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    Babyentwicklung im 2. Monat

    Im zweiten Monat ist das Baby in seiner Umwelt angekommen. Es kann inzwischen alle Körperfunktionen problemlos steuern und hat sich an die Reize der Umgebung gewöhnt. Jetzt kann es sich in den Wochen fünf bis acht der weiteren Entwicklung widmen. Eltern merken, dass ihr Baby immer aktiver wird. Es ist kein schläfriges Neugeborenes mehr, sondern nimmt seine Umwelt bewusst wahr. Das Schönste für die meisten Eltern – im zweiten Monat wartet das erste Lächeln.

    Die körperliche Entwicklung im zweiten Monat

    Im zweiten Monat stellen Eltern häufig fest, dass ihr Baby langsam immer mehr Babyspeck ansetzt. In den frühkindlichen Entwicklungsphasen benötigt das Gehirn große Mengen Energie. Durch die Speckschicht legt sich der Körper eine Energiereserve für die energiezehrende Gehirnentwicklung an. Doch jedes Kind hat sein eigenes Entwicklungstempo. Gerade in der körperlichen Entwicklung gibt es große Unterschiede. Ob ein Baby zeitgerecht entwickelt ist, überprüft der Kinderarzt in der vierten Vorsorgeuntersuchung. Auch die Körperfunktionen stabilisieren sich im zweiten Monat. Das Baby atmet gleichmäßiger, zittert weniger und überwindet häufig anfängliche Verdauungsstörungen.

    Wie groß ist ein Baby im zweiten Monat?

    • Jungen sind im zweiten Monat circa 58 cm groß
    • Mädchen sind im zweiten Monat circa 57 cm groß
    • Eine individuelle Abweichung von 4 cm ist normal
    • Babys im zweiten Monat tragen Kleidergröße 62-68

    Wie schwer ist ein Baby im zweiten Monat?

    • Jungen wiegen im zweiten Monat circa 5.600 g
    • Mädchen wiegen im zweiten Monat circa 5.100 g
    • Eine individuelle Abweichung von 800 g ist normal
    • Die meisten Babys können bereits im zweiten Monat auf die Windelgröße 3 wechseln

    Hat mein Baby eine Hüftdysplasie? Die Untersuchung im zweiten Monat

    Bereits mit zwei Monaten können Babys schon Hüftprobleme haben. Die Hüftdysplasie ist eine der häufigsten Fehlbildungen bei Babys. Bei einem Ultraschall während der U3 in der vierten oder fünften Lebenswoche kann eine Hüftdysplasie erkannt werden. Nur wenn die Fehlbildung der Hüfte frühzeitig erkannt wird, kann sie dementsprechend behandelt werden, denn in den ersten Lebenswochen bestehen die knöchernen Strukturen hauptsächlich noch aus Knorpeln. Eine funktionsfähige Hüfte ist für das spätere Laufen lernen von tragender Bedeutung. Auch andere Fehlbildungen wie Sichelfüße oder eine Fehlstellung der Halswirbelsäule wie das KISS-Syndrom werden vom Kinderarzt erkannt und sind behandlungsfähig. Auch in diesen Fällen ist eine frühe Behandlung notwendig und noch erfolgsversprechend.

    Die motorische Entwicklung im zweiten Monat

    Im zweiten Monat beginnt die motorische Entwicklung von Säuglingen erst richtig. Der erste Monat war vollkommen durch Reflexe bestimmt. Im zweiten Monat fangen die Reflexe an sich zurückzubilden und sich in koordinierte Bewegungen zu wandeln. Das hat zur Folge, dass die Bewegungen fließender und nicht mehr stark ruckhaft erscheinen. Vor allem der Greifreflex bildet sich zurück. Damit sich das Baby frei entwickeln kann, sollten Eltern ihrem Baby möglichst viel Platz bieten. Eine enge Babyschale schränkt die motorische Entwicklung ein.

    Die Entwicklung der Kopfkontrolle

    Im zweiten Monat können die meisten Babys in der Bauchlage ihren Kopf kurze Zeit anheben, um so die Umgebung aufmerksam zu betrachten. Auch wenn es im Tragetuch getragen wird, versucht es den Kopf für wenige Minuten selbstständig zu halten. Die Nackenmuskulatur hat sich in den ersten vier Wochen so gestärkt, dass eine leichte Kopfkontrolle möglich ist. Trotzdem muss der Kopf weiterhin beim Tragen, Ablegen oder beim Baden gestützt werden. Die Kopfkontrolle ist noch nicht vollständig ausgeprägt und körperlich sehr anstrengend für das Baby.

    Erste Greifversuche im zweiten Monat

    Wenn der Greifreflex im ersten Monat oft ausgelöst wurde und die Muskeln der Hand somit trainiert sind, verschwindet der Greifreflex im zweiten Monat langsam. Während das Baby bis jetzt seine Hand meist zu Fäustchen geballt hat, öffnet sich nun die Hand. Erste Greifversuche gehen meist ins Leere, da die Hand-Augen-Koordination noch nicht entwickelt ist. Gerne befühlt das Baby im zweiten Monat sich selbst oder führt die Hände zusammen. Es begreift und untersucht seinen eigenen Körper. Das ist besonders für die spätere Körperwahrnehmung wichtig. Leichte Gegenstände wie ein kleines Stofftier kann es bereits für wenige Sekunden festhalten.

    Personen und Gegenstände werden mit den Augen verfolgt

    In den ersten vier Wochen hat sich die Wahrnehmung des Babys steigernd verbessert. Umgebungsgeräusche oder Spielzeug werden immer stärker vom Baby wahrgenommen. Das Hören verschaltet sich nun mit dem Sehen. Das Baby versucht die Information, die es über das Gehör erhält, mit den Augen zu verfolgen. Durch die neu gewonnene Kopfkontrolle ist es in der Lage sich einer Geräuschquelle zuzuwenden. Auch interessante Spielzeuge und Personen werden mit den Augen verfolgt. Eine fließende Bewegung wird jedoch noch nicht wahrgenommen.

    Die Sprachentwicklung im zweiten Monat

    Im zweiten Monat entdeckt das Baby seine Stimme. Während es sich im ersten Monat nur über das Schreien ausdrücken konnte, fängt es nun an weitere Geräusche zu machen und sein Stimmrepertoire zu erweitern – glucksen, gurren, seufzen. Auch das Sprachverständnis fängt an sich auszubilden. Ab der vierten Lebenswoche können Babys etwa zwischen verschiedenen Silben unterscheiden. Sie hören, dass „Pa“ etwas anderes ist als „Ma“. Die elterliche Stimme können Babys nun genau von anderen Stimmen unterscheiden. Sie wirkt bei Unruhe beruhigend.

    Wahrnehmung und kognitive Entwicklung im zweiten Monat

    Die kognitive Entwicklung setzt sich im 2. Monat kontinuierlich fort. Um die vierte Woche rum, vergrößert sich der Kopfumfang von Babys stark. Dies lässt darauf schließen, dass in diesem Zeitraum auch das Gehirn einen Wachstumssprung macht. Das Baby trainiert seine Wahrnehmung. In Phasen der Aufmerksamkeit und Konzentration, die immer noch sehr kurz sind, nimmt es die Reize der Umwelt auf. Die Nutzung des Reizes verknüpft Synapsen im Gehirn – das Baby lernt. Auf Reize wie Geräusche, Gerüche und Berührungen reagiert es viel deutlicher als noch im ersten Monat. Diese neuen Eindrücke führen häufig aber auch zu Überreizungen. Das Baby fängt an hilflos zu schreien. Helfen tun Aufmerksamkeit der Eltern sowie Körperkontakt. Hilfreich ist zum Beispiel ein Tragetuch oder eine Tragehilfe. Das Baby profitiert vom Körperkontakt. Die Eltern haben beide Hände frei und können wichtige Aufgaben erledigen.

    Die Entwicklung des Sehens im zweiten Monat

    Nachdem das Baby gelernt hat, Dinge synchron zu fokussieren, die sich in seinem Blickfeld befinden, findet es Freude am Beobachten. Inzwischen schaut es Gegenstände und Gesichter immer länger und konzentrierter an und kann besser sehen, vor allem in einem Abstand von 25 – 30 cm. Doch gerade bei Müdigkeit ist das Schielen immer noch ein Normalzustand. Im zweiten Monat kann das Baby verschiedene Gesichter bereits voneinander unterscheiden. Nur die Unterscheidung ähnlicher Formen und Farben fallen ihm noch schwer. Besonders gut gefallen dem Baby grelle und leuchtende Farben, die es nun immer leichter auseinanderhalten kann.

    Erste Spiele im zweiten Lebensmonat

    Im zweiten Monat ist das Baby nicht nur auf das Wachstum und die Körperfunktionen fokussiert. Eltern können die neu gewonnenen Fähigkeiten des zweiten Monats durch kleine Spiele in den aktiven Wachphasen unterstützen. Auf aufwendige Spielzeuge wie blinkende Autos oder sprechende Kuscheltiere sollte noch verzichtet werden. Sie überreizen die Sinne des Babys.

    • Ein Gespräch schult das Hören sowie die sprachlichen Fähigkeiten des Babys. Erzählen Sie dem Baby, was Sie sehen oder lesen Sie ihm ein Buch vor.
    • Damit das Baby sein Körpergefühl verbessern kann und Sie den Tastsinn schulen, können Sie das Baby mit weichen Gegenständen wie einem Tuch oder einer weichen Bürste am ganzen Körper berühren
    • Geben Sie Ihrem Baby die Möglichkeit gezielt greifen zu lernen. Ein Mobile und kleine Rasseln oder Greifringe sind ideal für das Alter.

    Entwicklung der sozialen Interaktion im zweiten Monat

    Wie im gesamten ersten Jahr ist das Baby auch im zweiten Monat maßgeblich von der Beziehung zu den Menschen, die es umsorgen abhängig. Eltern und Kind bauen eine immer engere soziale und emotionale Bindung auf. Durch das gesteigerte Selbstempfinden ab dem zweiten Monat kann es in sozialem Kontakt immer besser interagieren. Mit fortschreitenden Fähigkeiten entwickelt sich die soziale Interaktion von Babys. Es entwickelt die Fähigkeit Bedürfnisse differenzierter auszudrücken und durch erste sprachliche Fähigkeiten mit seiner Umwelt in Kommunikation zu treten.

    Das erste Lächeln im zweiten Monat

    Ein wichtiger Meilenstein der sozialen Entwicklung wartet zwischen den Wochen fünf und acht auf die Eltern. In diesem Zeitraum lächeln die meisten Babys das erste Mal bewusst. Mit dem Lächeln signalisiert das Baby seine Aufnahmefähigkeit und seine Bereitschaft zum Spielen. Es zeigt durch das Lächeln zum ersten Mal eine deutliche Reaktion auf sein Gegenüber. Aber auch die Bindungsfähigkeit wird durch das Lächeln manifestiert. Es erkennt das Gegenüber als einen Teil seiner Welt.

    Die Entwicklung des Schlafverhaltens im zweiten Monat

    Im zweiten Monat verbringen Babys den Großteil des Tages mit dem Schlafen. Noch immer sind sie evolutionär bedingt nicht dazu in der Lage durchzuschlafen. Auf die nächtliche Energiezufuhr und die Nähe der Eltern sind sie noch angewiesen. Die Schlafabschnitte verlängern sich jedoch sukzessive. Im zweiten Monat etabliert sich ein stabiler Schlafrhythmus. Die Eltern erkennen, wann ihr Baby müde ist und wie viele Schlafphasen es am Tag durchschläft. Schaffen Eltern gute Voraussetzungen für den Babyschlaf, wie eine sichere Umgebung und die Nähe der Eltern, finden Babys leichter in den Schlaf. Im zweiten Monat benötigen Babys rund 16 Stunden Schlaf innerhalb von 24 Stunden. Die Variation ist jedoch groß. Einige Babys benötigen nur 13 Stunden Schlaf, während andere noch fast den ganzen Tag verschlafen.

    Babypflege im zweiten Monat

    Ausscheidung, Essen, Waschen – das Baby ist im zweiten Monat vollständig von der Versorgung durch die Bezugspersonen abhängig.

    • Muttermilch beziehungsweise PRE-Milch sollte die ausschließliche Nahrung im zweiten Monat sein. Das Baby ist verdauungstechnisch und motorisch noch nicht bereit für festere Nahrung
    • Im zweiten Monat bildet sich häufig Kopfgneis, das heißt kleine Talgschüppchen, die medizinisch unbedenklich sind und von selber wieder verschwinden. Kopfgneis ist von Milchschorf zu unterscheiden
    • Beim Baden sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser eine Temperatur von rund 37 Grad hat. Es empfiehlt sich ein- oder zweimal wöchentlich ohne Badezusätze das Baby zu baden.
    • Die Windel sollte dann gewechselt werden, wenn das Baby ausgeschieden hat. Auch wenn moderne Wegwerfwindeln Trockenheit bis zu 12 Stunden versprechen, empfiehlt sich ein kürzerer Wickelintervall, damit die Babys ein Gefühl für die Ausscheidungen entwickeln können.
    • Auch wenn das Baby nun viel Ohrenschmalz produziert, sollte dieser nicht mit Wattestäbchen entfernt werden. Die empfindlichen Gehörgänge können verletzt werden und der Schmalz wird noch weiter in den Gehörgang geschoben. Die Reinigung mit einem feuchten Lappen ist ausreichend, denn das Ohr hat eine selbstreinigende Funktion.

    Der zweite Monat – Zeit für die Babymassage

    Da im zweiten Lebensmonat das Babys Berührungen stärker über den Tastsinn wahrnimmt, kann man jetzt mit der Babymassage starten. Bei der Massage kann sich das Baby entspannen, die Durchblutung wird gefördert, die Muskeln gestärkt und sogar die Bindung zwischen Eltern und Kind profitiert von der Massage. Die körperlichen Reize der Babymassage fördern die Entwicklung von Gehirnzellen. In entspannter Atmosphäre können der Bauch, die Füße, der Popo, die Arme, die Beine und alle Körperteile, an denen das Baby gerne berührt wird sanft behandelt werden.

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