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    Babyentwicklung im 10. Monat

    Immer häufiger orientieren sich Babys im zehnten Monat im Raum nach oben. Nach und nach entdecken sie zunächst, dass sie sich an Dingen hochziehen und schließlich auch daran entlanglaufen können. Der erste Schritt zum Laufenlernen ist geschafft. Beim Entdecken verbessert sich die Feinmotorik immer weiter. Auch in den Bereichen der Wahrnehmung und kognitiven Entwicklung, der Sprachentwicklung sowie in der sozialen Entwicklung warten spannende Entwicklungsschritte im zehnten Monat.

    Die körperliche Entwicklung im zehnten Monat

    Das Wachstum und die Gewichtszunahme gehen im zehnten Monat immer weiter auseinander. Das eine Baby ist kleiner, das andere schwerer, das Nächste ist groß gewachsen dafür aber sehr schlank. Einfluss auf das Körperwachstum haben die Erbanlagen, aber auch umweltbedingte Faktoren, wie Gesundheit, Ernährung und auch das emotionale Wohlbefinden des Babys. Entwicklungsverzögerungen müssen also nicht organisch bedingt sein. Wird ein Baby falsch ernährt oder es darf sich nicht ausreichend bewegen, so beeinflusst das ebenfalls die Körpergröße und das Körpergewicht.

    Wie groß ist ein Baby im zehnten Monat?

    • Jungen sind im zehnten Monat circa 73 cm groß
    • Mädchen sind im zehnten Monat circa 72 cm groß
    • Eine individuelle Abweichung von 4 cm ist normal

    Wie schwer ist ein Baby im zehnten Monat?

    • Jungen wiegen im zehnten Monat circa 9.200 g
    • Mädchen wiegen im zehnten Monat circa 8.500 g
    • Eine individuelle Abweichung von 800 g ist normal

    Die motorische Entwicklung im zehnten Monat

    Die Neugier des Babys ist groß. Im zehnten Monat möchte es den Raum nicht nur in einer Dimension auf dem Boden erkunden, es interessiert sich für Bewegungen in der Höhe. Über die Arme zieht es sich an Gegenständen wie dem Sofa hoch. Kurze Zeit später entdeckt es, dass es daran sogar entlanglaufen kann. Die Arme übernehmen noch eine wichtige Stützfunktion, da die Beine noch nicht genügend Muskelkraft haben, um den Körper zu tragen. Auch das Greifen perfektioniert ein Baby im zehnten Monat immer weiter.

    Hochziehen zum Stehen

    Meist aus dem Knien heraus, entdeckt das Baby interessante Dinge, die sich weiter oben befinden. Findet es mit den Händen beispielsweise an einem Möbelstück Halt, kann es sich zunächst mit einem Bein, später auch mit beiden, hochstemmen. Über den Halbkniestand kommt es zum gestützten Stand. Erst wenn Babys sich von selbst hochziehen können, hat sich die Muskulatur in den Fußgelenken und dem Rumpf soweit entwickelt, dass diese das Gewicht des Babys halten können. Die selbsterarbeiteten Bewegungsabläufe, sich erst selbst zum Stehen hochzuziehen und dann das Gleichgewicht zu halten, sind eine wichtige Voraussetzung für die weitere Entwicklung zum Laufen.

    Entlanglaufen an Möbeln

    Kurz nach dem Stehen an einem Möbelstück, entdeckt das Baby, dass es erste Schritte seitwärts entlang dieser machen kann. Hat es die Balance im gestützten Stand gefunden, wagt es die ersten eigenen Schritte zur Seite. Der sogenannte Reling-Gang ist ein Zusammenspiel aus Gleichgewicht halten, dem Umgreifen der Hände und dem Tragen des Körpergewichts auf nur einem Bein. Die ersten gestützten Schritte enden häufig mit einem Sturz auf den Po. Doch Übung macht den Meister und nach einigen Misserfolgen, hat das Baby bald raus, wie es die Balance dabei halten kann.

    Der Zangengriff

    Aus dem Pinzettengriff heraus entwickelt sich im zehnten Monat der Zangengriff. Diesen Griff wenden später auch noch Erwachsene an, somit ist dieser ein wichtiger Entwicklungsschritt. Ein Gegenstand wird nun mit gebeugtem Zeigefinger und Daumen ergriffen. Beim Greifen berühren sich die Fingerkuppen beider Finger. Kleinste Gegenstände können nun mühelos aufgenommen werden. Oft entwickeln die Babys hierbei eine Vorliebe für eine Hand. Diese kann, muss aber kein Hinweis für die spätere Händigkeit sein.

    Die Sprachentwicklung im zehnten Monat

    Das Baby kann im zehnten Monat schon sehr viel davon verstehen, was gesagt wird, denn jedes Baby hat eine angeborene Bereitschaft Sprache zu lernen. Immer mehr Wörter nimmt es in seinen Wortschatz auf. Wird viel mit dem Baby geredet, gelesen und gesungen, fällt ihm dieser Vorgang leichter. Gerade Erlebtes kann das Baby sehr gut mit Sprache in Verbindung bringen. Jetzt, wo das Baby Wörter verstehen kann, sollte nicht mehr in Babysprache, sondern ganz normal mit ihm geredet werden.

    Keine Babysprache mehr

    Im Säuglingsalter bis sechs Monate haben Babys eine Präferenz für hohe und weiche Töne. Sie können diese Töne besonders gut hören. Im zehnten Monat ist das Gehör jedoch bereits vollständig ausgeprägt und die Präferenz für die Babysprache besteht nicht mehr. Die Intonationsmuster von Erwachsenen gefallen den Babys nun ebenso gut. Um ein normales Sprachmuster beim Baby zu fördern, sollten Eltern darauf achten, ganz normal mit dem Baby zu reden. Die falschen Wörter und Intonationen der Babysprache können sich negativ auf die Sprachentwicklung auswirken.

    Erlebtes mit Wörtern verbinden

    Das Baby beobachtet ein vorbeifahrendes rotes Auto. Untermalen Erwachsene dieses Erlebnis: „Schau mal, da fährt ein rotes Auto“, können Babys das Erlebte besonders gut mit Wörtern verbinden. Spielerisch kann der Tag des Babys sprachlich begleitet werden. Immer mehr Wörter kann es durch die Verbindungen in seinen Wortschatz aufnehmen. Äußere Einflüsse, wie die Kommunikation mit den Eltern nehmen einen großen Einfluss auf die individuelle Sprachentwicklung des Kindes.

    Wahrnehmung und kognitive Entwicklung im zehnten Monat

    Wahrnehmen können Babys im zehnten Monat schon sehr viel, schließlich funktionieren die Sinne bereits genauso gut wie bei einem Erwachsenen. Allerdings werden die Sinneseindrücke vom Baby noch nicht so gefiltert wahrgenommen, wie von einem Erwachsenen. Das Baby muss nun seine Sinnesfähigkeiten zu Sinnesfertigkeiten ausbauen. Dabei hilft vor allem der Tastsinn. Während Erwachsene sich die Welt auch durch das Sehen erschließen können, wollen Babys alles Anfassen, um es zu begreifen.

    Sinne werden noch anders gefiltert

    Bei jedem Menschen reagieren die Zellen der Sinnesorgane auf einen Reiz. Der Körper filtert und verstärkt aus diesen Sinneseindrücken jedoch nur neue und relevante Reize. Erwachsene haben bereits viele Sinneserfahrungen gemacht und filtern diese automatisch. Für Babys ist noch vieles neu. Es werden viel weniger Reize gefiltert. Oft wünschen sich Erwachsene sie hätten wieder ein Auge für die kleinen Schönheiten im Leben. Bei einem Spaziergang fallen einem Kind viel mehr Blumen, Steine und andere Dinge auf, als einem Erwachsenen. Eltern sollten gerade in Situationen mit vielen Sinneseindrücken, wie beispielsweise auf einer großen Veranstaltung an die Sinneswahrnehmung des Babys denken. Es nimmt die Bewegungen der Leute, die lauten fremden Stimmen und den Geruch der Essensstände viel bewusster wahr. Das ist anstrengend für den Körper, denn die Verarbeitung der Sinne verbraucht viel Energie.

    Die Welt begreifen

    Der Tastsinn beeinflusst das Denken von Babys im zehnten Monat stark. Werden die Gegenstände physisch berührt, kann das Baby leichter Zusammenhänge begreifen. Dabei werden komplexere Denkmuster entwickelt, die auch später beim abstrakten Lernen helfen. Die Wahrnehmung über den Tastsinn beeinflusst das Denken über die Umwelt des Babys am stärksten. Lernprozesse werden durch das Benutzen des Tastsinns unterstützt. Erst wenn ein Baby den Turm aus Bauklötzen selber umstößt, kann es diesen komplexen Prozess verstehen und einordnen.

    Entwicklung der sozialen Interaktion im zehnten Monat

    Je mehr Babys sprachlich verstehen und je mehr Zusammenhänge sie knüpfen, desto ausgeprägter wird auch die soziale Interaktion im zehnten Monat. Babys können nun grundlegende Anweisungen wie: „Gib mir den Ball“, verstehen und umsetzen. Auch bei einfachen und regelmäßigen Tätigkeiten wie dem Anziehen oder dem Essen können sie mitmachen. Aber auch wenn Babys im zehnten Monat schon viel verstehen, ein Einfühlungsvermögen haben sie noch nicht. Beim gemeinsamen Spiel mit anderen Kindern ist deswegen noch Vorsicht geboten.

    Verstehen grundlegender Anweisungen

    Ungefähr im zehnten Monat fangen Babys an einfache Anweisungen und Bitten zu verstehen. Bekannte Wörter werden mit der Satzform der Aufforderung und einer bekannten Reaktion in Verbindung gebracht. Schauen Eltern sich gemeinsam mit dem Kind ein Bilderbuch an und fragen nach dem Hund, kann das Baby den Hund zeigen. Das Verstehen einer Anweisung heißt jedoch nicht, dass ein Baby auch automatisch auf diese reagiert. Das Baby testet aus, wie man auf sein Verhalten reagiert, um sein Erfahrungswissen zu erweitern. Auch seine Autonomie fängt es damit an allmählich auszutesten.

    Wünsche und Bedürfnisse ausdrücken

    Neugeborenen bleibt häufig nur das Schreien, um eigene Bedürfnisse auszudrücken. Im zehnten Monat hat sich das Bewusstsein sowie das Sprachverständnis des Babys soweit entwickelt, dass einige Kinder Ihre Wünsche bereits ohne Schreien ausdrücken können. Sie zeigen auf Spielzeug, welches sie haben wollen oder haben ein eigenes Wort oder eine Geste für Hunger entwickelt. Andere Gefühle wie Wut, zum Beispiel wenn ihnen ein Spielzeug weggenommen wird, können sie  deutlich artikulieren.

    Mitmachen beim Anziehen

    Routinemäßige Aktionen, wie etwas das Anziehen, kennt das Baby im zehnten Monat gut. Gerade wenn solche Tätigkeiten sprachlich begleitet werden, weiß das Baby was als Nächstes kommt. Zuerst wird der Body angezogen, dann die Socken und ganz zum Schluss der Pullover. Das Baby kann den Ablauf der Tätigkeit mit den Bewegungen des eigenen Körpers nun in Zusammenhang bringen und mithelfen. Die Füße werden zu den Socken gestreckt oder der Arm wird dargeboten, damit die Eltern ihn in den Ärmel stecken können.

    Noch kein Einfühlungsvermögen

    Auch wenn das Baby im zehnten Monat schon viele Zusammenhänge versteht, hat es noch kein großes Einfühlungsvermögen. Erst im Kindergartenalter entwickeln Kinder die ausreichende Fremdwahrnehmung. Das Baby weiß nicht, dass es anderen wehtut, wenn es sie am Ohr zieht oder dass Mama genervt ist, wenn es den Löffel immer und immer wieder runter schmeißt. Für die Gefühle und Empfindungen hat das Baby noch kein Bewusstsein. Babys können deshalb andere Personen auch nicht bewusst ärgern oder provozieren.

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