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    Babyentwicklung im 12. Monat

    Am Ende des 12. Monats steht bereits der erste Geburtstag an. Das Baby ist dann kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. Im letzten Monat der Babyzeit entwickelt das Baby nochmal eine Reihe neuer Fähigkeiten. In der Zeit wartet auf viele Eltern ein großer Meilenstein in der Bewegungsentwicklung – die ersten wackligen Schritte ganz ohne festhalten. Aber auch kognitiv macht das Kind große Schritte. In immer neuen Spielen des Kindes kann man beobachten, wie sich die Gedankenwelt des Babys verändert und wie es Reihenfolgen ins Spiel mit einbezieht.

    Die körperliche Entwicklung im zwölften Monat

    In den ersten zwölf Monaten wachsen Babys rund 25 cm. Am ersten Geburtstag wiegt das Baby mehr als doppelt so viel, wie bei der Geburt. Damit auch das Gehirn Platz zum Wachsen hat, hat auch der Kopfumfang deutlich zugenommen. Erfahrungen und Einflüsse von außen haben in einem Jahr zu einer Vielzahl von Verknüpfungen im Gehirn geführt. Die hohe Anzahl von Synapsenbildungen führt zu dem raschen Wachstum des Gehirns. Um all dies zu gewährleisten, benötigt das Gehirn viel Energie. Schon im Ruhezustand verbraucht es circa 20 Prozent der Energie des Körpers. Bei der Entwicklung des Gehirns spielt somit auch die Ernährung eine wichtige Rolle.

    Wie groß ist ein Baby im zwölften Monat?

    • Jungen sind im zwölften Monat circa 76 cm groß
    • Mädchen sind im zwölften Monat circa 74 cm groß
    • Eine individuelle Abweichung von 4 cm ist normal

    Wie schwer ist ein Baby im zwölften Monat?

    • Jungen wiegen im zwölften Monat circa 9.600 g
    • Mädchen wiegen im zwölften Monat circa 8.900 g
    • Eine individuelle Abweichung von 800 g ist normal

    Die motorische Entwicklung im zwölften Monat

    Die letzten Monate hat das Baby fleißig darauf hin trainiert und seine Balance und Muskelkraft geschult. Für etwa die Hälfte aller Babys ist es im zwölften Monat nun soweit. Sie machen die ersten eigenen Schritte. Ein bewegender Moment nicht nur für das Baby. Endlich kann es sich selber aufrecht vorwärtsbewegen, auch wenn die ersten Schritte noch wackelig und nach kurzer Zeit zu Ende sind. Auch die Feinmotorik entwickelt sich im zwölften Monat weiter. Das Baby kann einen Stift sicher halten und damit die ersten Kunstwerke malen sowie Bauklötze stapeln.

    Es läuft! Die ersten freien Schritte

    Die ersten freien Schritte im zwölften Monat erfordern eine große Balance und Muskelkraft vor allem in den Fußgelenken. Die ersten Schritte sind noch sehr wackelig und enden nach wenigen Metern auf dem Po. Doch konnte sich das Baby ungestört in seiner Bewegung entwickeln, werden die ersten Schritte rasch sicherer, denn Babys lieben es, neue Fähigkeiten zu testen. Wichtig für die ersten Schritte ist eine größtmögliche Stabilität im Fuß. Diese ist nicht etwa durch Schuhe gegeben. Am besten lernen Babys barfuß laufen. Ein Schuh schränkt die Beweglichkeit des Fußes in alle Richtungen zu stark ein. Umso häufiger ein Baby barfuß läuft, desto sicherer wird sein Gang, denn die Muskeln werden optimal auf den verschiedensten Untergründen gestärkt.

    Rückwärts runter klettern

    Babys im zwölften Monat haben großes Interesse am Klettern und an der horizontalen Erkundung eines Raumes. Überall klettern sie geschickt drauf. Oft ist der Weg aufs Sofa, auf den Küchentisch oder das Bett einfacher, als der Weg nach unten. Um den ersten Geburtstag herum verstehen Babys, dass es sicherer ist, rückwärts statt vorwärts von Erhöhungen runter zu klettern. Im geschützten Umfeld, also wenn eine Aufsichtsperson dabei ist, sollten dem Baby immer wieder Möglichkeiten geboten werden solche Bewegungsübungen auszuführen. Übt das Baby aus eigenem Willen häufig, klappt das Klettern schon bald sehr sicher.

    Bauklötze stapeln

    Wird die Feinmotorik im zwölften Monat geschickter, verändert sich auch das Spielverhalten des Kindes. Es gelingt Babys im zwölften Monat immer häufiger Bauklötze gezielt aufeinander zu stapeln. Es kann seine Hände schon so exakt koordinieren, dass es einen Stein auf den anderen ablegen kann. Die ersten Türmchen bestehen nur aus zwei Steinen, doch mit ein bisschen Geschick werden sie schon bald höher.

    Steckt in dem Baby ein kleiner Künstler? Erstes Malen

    Im zwölften Monat entwickeln Babys Interesse daran, mit Stiften zu kritzeln. Sie können den Stift nicht nur festhalten, sondern Ihre Hand so koordinieren, dass dieser malt. Das Baby darf den Stift nicht fallen lassen, muss die Hand in alle Richtungen bewegen, die Spitze des Stiftes muss das Blatt berühren. Zunächst hält das Baby den Stift noch nicht mit Daumen und Zeigefinger, wie Erwachsene dies tun und die Malbewegung kommt aus dem gesamten Arm, statt aus dem Handgelenk. Vor allem Wachsmalstifte und dicke Buntstifte eignen sich für die ersten Malversuche.

    Sprachentwicklung im zwölften Monat

    Das Baby beginnt im zwölften Monat, Einwortsätze zu sprechen. Es kann sich selbst und bekannte Personen und Gegenstände des alltäglichen Lebens betiteln. Ungefähr 10-20 Wörter kann es in diesem Alter sprechen. Vieles, von dem was die Eltern sagen, kennt und versteht das Kind bereits. Beliebt sind im zwölften Monat Sprachspiele wie das Zeigen von Körperteilen oder das Mitsingen bei Kinderliedern.

    Mit der Sprache spielen

    Babys im zwölften Monat sind kognitiv soweit entwickelt, dass sie Dinge auf Aufforderung benennen können. Die meisten Babys verstehen, was man von ihnen will, wenn man auf einen Gegenstand oder ein Bild im Buch zeigt und sie dazu auffordert, das Wort zu sagen. Spielerisch wächst so der Wortschatz. Aber auch Gespräche im Alltag sind enorm wichtig, um diesen auszubilden. Ein weiteres Sprachspiel, welches Babys im zwölften Monat gefällt, ist das Zeigen von Gegenständen: „Wo ist dein Fuß?“ oder „Zeig mir mal deinen Teddy“.

    Wahrnehmung und kognitive Entwicklung im zwölften Monat

    Im zwölften Monat erlernt das Baby, Reihenfolgen von Tätigkeiten wahrzunehmen und auszuführen. Das bedeutet für das Baby, dass es viele weitere kleine Meilensteine auf dem Weg zur Selbstständigkeit erreicht. Es kann beispielsweise bewusst Essen auf seinen Löffel schieben, um dieses im Anschluss zu essen. Gerade beim Spielen fällt diese neue Fähigkeit auf. Finger- und Klatschespiele kann es selbstständig begleiten, ohne dass die Bewegungen vorgemacht werden. Kennt das Baby das Spiel, weiß es, was als nächstes kommt.

    Was kommt als nächstes? Reihenfolgen erkennen

    Kann ein Baby im zwölften Monat die Reihenfolge von Dingen erkennen, verändert sich sein Handeln und Spielen. Es versteht, dass einzelne Ereignisse oft aufeinanderfolgen. So weiß es, dass sie, wenn es auf etwas zeigt, diesen Gegenstand benennen. Außerdem kann es einfache Puzzle zusammensetzen, eine Gießkanne mit Wasser füllen, um danach das Wasser auszugießen und weitere Tätigkeiten, die in Reihenfolgen aufeinanderfolgen. Das hat zur Folge, dass die Handlungen des Babys bewusster werden. Es stapelt Bauklötze nicht mehr irgendwie aufeinander, sondern in einer wohlüberlegten Reihenfolge.

    Finger- und Klatschspiele für Babys

    Finger- und Klatschspiele sind eine Anregung für die Sinne und die Entwicklung. Im zwölften Monat erkennt das Baby bereits die Reihenfolgen bekannter Spiele und kann bei diesen mitsingen und klatschen. Einerseits verfolgt das Baby den Sprachrhythmus und die Wörter. Das trainiert das Sprachverständnis. Die Fingerbewegungen schulen die Feinmotorik. Nicht zuletzt stärkt gemeinsames Spielen auch die Bindung zwischen Baby und Eltern. Finger- und Klatschspiele sind eine gelungene Anregung im zwölften Monat.

    Entwicklung der sozialen Interaktion im zwölften Monat

    Ähnlich wie im beim Krabbellernen leiden auch Babys beim Laufenlernen an der Trennungsangst. Der Aktionsradius vergrößert sich, sie sind jedoch immer noch abhängig von ihren Bezugspersonen. Es ist wichtig, dem Baby Vertrauen in die Umwelt aber auch in seine Selbstwirksamkeit zu vermitteln. Dazu gehört auch, die Fähigkeiten des Babys im Alltag zu unterstützen. Erfahren Kinder schon im Babyalter Unterstützung entwickeln sie emotionale Reserven, die sie bei der weiteren Entwicklung zur Unabhängigkeit und zum Selbstbewusstsein fördern.

    Ich will helfen – Integration des Babys in den Alltag

    Es gibt kein emotional stabiles Kind, welches nicht unabhängig werden will, schließlich sichert diese Unabhängigkeit das Überleben. Um die Welt zu erleben und sich darauf vorzubereiten, ahmen schon Babys ihre Eltern nach. Zudem haben sie inzwischen ein Verständnis für Reihenfolgen und wollen nun überall tatkräftig mithelfen. Sie wollen ihr Brot selber schmieren, sie wollen beim Kochen umrühren, sie wollen ihre Socken selber anziehen. Eltern sollten auf ihr Baby eingehen und es in der Entwicklung unterstützen, indem sie ihm Zeit zum Üben geben.

    Entwicklung des Schlafverhaltens im zwölften Monat

    Zum Ende des ersten Jahres im zwölften Monat benötigen Babys immer weniger Schlaf. Die Schlafphasen reduzieren sich, die Aktivphasen des Babys verlängern sich. Es hat nun mehr Zeit die Welt zu entdecken. Bisher hat das Baby vermutlich noch zweimal am Tag geschlafen. Der meiste Schlaf findet inzwischen nachts statt. Nur mittags braucht das Baby noch einen Mittagsschlaf, um neue Energie zu schöpfen und sich auszuruhen. Der Nachtschlaf wird ruhiger. Einige Babys schlafen durch, andere wachen noch mehrmals in der Nacht auf und wollen trinken. Das Schlafverhalten variiert von Baby zu Baby. Aktive Babys brauchen mehr Schlaf als ruhige Babys.

    Die U6 im zwölften Lebensmonat

    Im zwölften Monat steht die U6 an. Es ist die sechste Untersuchung der Babyentwicklung beim Kinderarzt. Neben den Routinemessungen wie Gewicht, Größe und Kopfumfang überprüft der Arzt die körperliche und geistige Entwicklung des Babys. Entsprechend dem zwölften Monat wird geschaut, ob das Baby krabbeln, sitzen oder sogar schon laufen kann und ob es den Pinzettengriff anwendet. Die kognitive sowie die sozial-emotionale Entwicklung werden in spielerischen Tests überprüft. Gleichzeitig wird, wenn nach dem Impfkalender der STIKO geimpft wird, die letzte Impfdosis verabreicht.

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