuge angeboten werden. Doch es gilt, weniger ist mehr. Für das Baby ist die raue Oberfläche einer Holzkugel extrem interessant, schult es gerade seine Wahrnehmung über den Tastsinn. Wichtig ist, dass das Spielzeug nicht zu schwer ist und das Baby geistig nicht überfordert.

    Rituale und Gewohnheiten einführen im dritten Monat

    Führen Eltern im dritten Monat Rituale zum Beispiel beim Schlafengehen ein, kann das Baby erste Zusammenhänge verstehen. Die Struktur im Alltag und die sprachliche Begleitung der Gewohnheiten geben dem Baby Sicherheit. In wiederholenden Abläufen kann schon das kleine Gehirn einen Rhythmus erkennen und das Gesamtgeschehen kann besser erfasst werden. Gerade Schreibabys profitieren von Ritualen, da sie darin eine Orientierung finden.

    Entwicklung des Schlaf-Wach-Rhythmus im dritten Monat

    Durch einen geregelten Tagesablauf und ein festes Einschlafritual fällt das Einschlafen im dritten Monat leichter als in den Monaten zuvor. Auch ein fester Schlaf-Wach-Rhythmus hat sich inzwischen etabliert. Die Schlafphasen werden langsam länger, die meisten Babys wachen aber dennoch nachts hungrig auf. Insgesamt schlafen Babys im dritten Monat circa 16 Stunden täglich. In diesem Alter dehnen sich auch die Wachphasen aus. Das Baby ist nun häufiger ein bis zwei Stunden aktiv, ehe es wieder müde ist. Durchschnittlich schläft das Baby noch vier bis sechs Mal über den Tag verteilt. Hat das Baby etwas Aufregendes erlebt, sich viel bewegt oder etwas Neues erkundet ist es viel schneller wieder müde. Das kann auch bereits nach 20 Minuten der Fall sein. Eltern erkennen die Müdigkeit an einem teilnahmslosen Blick, sinkender Körperspannung und am Gähnen sowie Augenreiben.

    Entwicklung der sozialen Interaktion im dritten Lebensmonat

    Immer deutlicher reagieren Babys im dritten Monat auf ihr gegenüber. Über Mimik, Gestik, wie das Lächeln und erste Laute sind sie in der Lage auf die Interaktion anderer Menschen einzugehen. Unterhaltungen mit direkter Ansprache, Kuckuck-Spiele und weitere Spiele mit direktem Blickkontakt gefallen dem Baby. Es ist nun in der Lage den Blick zu suchen, also zum Spiel aufzufordern oder wegzuschauen, wenn es kein Interesse hat. Empathie kann es allerdings noch nicht empfinden.

    Freude und Langeweile im dritten Lebensmonat

    In den ersten beiden Monaten war das Baby mit der körperlichen Entwicklung und der Entwicklung der Sinne beschäftigt. Im dritten Monat können Babys nun aber auch Langeweile, Interesse und Desinteresse an Spielen entwickeln. Durch die Körpersprache und ihre Laute sind sie auch in der Lage diese Gefühle auszudrücken. Eltern müssen erst einmal lernen die Gefühle des Babys zu deuten und können diese dann begleiten. Das fördert die emotionale Entwicklung des Babys. Doch Langeweile beim Kind ist nicht unbedingt etwas Negatives. Aus der Langeweile heraus suchen sich schon Babys selbst ein Spiel. Das fördert die eigene Kreativität. Eltern müssen kein Animateur für die Kleinen sein.

    Die U4 am Ende des dritten Lebensmonats

    Im dritten bis vierten Lebensmonat steht die vierte Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt an – die U4. Der Kinderarzt untersucht die körperliche und geistige Entwicklung seit der letzten Vorsorgeuntersuchung. In einer spielerischen Untersuchung wird getestet, ob das Baby einen Gegenstand und ein Geräusch mit den Augen verfolgt, ob es seinen Kopf in Bauchlage anheben kann und ob es seinen Kopf in aufrechter Position selbstständig halten kann. Auch die Routinemessungen wie Gewicht, Größe, Kopfumfang und die Untersuchung der Geschlechtsteile werden durchgeführt. Haben Eltern sorgen, dass in der Entwicklung ihres Kindes etwas nicht stimmt, ist die U4 der beste Zeitpunkt diese Fragen zu klären.

    Die erste Impfung im dritten Monat

    Im Zuge der U4 steht häufig der erste Impftermin an, solange Eltern dies wünschen. Das Baby erhält die erste Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Hepatitis B, Kinderlähmung und Keuchhusten sowie gegen Pneumokokken. Diese Impfungen können das Kind vor den genannten Krankheiten, die schwerwiegende Folgen haben können, schützen. Laut Empfehlung der ständigen Impfkommission, auch STIKO genannt, ist der dritte Lebensmonat der optimale Zeitpunkt für diese Impfungen. Dem Baby werden abgeschwächte Erreger der Krankheit gespritzt, sodass das Immunsystem Antikörper bildet. Eltern sollten sich im Voraus über die Wirkung, den Schutz und die Nebenwirkungen von Impfungen informieren.

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